Neue archäologische Entdeckungen

Für diejenigen unter Euch, die archäologisches Fundmaterial bergen:
Fasst niemals Fundstücke dieser Art so an wie auf dem o.g. Foto in Beitrag #2.121!

Ein sauberer DNA-Nachweis wird so wegen der Kontamination nie mehr möglich sein. Archäologisches und forensisches Basiswissen.
 
Für diejenigen unter Euch, die archäologisches Fundmaterial bergen:
Fasst niemals Fundstücke dieser Art so an wie auf dem o.g. Foto in Beitrag #2.121!

Ein sauberer DNA-Nachweis wird so wegen der Kontamination nie mehr möglich sein. Archäologisches und forensisches Basiswissen.
Bei so alten Knochen, wenn da überhaupt noch DNA zu finden ist, was ein absoluter Glücksfall ist, dann eher nicht außen, sondern innen. Je weniger alt, desto höher die Wahrscheinlichkeit, DNA-Spuren zu finden. Wobei natürlich die Umweltfaktoren eine Rolle spielen. Es gibt Milieus, die dem Erhalt von DNA förderlich sind und solche, die kritisch sind.
 
Deshalb der beigefügte Link:

"erstmals gelungen, menschliche DNA von der Oberfläche eines Gegenstands aus der Steinzeit, eines durchbohrten Hirschzahns aus der Denisova-Höhle in Südsibirien, zu gewinnen."

Es wurden die DNA des Hirsches und die DNA der Frau nachgewiesen, die das Schmuckstück trug:
"So ist es ihnen gelungen, ein genetisches Profil der Frau zu rekonstruieren, die den Anhänger trug oder benutzte, sowie des Hirsches, dem der Zahn einst gehörte."

Natürlich gilt, wie @El Quijote sagte, dass das ein Glücksfall ist. Vor allem aber das Ergebnis sauberer Methodik.
 
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Im niederländischen Nijmegen wurde eine Honigfabrik abgerissen. Auch weitere benachbarte Industrieanlagen wurden abgetragen. Auf der Fläche soll ein neues Wohngebiet entstehen. Man wusste, dass sich im Bereich der Honigfabrik eine römische Badeanlage befunden hat. Diese wurde schon 1992 angeschnitten. Nun nutzte man die Gelegenheit, die römischen Hinterlassenschaften freizulegen.

Archäologie: In römischer Zeit badete man in Nimwegen luxuriös - WELT

Niederlande: Riesiges Römisches Thermalbad ausgegraben

Beide Berichte ergänzen sich und teilweise lassen sie eine gegenseitige Qualitätseinstufung zu.

Schreibt das MONOPOL von "einem riesigen römischen Thermalbad" gibt die WELT sehr gut eine Bewertung der Thermengröße. Die Therme in CUT ist von der Fläche doppelt so groß wie die in Ulpia Noviomagus Batavorum. Letztgenannte bedeckten eine Fläche von mindestens 4.900 qm. Dagegen betrug die Fläche der Barbarathermen in Augusta Treverorum schon 42.500 qm. Und das war weit weg von den Trajansthermen in Rom mit 100.000 qm. Die "riesigen" Thermen in Ulpia Noviomagus Batavorum werden selbst einen Reisenden aus der Provinzhauptstadt CCAA höchstens wegen ihrer hochwertigen Ausstattung beeindruckt haben. CCAA hatte eine Therme mit 18.500 qm (alle Zahlen aus dem Bericht der WELT).

MONOPOL berichtet uns von einem Fund einer Bacchusbüste. Jedoch fehlen Angaben zu deren Erhaltungszustand. Insbesondere ob das Gesicht unbeschädigt ist.
Die WELT wiederum verweist auf die Funde von Haarnadeln aus Bein. Diese Fundgattung entdeckt man in vielen Badeanlagen des Imperium Romanum. Mir sind sie schon in Ausstellungen zu Ausgrabungen in Augusta Raurica und in Badenweiler begegnet. Abwasserkanäle von Thermen sind hier ein gutes "Jagdgebiet". Offenbar verloren Frauen in der Antike die Dinger genau so häufig wie "unsere" Frauen ihre Haargummis und -spangen.

Neben der Badeanlage wurden auch Reste von Wohngebäuden in der Umgebung entdeckt. Was leider weder in den Badegebäude noch in den Wohngebäuden entdeckt wurden, waren Mosaiken.
 
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Die oberhessische Presse (leider nicht in der Online-Ausgabe) berichtet in ihrer heutigen Ausgabe von der Entdeckung zweier römischer Marschlager aus augustäischer Zeit bei Lohra-Reimershausen (auf dem "Kapp").
Leider wird nicht erwähnt, wann die Grabung durchgeführt wurde.

Besichtigung und Vortrag am Freitag: Startseite - Verein für Geschichte und Volkskunde Lohra
Entdeckt wurden die Lager bereits 2018. Leider habe ich einen Bericht zu den Ausgrabungen vom Anfang 2026 irgendwie versemmelt bevor ich ihn gelesen hätte. Vielleicht hat ja jemand das Heft 1/2026 "Unsere slawischen Vorfahren" oder so ähnlich von der Heftreihe "Archäologie in Deutschland". Dort unter der Rubrik "Neues aus der Landesarchäologie" wurde von der HessenArchäologie kurz der Befund vorgestellt.

In der aktuellen Ausgabe der "Archäologie in Deutschland" wird nun von der HessenArchäologie im Heft 03/2026 ein weiteres Marschlager östlich der Stadt Amöneburg vorgestellt. Die durch eine Luftbildaufnahme gefundene Anlage wurde durch berechtigte Sondengänger untersucht. Die Funde waren jetzt nicht gerade üppig. Gefunden wurde ein halbes As (Nemausus, geprägt 12 vuZ bis 7 vuZ.) sowie eine gegossene Bronzefibel vom Typ Almgren 19. Der Fibeltyp wird auch als Soldatenfibel bezeichnet. Die Anlage hat die Form eines leicht verschobenen Trapezes, wobei sich durch eine zusätzliche Abschrägung im Ostsüdosten ein Fünfeck ergibt.

Amöneburg sieht für mich mit aller Vorsicht wegen der wenigen Fakten augusteisch oder tiberisch aus.
 
 
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Und noch eine weitere Entdeckung aus dem präkolumbianischen Mexiko:


Hierbei handelt es sich um eine andere Ruinenstätte als die von Ravenik gestern erwähnte.
 

 
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