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Und auch nicht "oberhalb", sondern westlich des Harzes...Hmm, in gewissem Ausmaß hat der verstorbene Herr Friebe Recht gehabt! Die Römer waren oberhalb des Harzes anwesend! Zwar 200-300 Jahre später und nur auf Durchreise!
Marschrouten anhand von Münzfunden
Was du meinst ist aus dem von mir gemeinten Zusammenhang gerissen!
Hält diese Frage einer Kommutationsprobe stand?Aber welche Marschrouten sollen die Heere des Antoninus Pius (Caracalla) und Maximinus Thrax denn sonst genommen haben, wenn nicht die der Feldherren Drusus, Ahenobarbus sowie Tiberius aus der augusteischen Epoche?
Hedemünden ist in der Diskussion. Von Schnurbein und Baatz wird der Ort ja nicht als Römerlager gesehen, sondern als germanischer Opferplatz. Auch wenn ich persönlich eher zur Fraktion Grote (Römerlager) gehöre, wäre es, folgte man Schnurbein/Baatz eher die lokale Bevölkerung, die sich des Opferplatzes "erinnerte", als römische Heere, die nach 200 Jahren noch wussten, wo Drusus mal ein längst vergessene Römerlager errichtet hatteWaffenfunde,Schuhnägel etc. aus der Zeitenwende und des 3. Jh. aus dem Lager in Hedemünden oder vom Fundplatz an der Unstrut zeigen doch, dass man fast 240(!) Jahre später auf römischer Seite sich noch penibel daran erinnern konnte, wo die einstigen Lager und Fluss-Überquerungspunkte (Furten) sich befanden. Die Überschneidungen von Fundobjekten sind archäologisch fassbar!
Natürlich nicht.** Mir ging es vor allem darum, dass du insinuierst, dass die Truppen Caracallas oder Thrax' auf denselben Strecken marschiert seien, wie Drusus, Ahenobarbus, Tiberius.... Das mag sein, aber die Faktenlage dazu ist zu dünn.Natürlich wurden Trassen seit der Steinzeit immer wieder bis in die frühe Neuzeit begangen. Das zeigen ja auch die Funde. Es ist jedoch so, dass das militärische Equipment (augusteisch/tiberisch und frühes 3. Jh.) nicht auf allen Plätzen und Wegeführungen zu finden ist.
darauf scheint es nur mehr oder weniger spekulative Antworten zu geben. In diesem Sinn argumentieren Burmeister / Kaestner dafür, dass das römische Militär mehr und genauere geografische Kenntnisse hatte, als man den Quellen entnehmen kann:Haben nun die Römer im 3. Jhdt. Kenntnis von dem augusteischen Lager gehabt, wie du zu verstehen bist? Oder folgten sie einfach, genau wie ihre Kollegen +/-250 Jahre früher einer vorhandenen Trasse und - genau wie ihre Kollegen 250 Jahre zuvor - hielten es für besser, die Kreuzung des Weges mit der Weser zu besetzen?
zitiert aus Streitkräfte und Strategien. Roms militärische Reaktion auf die clades VarianaAufgrund ihrer Größe und organisatorischen Komplexität dürfte die römische Armee der Kaiserzeit ähnlich modernen Armeen Standards der Planung und Vorbereitung ihrer Operationen gehabt haben – militärische Handbücher wie das »De Munitionibus Castrorum« (siehe Gilliver 1993) untermauern diese Annahme. Jonathan Roth (2012, 279 f.) betont in seiner Studie zur römischen Kriegslogistik den z. T. erheblichen Planungsaufwand und mitunter langen Planungsvorlauf. Spontane Feldzüge sind kaum denkbar und wenn, wie im Fall des ersten Marser-Feldzuges 14 n. Chr., dann stand man hier sicherlich bereits in den Startlöchern für diesen oder einen ähnlichen Militärschlag. Es ist davon auszugehen, dass auch die Kommandeure am Rhein nach der Varusschlacht mit ihrem Beraterstab eine militärische Lagebeurteilung durchgeführt und ihre anstehenden Aktionen sorgsam geplant und vorbereitet haben. Sie hatten sicherlich detailliertere Informationen und Ortskenntnisse als in den letzten Abschnitten zusammengetragen; sie werden ihre Informanten gehabt haben, wenn vielleicht auch nicht aus dem Zentrum des Widerstands; und sie blickten auf eine langjährige Einsatzerfahrung in Germanien zurück. Man könnte wohl noch eine imperiale Arroganz und ›Barbaren‹-Abschätzigkeit unterstellen, doch spätestens mit den Erfahrungen aus dem Sommerfeldzug 15 n. Chr. dürften die Römer die Germanen als Gegner ernst genommen haben. Da wir keine verlässlichen Einblicke in die strategischen Vorgaben und taktischen Maßnahmen der römischen Militärführung haben, versuchen wir diese retrospektiv zu rekonstruieren und eine militärische Lagebeurteilung nachzuvollziehen. Auf der gegebenen Grundlage kann das weder zufriedenstellend funktionieren noch Quellen gestützte Ergebnisse liefern. Ziel ist es eher, einen heuristischen Prozess zu modellieren, mit dem es gelingen soll, die Forschungsprobleme schärfer zu konturieren (siehe Timpe 2008, 204), und den Horizont, über militärische Sachverhalte nachzudenken, zu erweitern.
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