Troja- Mythos und Realität

Dieses Thema im Forum "Antikes Griechenland" wurde erstellt von Hänsel, 16. Februar 2005.

  1. hyokkose

    hyokkose Gast

    Hinter die Hypothese, daß das Hethiterreich den "Seevölkern" zum Opfer fiel, ist zumindest ein sehr dickes Fragezeichen angebracht.
    Vor einiger Zeit hatten wir ja schon eine ausgiebige Seevölkerdiskussion:
    http://www.geschichtsforum.de/showthread.php?t=26

    Meine Ansichten dazu finden sich u. a. in folgenden Beiträgen:
    http://www.geschichtsforum.de/showpost.php?p=326&postcount=9
    http://www.geschichtsforum.de/showpost.php?p=43028&postcount=74
    http://www.geschichtsforum.de/showpost.php?p=43099&postcount=76
    http://www.geschichtsforum.de/showpost.php?p=44502&postcount=83

    Auch auf die Beiträge von Priamos und El Asrak möchte ich empfehlend hinweisen.


    * * *

    Nebenbei: Die Troja-Wilusa-Frage hatten wir hier schon einmal:
    http://www.geschichtsforum.de/showthread.php?t=135
     
  2. Ruhm und Ehre

    Ruhm und Ehre Gesperrt

    Em ich dachte Troja sei von den Griechen nach der Plünderung geschleift worden bis nicht mehr viel davon übrig war.Dazu hab ich übrigens mal ne Doku gesehen, da hat man eine große Ruine mitels Sateliten usw. entdeckt und hat dann gerätselt ob das wohl Troja gewesen sein könnte. Das war wirklich interessant, hat das vielleicht nochjemand gesehen?

    Aber nocheins, viele Menschen sagen ja immer das es bei dem Trojanischen Krieg einzig und allein um Helena ging-also um die liebe zwischen Paris und Helena, aber dem war doch nicht so oder irre ich da ? Nach meiner Meinung war das doch nur ein Vorwand- ein guter, aber dennoch nur ein Vorwand.

    Martin
     
  3. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    @ hyokkose

    Besten Dank für die informativen und interessanten Links zum Untergang des Hethiterreichs. Ich wusste bis dato nicht, dass einige Historiker die Behauptung bezweifeln, die Seevölker hätten das Reich der Hethiter zum Einsturz gebracht.

    Du vertrittst dabei die These einer Wechselwirkung von Bürgerkrieg und Seevölkerinvasion, was man gewiss gut vertreten kann. Dass die Seevölker aber eine zentrale Rolle bei der Vernichtung der Hethiter spielten, glaube ich schon. Besonders wenn man die durch Seevölker etwa zur gleichen Zeit vorgetragenen Invasionen im östlichen Mittelmeeraum betrachtet, wie Vernichtung der mykenischen Staatenwelt, Einbrüche auf Kreta und Zypern und schließlich die Schlacht zwischen Seevölkern und Ägyptern unter Ramses III. im Nildelta.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Juni 2005
  4. hyokkose

    hyokkose Gast

    Wobei eine noch eine gewisse Pointe darin sehe, daß es eine Seevölker-Invasion von außen ins Hethiterreich möglicherweise (!) gar nicht gegeben hat, sondern im Gegenteil der "Kern" der Seevölker aus dem Hethiterreich nach außen geströmt sein könnte.

    Doch dies weiter auszudiskutieren, dürfte an dieser Stelle müßig sein, zumal ich mir davon keine entscheidenden Aufschlüsse zur Troja-Frage erwarte.
     
  5. alenga

    alenga Mitglied

    Ich hab in eine Alexander Biografie von Robin Lane Fox gelesen, dass Alexander tatsächlich an die Stelle gereist sei an der man das Alte Troja annahm. Dort gab es nur eine unbedeutende Ansiedlung und einen Athene Tempel. Devotionalien aus dem mythischen Troja konnten die Bewohner aber sehr wohl herzeigen. So wird die Lyra des Paris genannt, die man Alexander schenken wollte, die dieser aber ablehnte. Stattdessen soll er sich ganz entkleidet und mit Öl gesalbt haben und nackt zum Grab des Achilles gelaufen sein und dort einen Kranz niederzulegen. Sein Gefährte Hephaistion soll dasselbe am Grabe des Patroklos getan haben. Damit soll wohl auch das erste Mal in der Laufbahn des Alexander der Name von Hephaistion erwähnt worden sein.

    Auf welche Primärquellen sich Fox hier bezieht, stellt er leider nicht heraus.
     
  6. Hänsel

    Hänsel Neues Mitglied

    Hängt denn das eine mit dem anderen so demaßen eng zusammen?? Kann troja nich geschleift worden sein und nachträglich eine Art Altar (Grab des Achilles z.b. ) errichtet worden sein? Der Begriff "Grab des Achilles " scheint für mich eher ein Denkmal zu bezeichen, weil wer kann nach einer Schlacht genau sagen wo wer gestorben ist, vorallem wenn die stadt "nur " ausgebrannt und geplündert, jedoch nicht geschleift wurde. Nach dem Aufkommen der homerischen Epen hat es sicher auch wahre Wallfahrten zu den letzten Ruhestätten der Helden gegeben (wie alexanders bsp zeigt) und so sind dann dort auch Heiligtümer oder wenigstens Altäre und Denkmäler entstanden. Vergleichbar wäre jetzt bei uns das Denkmal im Teutoburger Wald, oder das Grab von Gustav II Adolf von Schweden derr in der Schlacht bei Lützen viel. Auch dort wurden nun Gedänkstätten eingerichtet, warum sollten dies nich schon die alten griechen praktiziert haben ,die jaw wohl doch einen engeren Bezug zu ihrer Geschichte hatten als wir. Ich sehe bei den beiden Aussagen keine widersprüchlichen Aussagen....
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Juni 2005

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