Varusschlacht In Duisburg Ruhr

Apvar, Vetera II ist was für Taucher, und was hat die cut damit zu tun?Aber ok, so ganz folgen kann ich nicht. Liegt aber nichtdaran.
 
Hessen war wohl ungenauer als südliches NRW. Da wir aber die genauen Siedlungsgebiete der Chatten nicht kennen, könnten Angriffe auf Asprenas wohl auch ab südliches NRW oder westliches Hessen stattgefunden haben:D
Ich versichere Dir, dass im südlichen Westfalen (da wo ich wohne) Asprenas nicht bedrängt wurde, die Gegend war 9 n. Chr. fast verlassen, Folge einer Wirtschaftskrise mit nachfolgender Entvölkerung, und archäologisch für diese Zeit fast fundleer. Auch wenn ein (späterer) Feldzug von Köln, Bonn oder Mainz aus, in Richtung Chatten oder Marser, durch diese Region hindurch, von der günstigen Topographie her nicht auszuschließen ist.

Das westliche Hessen: Bis auf ein paar Schleuderbleie aus Sinn im LDK ist mir nichts bekannt, und die Bevölkerung entlang der Lahn war den Römern gut gesonnen und dürfte von den wirtschaftlichen Aktivitäten der Römer profitiert haben. Und viel weiter westlich als Wiesbaden geht Hessen nicht...
 
Ich hatte auf einen Beitrag von Dekumatland geantwortet(Wikipedia), dieser Artikel sprach von Asprenas auf der Flucht. Da ich das nicht glauben konnte, habe ich geschrieben......dann müßten ja auch in Hessen(südliches Westfalen)Aufstände gewesen sein, wenn Asprenas schon geflohen ist.Das hat ElQuijote korrigiert, ganz in meinem Sinne.
Wäre Asprenas wirklich geflohen, dann hätten Aufstände in Hessen oder südlichem Westfalen die Ursache sein können.
Ich versichere Dir, dass im südlichen Westfalen (da wo ich wohne) Asprenas nicht bedrängt wurde, die Gegend war 9 n. Chr. fast verlassen, Folge einer Wirtschaftskrise mit nachfolgender Entvölkerung, und archäologisch für diese Zeit fast fundleer. Auch wenn ein (späterer) Feldzug von Köln, Bonn oder Mainz aus, in Richtung Chatten oder Marser, durch diese Region hindurch, von der günstigen Topographie her nicht auszuschließen ist.

Das westliche Hessen: Bis auf ein paar Schleuderbleie aus Sinn im LDK ist mir nichts bekannt, und die Bevölkerung entlang der Lahn war den Römern gut gesonnen und dürfte von den wirtschaftlichen Aktivitäten der Römer profitiert haben. Und viel weiter westlich als Wiesbaden geht Hessen nicht...
Also mir etwas versichern, ist ja ganz gut.Vor allem wenn es gratis ist.
 
Alsum war meine Lösung für Aliso, aber es kann selbstverständlich auch woanders sein.


Nochmal zu Alsum: ehemals ein Fischerdorf, dann zur Stadt Hamborn eingemeindet, dann mit Eingemeindung von Hamborn zu Duisburg gehörig, mittlerweile ein Stadtteil wurde es aufgrund von Kriegsschäden, Bergsenkungen und aufgrund der Ausdehnung der Industrie in den 1960er Jahren aufgegeben.

Erstmalige Erwähnung war lt. Wiki: 1139 wurde Alsum (Urlouchem)[4] erstmals urkundlich erwähnt.


Wie sich dann Urlouchem zu Alsum gewandelt hat, ist eine andere Frage.

So sehr mich (alleine schon aus Lokalpatriotismus;)) eine Verlegung der Varusschlacht nach Duisburg freuen würde, muß ich aber sagen: hier paßt es nicht. Wie sind nicht an der Lippe, wir wären an Ruhr bzw. Emscher und unmittelbar am Rhein, wo viele römische Truppen waren. Aliso war ja schon einiges vom Rhein entfernt. Das paßt nicht zur Überlieferung, und wo sollte hier ein nennenswerter Saltus sein? Die einzigen nennenswerten Berge, Hügel hier sind doch die Halden oder Schutthügel aus dem 2. Weltkrieg. Vielleicht noch der Kaiserberg, aber ein Waldgebirge kann man den schlecht nennen.
 
Ich denke, dass Asprenas in Neuss stationiert war:

Asprenas befehligte, als Legat seines Onkels Varus, ab dem Jahr 7 n. Chr. die Legionen Legio I und Legio V Alaudae.

Novaesium Lager B war ein 2-Legionen-Lager, das in dieser Form schon von
12/9 v. Chr. bis 14 n. Chr. bestand.

