Wo kann das Bernsteinzimmer versteckt sein?


Auch der DDR-Staatssicherheitsdienst interessierte sich für den Verbleib des Bernsteinzimmers. Unter der Leitung von Stasi-Oberstleutnant Paul Enke trug man unter dem Decknamen „Puschkin“ in fünfzehn Jahren rund 10 000 Aktenseiten zusammen. Enke wies nach, dass die Kunstsammlung Koch am 9. Februar 1945 von Königsberg kommend in Weimar eingetroffen war. Ein Teil der Fracht wurde in Weimar eingelagert, ein anderer in einem Schloss bei Gotha. Im April sei der größte Teil der Lieferung wieder aus Weimar abtransportiert worden. Laut Stasi-Akten soll es Zeugen gegeben haben, die sagten, dass in einigen der Kisten Bernsteinplatten gesehen worden sind. In der Koch-Sammlung, die nicht mehr aus Weimar abtransportiert werden konnte, weil am 12. April 1945 die Amerikaner einmarschierten, befanden sich unter anderem viele mit Bernstein verzierte Armleuchter.
Paul Enke hat seine Erfahrungen im "Bernsteinzimmer-Report" niedergeschrieben. Das Buch ist ordentlich recherchiert.
Es gab auch um das Jahr 2000 herum einen zweiteiligen langen Beitrag im Spiegel dazu. Mich persönlich interessiert mehr die Suche im Erzgebirge und im Vorland.
 
Es gab auch um das Jahr 2000 herum einen zweiteiligen langen Beitrag im Spiegel dazu.

Den gibt es online:
 
Man kann sich eigentlich auf drei, ich sage einmal, sicheren Fakten stützen:

1. Das Bernsteinzimmer wurde im Herbst 1941 von der Wehrmacht in Puschkin demontiert und nach Königsberg gebracht.

2. Das Bernsteinzimmer wurde im Königsberger Schloss wieder aufgebaut und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 1944 wurde es wieder abgebaut, in Kisten gepackt und schaffte es in die, als bombensicher geltenden Kellergewölben des Schlosses.

3. Das Königsberger Schloss wurde durch britischen Luftangriffe und bei der Eroberung durch die Rote Armee 1944/45 zerstört.

Müsste soweit stimmen.

Nun kann man aus diesen o.g. Fakten eigentlich vier Theorien ableiten.
1. Das Bernsteinzimmer wurde im Königsberger Schloss bei einem Luftangriff oder bei den Kämpfen zerstört.
2. Das Bernsteinzimmer wurde nicht zerstört, befindet sich aber noch in den Gewölben des inzwischen gesprengten Schlosses.
3. Das Bernsteinzimmer hat Königsberg verlassen und wurde irgendwo im damaligen Reichsgebiet versteckt.
4. Das Bernsteinzimme wurde aus Königsberg fortgebracht und unterwegs zerstört.
Möglichkeit 5 wäre vermutlich noch, dass die Kisten beim Wegbringen auseinandergerissen wurden. Das könnte erklären, weshalb einzelne Stücke später auf dem Kunstmarkt auftauchten. Ein Wehrmachtsoffizier oder Parteifunktionär hätte sich eine solche Kiste im allgemeinen Durcheinander des Zusammenbruchs aneignen können, während andere Teile des Bernsteinzimmers vielleicht wirklich verbrannt wären.
 
6. Theorie
US Truppen haben das Bernsteinzimmer gefunden und in die USA gebracht!
Auch das könnte das Auftauchen vereinzelter Stücke erklären.

Wie an anderer Stelle schon angemerkt, hätten die Russen das bernsteinzimmer nach den Auffinen nicht versteckt!
 
6. Theorie
US Truppen haben das Bernsteinzimmer gefunden und in die USA gebracht!
Auch das könnte das Auftauchen vereinzelter Stücke erklären.

