US-Imperialismus in Lateinamerika

Dieses Thema im Forum "Die großen Kolonialreiche" wurde erstellt von Q-Dog, 25. März 2008.

  1. Hurvinek

    Hurvinek Gast

    Kolonien werden militärisch erworben. Alaska wurde schlicht per Vertrag vom Eigentümer verkauft.
    Wenn in einem "Wirtschaftsvertrag" die Abtretung Ostsibiriens an Deutschland festgeschrieben wird, dann halte ich die Russen für restlos plemplem.
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Ja? Wurde nicht z.B. die Insel Manhattan für ein paar Gulden gekauft? Und erwarb nicht auch William Penn (Pennsylvania) Land durch Güteraustausch mit den Indianern?* Es gibt noch weitere Beispiele für diese Art des Landerwerbs aus der Frühzeit der nordamerikanischen Besiedlung durch die Europäer. Die Kolonie ist erst mal vom Colonus, also vom 'Siedler' abgeleitet.

    *Edit: Es steht natürlich zur Debatte, ob den Indianern auch immer die Endgültigkeit dieser Transaktionen bewusst war.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. März 2008
  3. Köbis17

    Köbis17 Gast

    In Amerika des 19. Jh konnte man auch noch "Ländereien" käuflich erwerben, da sie ja angeblich niemanden gehörten oder leicht "verscherbelt" wurden, da sich bis dahin niemand interessierte. Und wenn das Land schon jemanden gehörte, dann wurde dieser nur akzeptiert, wenn er gleich gesinnt war, mit den neuen Siedlern. ( Hautfarbe, Glauben usw.)
    Somit konnte sich die USA ganz anders entwickeln, als die Staaten in Europa. Hier waren die Ländereien aufgeteit und konnten nur noch durch Kriege geändert werden und selbst die Koloien im fernen Ländern wurden militärisch Besetzt und selten gekauft....
     
  4. Tekker

    Tekker Gast

    Siehe die Postings meiner Vor- bzw. Nachredner. :fs:

    Das ist wohl kaum eine Antwort auf meine Frage. :motz:

    Ein imho sehr ärgerlicher Beitrag von dir! :S
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27. März 2008
  5. Köbis17

    Köbis17 Gast

    und noch ein´s:

    Das ist so nicht richtig, auch europäische Länder wie Frankreich oder Deutschland haben Kolonien durch Kauf oder Tausch erworben.
     
  6. Gandolf

    Gandolf Neues Mitglied

    Die Philippinen sind ein Beispiel für den ganz gewöhnlichen Kolonialismus der USA.

    Interessant ist an diesem Beispiel vor allem, dass sich die USA als Republik ehemaliger aufständischer Kolonialbewohner nicht mit der jungen philippinischen Republik, die aus den Auseinandersetzungen mit dem spanischen Kolonialherren hervorging, soldiarisierten sondern diese bekämpften und das Land für ein paar Jahre zu ihrer Kolonie machten.
     
  7. Repo

    Repo Neues Mitglied


    Und 1917 kauften die USA dann noch die bis dahin dänischen Jungferninseln
     
  8. Cisco

    Cisco Neues Mitglied

    Hans Ulrich Wehler, Der Aufstieg des amerikanischen Imperialismus, 431 Seiten
    ISBN-3-525-35736-2


    Gruß

    Cisco
     
  9. wufi

    wufi Gast

    Schon der Startschuss (für das Austreten der USA auf der Imperialen Weltbühne) von 1854 (Perrys Flotte vor Edo) zeigt, dass die Amis Imperialismus und Kolonialismus nicht wirklich anders als z.B. die Briten verstanden. ;)
     
  10. Hurvinek

    Hurvinek Gast

    Nun habt ihr ja sehr tiefgründig geschürft um wenigstens drei oder vier "überaus historisch bekannte" Beispiele für gekauftes Koloniegebiet aufgeschrieben habt.
     
  11. Gandolf

    Gandolf Neues Mitglied

    Die USA erwarben die Philippinen von Spanien im Friedensvertrag von Paris gegen die Zahlung von 20 Mio. US$. Sie mussten aber ihre Herrschaft erst noch im philippinisch-amerikanischen Krieg durchsetzen. Dieser Krieg soll lt. wiki unter der Zivilbevölkerung bis zu 1 Mio. Tote gefordert haben.
     
  12. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Der "direkte Imperialismus" ist aber für die USA doch eher als Ausnahme zu sehen.
    In der Regel sind die US-Amerikaner anders vorgegangen.

    Kuba z. b. wurde ja 1899 von der spanischen Kolonialherrschaft "befreit" und selbständiger Staat, aber so richtig unabhängig wurde es viel später.

    Der Panama-Kanal! Wollten die Amis bauen.. Gehörte zu Kolumbien jene Weltgegend. Haben die Kolumbianer bißchen blöd getan. Da mussten sich die Panamesen rasch mal von der "kolumbianischen Fremdherrschaft" befreien. Gab es plötzlich einen freien und selbständigen Staat Panama. Dessen Schutz gegen die vielen bösen Feinde natürlich die US-Amerikaner übernahmen. Der Kanalbau konnte beginnen.

    Es wird aber der Beispiele noch etliche geben.
     
  13. Köbis17

    Köbis17 Gast

    Bravo repo,

    du hast es auf den Punkt gebracht. Früher wie auch heute noch, kommt die USA, wenn sie ein Gebiet beanspruchen möchte, damit, es zu befreien um es dann zu beschützen. Das klingt nach, Schutzgelderp.....:still:
     
  14. Repo

    Repo Neues Mitglied


    Das Wort vom Dollar-Imperialismus hat ja Molotow in Verbindung mit dem ERP-Programm geprägt. Aber zu Lateinamerika und den US-Aktivitäten dort passt es besser.

    Aber der Molotow und sein Chef Stalin hätten ja eigentlich die Klappe halten können, die hatten genug Dreck am Stecken.
     
  15. Hurvinek

    Hurvinek Gast

    Man nennt das Kanonenbootpolitik.
     

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