Hier etwas mit praktischer Relevanz

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Das Fundstück aus dem römischen Niedergermanien trägt eine seltene griechische Inschrift mit einem Bindezauber gegen Feinde.
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Im Gegensatz zu anderen bekannten Fluchtafeln gibt es eine Besonderheit:
Die Tafel aus Blei, die aus dem zweiten Jahrhundert unserer Zeitrechnung stammt, zeichnet sich durch eine Besonderheit aus: Sie trägt keinen lateinischen, sondern einen altgriechischen Text im ägyptischen Stil, wie Dr. Rodney Ast, Akademischer Direktor am Institut für Papyrologie, erläutert. [...]
Bemerkenswert an der Tafel ist insbesondere die auf Altgriechisch angefertigte Anrufung verschiedener Gottheiten und Dämonen im ägyptischen Stil, denn die meisten in Nordeuropa gefundenen Fluchtafeln sind auf Latein verfasst. Darüber hinaus enthält die Heerlener Fluchtafel eine Gruppe von drei magischen Symbolen, sogenannte »Characteres«.[...]
Auch die Zusammensetzung der Personengruppe auf der Tafel ist nach den Worten des Wissenschaftlers ungewöhnlich, weil sie zwei Männer mit lateinischen Namen und zwei Frauen mit griechischen Namen umfasst. »Es ist nicht auszuschließen, dass eine der beiden Frauen die Verfasserin der Inschrift war und die vermeintliche Fähigkeit, über solche Flüche mit göttlichen Mächten zu kommunizieren, aus dem römischen Ägypten mitgebracht hatte«, erläutert Dr. Julia Lougovaya, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Papyrologie.
Ein faszinierendes Multi-Kulti in einem Provinzkaff in einer Provinz an der Peripherie des Imperiums, wenn es Sklavinnen aus Ägypten ganz weit in den Norden des Reiches verschlagen haben sollte.
*Interessant wäre der Text des Fluchtäfelchens und die magischen Zeichen, vielleicht wirken sie noch heute. Aber die sind leider noch nicht veröffentlicht.