Der Flottenstützpunkt Alteburg der Classis germanica bestand ja noch nicht.



Die Legio V Alaudae war in Neuss stationiert, erst ab 14 n. Chr. in Xanten.

Die Legio I war ab 16 v. Chr. in Mainz stationiert, nahm 6 n. Chr. am Feldzug gegen Marbod teil, war spätestens 14 n. Chr. in apud aram agrippensum stationiert.


Übrigens, zur Legio I Augusta: wenn ihr doch 19 v. Chr. der Beiname "Augusta" entzogen war, ist dann die ohnehin schon fragliche Lesung der Ritzung des in Kalkriese gefundenen Mundblechs als "LPA" nicht erst recht als irrig zu betrachten?
Es sei denn, dieses Mundblech wäre gebraucht von einem Legionär erworben und vom zweiten oder dritten Besitzer in Kalkriese verloren worden.



Und natürlich war die Lippe nicht nur mit Prahmen, sondern auch mit größeren Flußschiffen befahrbar. Gerade die Kontrollfahrten auf den rechtsrheinischen Flüssen erfolgten mit verteidigungsfähigen Schiffen.

Ein Eingreifen der römischen Truppen per Schiff sowohl an der Ruhr als auch an der Lippe war m.E. im Jahre 9 n. Chr. jederzeit möglich, sobald man von der akuten Gefährdung wusste.

Vor allem wäre es nicht möglich gewesen, dass die Truppen des Varus quasi unbemerkt in Duisburg untergegangen wären.


Es gibt aber in ganz Hessen keinen Hinweis auf Kämpfe im Rahmen der Clades Variana. Etwas anderes ist, dass die erste Strafaktion des Germanicus 14 n. Chr. gegen die Chatten geführt wurde.
Zwei Anmerkungen dazu:

Anmerkung 1:
Dr. Bettina Tremmel vom LWL hat in einem Zeitungsartikel die geographische Bedeutung von Haltern erläutert. Die Lippe war zur Römerzeit bis Haltern schiffbar. Bedeutet, die Römer konnten vom Rhein mit ihren uns bekannten Patrouillenbooten bis Haltern fahren. Weiter oberhalb ist die Lippe durch Stromschnellen nicht mehr für Rheinschiffe befahrbar. Daher war die Schiffslände von Haltern als Stapelplatz entstanden. Von dort wurde Nachschub für Orte oberhalb der Lippe auf Prahme umgeladen und diese dann getreidelt.

Anmerkung 2:
Die Legionen des Asprenas lassen sich vermuten, aber nicht beweisen. In Mogontiacum ist für die augusteische Zeit ab Drusus das römische Kastell auf dem Kästrich archäologisch nachgewiesen. Moguntiacum war ein Zweilegionenlager. Novaesium war ein Zweilegionenlager. Vetera war ein Zweilegionenlager. Haltern hatte in seiner Endphase nicht mehr genug Platz für eine ganze Legion. Das Oppidum Ubiorum hatte als Verwaltungssitz sicherlich ebenfalls Legionäre. Gefühlt würde ich sagen, dass wir in den römischen Standlagern Platz für 7 Legionen haben, beim Varusereignis tauchen aber nur 5 auf.

Verständnisfrage?
Weiß man eigentlich belastbar, welches Gebiet dem Varus 9 uZ unterstellt war? Gehörten dazu auch Gebiete, welche man klassisch als Gallien einordnet? Also Lugdunum, das Treverergebiet? Oder ist zum Beispiel für Lugdunum ein anderer "Provinzchef" bekannt? Konnte man dann leicht Truppen aus dem inneren Gallien nach der Varusschlacht an den Rhein verschieben?
 
Gallia Belgica und Gallia Lugdunensis waren zwei verschiedene Provinzen. Die Rheingrenze war ein Militärbezirk (exercitus), der jeweilige Oberkommandierende war keinem der Statthalter untergeordnet. Der Statthalter war für die zivile Finanzverwaltung zuständig, er war aber nicht der Vorgesetzte des Varus.
 
Gallia Belgica und Gallia Lugdunensis waren zwei verschiedene Provinzen. Die Rheingrenze war ein Militärbezirk (exercitus), der jeweilige Oberkommandierende war keinem der Statthalter untergeordnet. Der Statthalter war für die zivile Finanzverwaltung zuständig, er war aber nicht der Vorgesetzte des Varus.
Vermutlihabe ich mich falsch ausgedrückt. Ich habe nur gelesen irgendwo, daß ein Römer für Gallien und gleichzeitig Germanien zuständig war.
Ich meinte C. Silius
 
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