Neue archäologische Entdeckungen

Eine peruanischen Regierung hat vor Jahren mal das Gesetz erlassen, dass das Land demjenigen gehört, der es bebaut. Daher gibt es vor allem entlang der Panamericana pueblos jóvenes, eines nach dem anderen. Dabei handelt es sich um dorfartige Strukturen mit Hütten und ein paar oft vertrockneten Pflanzen, Zaun drumrum, fertig. Die Landbesetzer organisieren sich in Vereinen, das eigentliche Ziel ist es, das Land irgendwann einmal zu verkaufen. Also was eigentlich als Idee armen Bauern zugute kommen sollte, wird von Mafias benutzt, um aus einem Stück Wüste Geld zu machen. Nach zehn Jahren geht das Land in den Besitz der Besetzer über, auch wenn der vormalige Besitzer nicht der Staat war. Wer also Landbesitz in Perú hat und sein Land behalten möchte, muss regelmäßig prüfen, ob keine Okkupation. stattgefunden hat. Zu unterscheiden sind allerdings die ständig bewohnten Pueblos Jóvenes und die unbewohnten. Erstere sind echte Ansiedlungen, letztere der Wunsch nach Geldmacherei und eben mafiös organisiert.
 

 
Hier etwas mit praktischer Relevanz ;)*


Im Gegensatz zu anderen bekannten Fluchtafeln gibt es eine Besonderheit:

Die Tafel aus Blei, die aus dem zweiten Jahrhundert unserer Zeitrechnung stammt, zeichnet sich durch eine Besonderheit aus: Sie trägt keinen lateinischen, sondern einen altgriechischen Text im ägyptischen Stil, wie Dr. Rodney Ast, Akademischer Direktor am Institut für Papyrologie, erläutert. [...]​
Bemerkenswert an der Tafel ist insbesondere die auf Altgriechisch angefertigte Anrufung verschiedener Gottheiten und Dämonen im ägyptischen Stil, denn die meisten in Nordeuropa gefundenen Fluchtafeln sind auf Latein verfasst. Darüber hinaus enthält die Heerlener Fluchtafel eine Gruppe von drei magischen Symbolen, sogenannte »Characteres«.[...]​
Auch die Zusammensetzung der Personengruppe auf der Tafel ist nach den Worten des Wissenschaftlers ungewöhnlich, weil sie zwei Männer mit lateinischen Namen und zwei Frauen mit griechischen Namen umfasst. »Es ist nicht auszuschließen, dass eine der beiden Frauen die Verfasserin der Inschrift war und die vermeintliche Fähigkeit, über solche Flüche mit göttlichen Mächten zu kommunizieren, aus dem römischen Ägypten mitgebracht hatte«, erläutert Dr. Julia Lougovaya, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Papyrologie.​


Ein faszinierendes Multi-Kulti in einem Provinzkaff in einer Provinz an der Peripherie des Imperiums, wenn es Sklavinnen aus Ägypten ganz weit in den Norden des Reiches verschlagen haben sollte.

*Interessant wäre der Text des Fluchtäfelchens und die magischen Zeichen, vielleicht wirken sie noch heute. Aber die sind leider noch nicht veröffentlicht.
 
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