Wie an anderer Stelle schon angemerkt, hätten die Russen das bernsteinzimmer nach den Auffinen nicht versteckt!
Nein, das ist historisch und geografisch extrem unwahrscheinlich und gilt in der Fachwelt als ausgeschlossen.
Der letzte nachweisbare Aufenthaltsort des Bernsteinzimmers war das Königsberger Schloss in Ostpreußen. Einzelne Fragmente – wie ein originales Florentiner Mosaik – tauchten in den 1990er Jahren tatsächlich in Deutschland auf (ein Wehrmachtssoldat hatte es damals illegal eingesteckt) und wurden an Russland zurückgegeben. Anders gefragt, wo sollen die US Truppen das Bernsteinzimmer gefunden haben?
 
Hier ist die historisch dokumentierte Übersicht darüber, wo und von wem das originale Bernsteinzimmer zuletzt nachweisbar gesehen wurde:

Der letzte Ort

Das Bernsteinzimmer wurde zuletzt im Königsberger Schloss (Ostpreußen), dem heutigen Kaliningrad, gesehen.
  • Zuletzt aufgebaut: Bis August 1944 war es im dortigen Schlossmuseum öffentlich ausgestellt.
  • Zuletzt verpackt: Nach schweren britischen Luftangriffen Ende August 1944 wurde das Zimmer demontiert, in 27 Holzkisten verpackt und im tiefen Ordenskeller des Schlosses eingelagert.

Die letzten Zeugen

Es gibt zwei Personen bzw. Gruppen, die das Zimmer am Ende des Krieges nachweislich als Letzte sahen:
  • Dr. Alfred Rohde (Museumsdirektor)
    Er war der Leiter der Kunstsammlungen im Königsberger Schloss und der absolute Experte vor Ort. Er überwachte sowohl den Aufbau als auch das spätere Einpacken des Zimmers in die Kisten. Er sah die Kisten definitiv noch im Januar/Februar 1945 im Schlosskeller. Da er im Dezember 1945 in Königsberg an Typhus starb, nahm er das finale Wissen über den Verbleib mit ins Grab. [3, 4, 5, 6]
  • Ein deutsches Wehrmachtskommando (Februar/März 1945)
    Es gibt Berichte, dass Soldaten oder Schlosshüter die Kisten kurz vor dem finalen Sturm der Roten Armee im Frühjahr 1945 noch im Keller lagern sahen. Ob sie danach im Keller eingemauert, abtransportiert oder durch Granatbeschuss zerstört wurden, ist der Moment, an dem die Spur abreißt.

Die ersten Ermittler vor Ort (April 1945)

Als die sowjetische Rote Armee Königsberg am 9. April 1945 endgültig einnahm, war das Zimmer unauffindbar.
Kurz darauf schickte Moskau den sowjetischen Kunstexperten Professor Alexander Brjussow nach Königsberg. Er untersuchte die Ruinen des ausgebrannten Schlosses. Seine Entdeckung im Schutt des Rittersaals gilt als der letzte physikalische Nachweis: Er fand Aschespuren und die verbrannten Reste von drei Florentiner Mosaiken sowie Scharniere, die eindeutig zum Bernsteinzimmer gehörten.
Zusammenfassung: Die absolut letzten Zeugen waren der deutsche Museumsdirektor Alfred Rohde und deutsche Soldaten im Frühjahr 1945 im Keller des Königsberger Schlosses. Danach verliert sich jede Spur.
 
Nein, das ist historisch und geografisch extrem unwahrscheinlich und gilt in der Fachwelt als ausgeschlossen.
Der letzte nachweisbare Aufenthaltsort des Bernsteinzimmers war das Königsberger Schloss in Ostpreußen. Einzelne Fragmente – wie ein originales Florentiner Mosaik – tauchten in den 1990er Jahren tatsächlich in Deutschland auf (ein Wehrmachtssoldat hatte es damals illegal eingesteckt) und wurden an Russland zurückgegeben. Anders gefragt, wo sollen die US Truppen das Bernsteinzimmer gefunden haben?
Es ist eine Möglichkeit! Eine von viel unwahrscheinlichen Varianten!
Vom Königsberger Schloss könnte es überall hin entfleucht sein. Thüringen ist ja auch oft genannt worden.
Ist nicht meine favorisierte Version, sondern nur eine weitere unter vielen, die man nicht außer Acht lassen kann.
 
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