Waren die Serben vor den Albanern auf den Kosovo??

Dieses Thema im Forum "Südeuropa | Mittelmeerraum" wurde erstellt von Milan, 11. Mai 2010.

  1. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Ich ganz sicher nicht. Ich kenne Dich doch gar nicht. Die Frage "Werden wir emotional?" war ja Deine Frage. Ob Du emotional wirst, kannst nur Du beantworten.

    Was Pokorny über das "Illyrische" schreibt, ist seit 60 Jahren überholt.
    In anderem Zusammenhang habe ich letzte Woche einen Beitrag geschrieben: Ortsnamenkunde

    Da bist Du nicht ganz richtig informiert. Die Gallier sprachen eine keltische Sprache.

    Das Albanische ist allerdings auch stark durch das Lateinische beeinflusst worden.
    "Reine Sprachen" gibt es in Europa ebensowenig wie "reine Völker".

    Was ich gerne lese, sind Sachen wie z. B.:
    https://www.google.de/url?sa=t&rct=...n/index.html&usg=AOvVaw0Ebxhu3j5tZopp6tE_LqFN
     
  2. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Sorry, aber mit solch einem Spruch outet sich auch dieser Autor als linguistischer Naivling.

    Wahrscheinlich hat er auf anderen Fachgebieten etwas zu sagen, aber mit Sprachwissenschaft hat er nichts am Hut.
     
  3. illyriandodona

    illyriandodona Mitglied

    na das ist ja interessant. Die Kelten waren ein alteuropäischer Stamm, genau wie die Teutonen. Kein eigenständiges Volk. Nur weil sich die damaligen großen Stämme namentlich unterschieden, muss das auch auf ihre Sprache zutreffen? Sie unterschieden sich vom Dialekt her, mehr aber auch nicht.

    die künstlichen Grenzen die heute existieren, trennen uns keineswegs ethnisch.


    Aber ich merke schon, hier trifft gerade Alteuropa auf Indoeuropa.


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  4. illyriandodona

    illyriandodona Mitglied

    Und was heißt Fara (Phara) stattdessen? Dieser „Naivling“ scheint Ägypten nicht ganz so griechisch zu sehen wie man annehmen sollte. Er geht eben davon aus, dass die Albanische Sprache nun einmal archaischer ist als die griechische, die ja angeblich maßgeblichen Einfluss auf Ägypten und Vice versa gehabt haben soll.

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  5. illyriandodona

    illyriandodona Mitglied

  6. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Auch das ist nicht richtig.

    Es gab Dutzende keltischer Stämme, und es ist durchaus nicht klar, welche Stämme aus welchen Gründen zu den "Kelten" gezählt wurden und welche nicht.

    Ganz ähnlich war es mit den Illyrern. Das Etikett "Illyrisch" wurde für verschiedene Stämme verwendet, von denen man noch weniger als bei den Kelten weiß, inwieweit sie überhaupt zusammengehören.

    Während man im Fall der Kelten immerhin einige Inschriften kennt (bitte anklicken), sieht es mit illyrischen Sprachzeugnissen ganz mau aus.


    Du meinst Pharao:
    Bitte sehr:
    pr ꜥꜣ - Wiktionary

    Sag ich ja. Der Mann hat leider sehr wenig Ahnung von Sprachwissenschaft.

    Vielleicht sollten wir uns darauf konzentrieren, zu archäologischen Fragen Artikel von Archäologen heranzuziehen, zu historischen Fragen Artikel von Historikern, zu genetischen Fragen Artikel von Genetikern usw.?
     
  7. illyriandodona

    illyriandodona Mitglied

    Und du hast die Ahnung ? Ich muss es hier wohl mit einem hochangesehen namhaften Wissenschaftler zu tun haben.
     
  8. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    Hm, der Pharaoh als Kehrschaufel, um die Feinde zu entsorgen? Oder was soll das jetzt?

    (kränkelnder Neugieriger im Bestreben, das Gemeinte zu verstehen)
     
  9. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Äh... Also unser modernsprachliches Wort Pharao ist die Gräkisierung des ägyptischen Wortes, kein ägyptisches Wort. Es hat mit Saat nichts zu tun. Dein Herr Farkas (wer auch immer das ist) arbeitet hier also nicht mit dem ägyptischen Originalwort, sondern mit der phonetischen Ähnlichkeit des shqipetarischen Wortes für Saat und dem gräkisierten ägyptischen Etymon (dessen Bedeutung im Übrigen 'hohes Haus' ist). In der hebräischen Bibel wird der Pharao Par'o genannt. Da hatten die Griechen noch keinen Einfluss auf Ägypten.
     
  10. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Nein, aber ich habe immerhin ein wenig Ahnung von dem Gebiet.
    Wenn Du Dich auch ein wenig einlesen willst, empfehle ich Dir
    Publikationen - Albanologie - LMU München
    (Hab natürlich nicht alles gelesen, aber immerhin einen interessanten Aufsatz oben verlinkt, hast Du schon reingeschaut?)

