Es gibt Amateur-Filmaufnahmen von einem Dachauer Filmclub, der sich bei einem Betriebsausflug mit Gänse-Essen im KZ Dachau filmte.
So verrückt es vielleicht auch klingen mag, einige KZs veranstalteten sogar so etwas wie einen Tag der offenen Tür. Jeder in D wusste, dass es KZs gab, auch dass das nichts Gutes, etwas Schreckliches war, etwas mit dem man die Bevölkerung einschüchterte, es wurden Leute verhaftet, inhaftiert oft ohne Urteil, man wusste nie, wann oder ob man den Inhaftierten wiedersehen würde, andererseits versuchte man aber auch den Eindruck zu erwecken, dass es alles halb so schlimm war.
Viele Inhaftierte kamen auch wieder frei, mancher nach einigen Wochen, andere erst nach Monaten. Solange sie sich politisch ruhig verhielten, solange sie nicht zu Personengruppen gehörten, die als "rassisch minderwertig" oder "asozial" stigmatisiert waren, konnten ehemalige Sozis und Kommunisten auch wieder Teil der "Volksgemeinschaft" werden. Streicher hatte den Spleen, dass er jedes Jahr einen Sozi oder Kommunisten zu Weihnachten freiließ und beschenkte.