Vergleich Ägyptischen/mexikanischen/chinesischen Pyramiden

Dieses Thema im Forum "Lateinamerika | Altamerikanische Kulturen" wurde erstellt von Backup, 18. März 2004.

  1. Rurik

    Rurik Aktives Mitglied

    2600 v. Chr. gab es bereits in Peru die älteste Kultur Amerikas. Im Wüstental Rio Supe an der Pazifikküste entstand die Stadt Caral. Schon zu dieser Zeit wurden pyramidenförmige Tempel gebaut, allerdings waren es Aufschüttungen aus Erdreich. Die Häuser bestanden aus Lehm. Äcker wurden künstlich bewässert und es wurden Überreste von Früchten gefunden, die einen Handel mit dem Amazonasgebiet und Mittelamerika vermuten lassen. Es gab jedoch keine Keramik. In dem Gebiet waren aber Kürbisse sehr verbreitet, weshalb es wohl keinen Mangel an Gefäßen gab.
    Es gabt aber auch andere Kulturen, die der der Inkas vorausgingen. Die Inkas haben da eher schon auf eine lange Kulturgeschichte zurückgreifen können. Am Titicaca-See waren es die Yaya-Mama und später die Tiahuanaco.
    Einen straff organisierten Staat schafften schon die Huari von 500 bis 1000 n. Chr. an der Pazifikküste Perus. Um 1000 wurde die Hauptstadt Huari aufgegeben und der Staat zerfiel.
     
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  2. Zananga

    Zananga Aktives Mitglied

    Laut das Holländische Wikipedia soll es 2007 eine DNA-Untersuchung von Hühnerknochen gegeben haben, die anscheinend darauf hinweist das es kontakte zwischen die Polynesiern und den Südamerikanern im heutigen Chile gegeben haben sollte. Die Polynesier sollten das Huhn mindestens Hundert Jahren vor Kolumbus nach Amerika gebracht haben. Auserdem sollten schon vorher die Verbreitung der Süßkartoffel und die Bauweise von Kanus darauf hingewiesen haben.

    Weiß jemand mehr davon? Was soll ich davon halten?
     
  3. Rurik

    Rurik Aktives Mitglied

    Mir fällt leider nur eine weitere Frage ein. Warum hatten die Inkas keine hochseetüchtigen Boote wie die Polynesier, wenn diese dort landeten und sogar ihr Geflügel verbreiteten? Eine Antwort wäre, es gab kein Bedarf, die hohe See zu befahren. Kann ich mir aber irgendwie nicht vorstellen, da der Mensch ja immer neugierig ist.
     
  4. Liborius

    Liborius Aktives Mitglied

    Die Inka hatten offenbar hochseetüchtige Boote. Im TV gab es eine Dokumentation über einen Inka (also einen Fürsten), der nach Polynesien gesegelt ist und auch wieder zurück.
    3sat.online
    PHOENIX - Terra X - Odyssee zur Osterinsel
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Juni 2009
  5. rena8

    rena8 Aktives Mitglied

    Möglich ist vieles, die Polynesier waren mutige Seefahrer und die letzten 4000 Kilometer von den Osterinseln bis zur südamerikanischen Küsten könnten sie auch noch geschafft haben, wenn man bedenkt, wie groß die Entfernungen zwischen den pazifischen Inseln sind. Datei:OsterInsel.png ? Wikipedia

    Die Knollen der Süßkartoffel, die übrigens nur sehr entfernt mit der richtigen Kartoffel verwandt ist, könnten es auch auf andere Weise auf die polynesischen Inseln geschafft haben. wissenschaft.de - Wenn Süßkartoffeln eine Reise tun

    Wenn es Kontakte gab, waren diese vielleicht eher von der wenig Spuren hinterlassenden Art, wie bei den Besuchen der Wikinger aus Grönland an der nordamerikanischen Küste. Denn ansonsten wäre der Austausch der Kulturen nachhaltiger gewesen und von der breiten Anbaupalette der Amerikaner wären weitere Pflanzen nach Polynesien mitgenommen worden oder umgekehrt.
     
  6. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Zuletzt bearbeitet: 14. Juni 2009
  7. querdenkerSZ2

    querdenkerSZ2 Aktives Mitglied

  8. rena8

    rena8 Aktives Mitglied

    Diese genetische Nähe deckt sich doch gut mit der Küstenwanderung entlang der ostasiatischen / westamerikanischen Küste, die neben der Beringia-Landverbindung angenommen wird.
    Interessant wäre dabei der Zeitpunkt, vielleicht läßt die Nähe der Ainu zu den Andenvölkern darauf schließen, das diese Wanderung vor oder während der letzten Eiszeit stattfand. Nordamerika war stark vergletschert, so dass die Küstenwanderer weiter nach Süden fuhren.
     
  9. zaphodB.

    zaphodB. Premiummitglied

    .
    Na ja,so entfernt ist die Verwandtschaft nun auch wieder nicht.
    Das Problem bei der Verbreitung durch Meeresströmungen dürfte allerdings darin liegen, daß bei wochenlangem Treiben im Salzwasser zumindest die Keimfähigkeit verloren geht, wenn das Teil nicht ohnehin verfault ist bis es auf den Osterinseln ankommt.
    Eine solche "Seereise" überstehen nur wenige Pflanzen wie z.B. Kokosnüsse unbeschadet.
     

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