    Oder als allgemeine Einführung:
    https://www.albanologie.uni-muenche...matzinger_nov_2016/muenchen_2_ethnogenese.pdf
    https://www.albanologie.uni-muenche...inger_nov_2016/matzinger-mu_nchen30112016.pdf
     
  11. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

  12. illyriandodona

    illyriandodona Mitglied

    Welche Feinde? Dass Serben sich überhaupt trauen mitreden zu wollen, wenn es um vorchristliche Angelegenheiten geht, ist schon bemerkenswert.
    Aber wer weiß, vielleicht werden sich die Türken irgendwann auch durchsetzen und den Kölner Dom für sich beanspruchen. Im neuen Europa ist alles möglich. o_O


    Und das Pelasgische Element im alten Ägypten mit dem alten Europa, und neuerdings (so neu ist diese nicht) in Verbindung zu bringen mit den Albanern, ist angesichts neuen Wissens durchaus passend. Oder gibt es gleich auch etwas gegen Harald Haarmann auszusetzen?
     
  13. illyriandodona

    illyriandodona Mitglied


    Leider bin ich in meiner Recherchearbeit schon viel weiter. Ein großes Lob an der Stelle an die Albanologen da draußen, aber leider reicht der Name „Albaner“ nicht aus, um das Volk der Shqipetaren zu definieren. Wir wollen diese Natives nicht auf ein Gebiet reduzieren, das nur einen - oder zwei Stämme repräsentiert. Der Name Shqiptar, repräsentiert noch viele andere alte Stämme, die hier außer acht gelassen werden.
     
  14. illyriandodona

    illyriandodona Mitglied

    das stimmt die Griechen hatten noch nie Einfluss. Es geht hierbei ja auch nicht um Griechen sondern um Pelasger.
     
  15. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Sofern Haarmann linguistisch sauber argumentiert, immer her mit den Belegen. Von Sprachwissenschaft sollte er ja immerhin etwas verstehen.

    (Leider dilettiert Herr Haarmann auch gern mal auf anderen Gebieten, z. B. auf dem Gebiet der Prähistorik.)

    Was Du bisher auf dem Gebiet der Sprachwissenschaft geliefert hast, sind
    a) Thesen, die seit Jahrzehnten überholt sind
    b) Thesen von Leuten, die sich auf dem Gebiet gar nicht auskennen.

    Von daher habe ich den Eindruck, dass Du beim Recherchieren einige grundlegende Dinge übersehen hast.
     
  16. illyriandodona

    illyriandodona Mitglied

    Ich will nicht unhöflich sein, aber das Basiswissen sollten wir uns langsam wirklich wieder aneignen. Die Zeit der Kolonialherrschaften ist ja nun Gott sei Dank vorüber und deren Traum vom Griechenmythos müsste mal wirklich aus unserem Schulsystem gestrichen werden.

    Ein paar Basics über unseren Kontinent sind unbedingt notwendig um mitreden zu wollen.
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    Natur und Museum Bericht über die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft Natur und Museum
     
  17. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Warum zitierst Du dann Uralttexte von anno 1895?
    Und was haben Ansichten eines Zoologen von anno 1895 in einer geschichtlichen Diskussion zu suchen?
     
  18. illyriandodona

    illyriandodona Mitglied

    Sforza hat 9 Jahre an seiner Studie gearbeitet. Du bist ja echt respektlos. Seine Arbeit nicht würdigen finde ich sehr anmaßend und arrogant.

    Um die anderen Autoren zu falsifizieren bedarf es erst einmal einen Einblick in deren Literaturverzeichnis zu wagen. Auf wen berufen sich Farkas und co. denn? Weißt du das? Oder muss jeder Forscher erst einmal alle Disziplinen studiert haben, um interdisziplinär arbeiten zu dürfen?
     
  19. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Nun, du hattest dich so auf die Griechische fixiert:

    Da ist zum einen schon mal die falsche Annahme drin, dass man das Altägyptische irgendwie als Griechisch beeinflusst sähe. Das wäre vor dem 4. Jhdt. - und da ist die ägyptische Geschichte als eigenständige Geschichte im Sinne des vorislamsichen Ägypten längst vorbei - Blödsinn.
    Der zweite Fehler, der in diesem Beitrag steckt, ist, dass er archaischer mit älter verwechselt. Archaischer ist eher konservativer. Also eine Sprache oder ein Dialekt, der sich archaischer verhält als eine andere, ist nicht älter sondern eher veränderungsresistenter. Veränderungsresistent sind aber vor allem Sprachen mit kleinen Sprechergemeinschaften. Je kleiner die Sprechergemeinschaft, desto unwahrscheinlicher, dass es eine sprachliche Evolution gibt, je größer die Sprechergemeinschaft, desto wahrscheinlicher ist, dass die Sprache eine Evolution erfährt. Sprich: je mehr du auf das Archaische im Albanischen bestehst, je konservativer du das Albanische darstellst, desto mehr stehst du zu der gleichzeitig geäußerten These im Widerspruch, dass das Illyrische eine bedeutsame Sprache gewesen wäre, die Einfluss auf alle anderen Sprachen vom indischen Sanskrit bis zum westeuropäischen Portugiesisch gehabt hätte.​
     
    flavius-sterius gefällt das.
  20. illyriandodona

    illyriandodona Mitglied

    Ich zitiere gerne Literatur, die vor der slawischen Propaganda im Umlauf war. Stört dich alte Literatur? Das klingt sehr unwissenschaftlich.
     

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