Reinecke
Aktives Mitglied
Zustimmung, einen Beleg sehe ich bei Plinius auch nicht. Aber dass sie gar nicht berührt werden dürfen, wie much schrieb, sagt halt auch niemand Darauf wollte ich hinweisen.Dafür, dass die Mistel den Boden nicht berühren durfte, sehe ich keinen Beleg. Allenfalls hat man darauf geachtet, dass sie bei der Ernte nicht in den Dreck fällt, das könnte ich als Interpretation des weißen Tuchs, das der weißgekleidetee Druide mitnimmt, noch gelten lassen.
Ebenfalls Zustimmung, wenn du sagen willst, dass diese Dodekaeder nicht mit dem Boden in Berührung kommen durften. Aber auch das sagt niemand. Sondern dass das ""Innere", der eigentliche Dodekaeder, nicht mit einer festen, halbwegs flachen Oberfläche in Berührung kommt, wenn man das Ding auf eine solche legt; konstruktionsbedingt.Dass der Dodekaeder den Boden nicht berühren durfte, halte ich nicht für eine diskutable These. Zumal einige der gefundenen Dodekaeder sogar absichtlich im Boden vergraben wurden (Hortfunde!)
Naja, ich versteh im Grunde nicht, warum so viel Aufheben um die Dinger gemacht wird. Ohne bessere Erklärungen bleibts beim Rumraten. Warum nicht Schmuck, inspiriert von irgendwelchen gallo-römischen Vorstellungen über Misteln? Ist auch nicht schlechter als die meisten Erklärungen, und besser als manche. Ein Vorteil: Die angenommenen symbolischen Bezüge sind im Entwurf angelegt; die müssen den Käufer/Besitzer gar nicht mehr groß interessiert haben, der kann das Ding einfach nur schön oder interessant gefunden haben.