Reinecke
Aktives Mitglied
Ich sag nicht, dass das für die Römer keine bedrohliche Situation war. Nur war es noch nicht so schlimm, dass die Römer sich einzeln der Germanen erwehren mussten.
Aber die Details hängen von so vielen Momenten ab, die halt unklar sind. Waren die Germanen mehr oder weniger als die Römer?Wie zentralisiert war die Kommandostruktur der Germanen? Wie genau kannten die Germanen die rrömischen Pläne? Wie stark war die römische Reiterei, und wie stark die germanische? Davon hängt ab, wie erfolgversprechend der Rückzug zu Fuß ist. Wie offen war das Gelände? Dichter Wald und viel Unterholz machen die Verfolgung schwieriger, besonders für Reiter. Waren germanische Hilfstruppen übergelaufen, und hatten diese eine wichtige Rolle in Varus Armee, die dann nicht besetzt war?
Eine genaue Rekontruktion würde auf sehr vielen Variablen beruhen, und damit letztendlich nicht mehr als Spekulation. Die hat ihren Wert, denn es läuft immer auf Wahrscheinlichkeiten hinaus (wenn wir den Quellen vertrauen halt auf die Wahrscheinlichkeit, wie wahr die sind...), aber nur bis zu einem gewissen Grad, und der ist in dem Fall eher grobkörnig...
Sich zusammenrotten; auf bzw entlang der Straße, nicht im Wald. Schilde nach vorne oder außen, um möglichst niemanden ungedeckt zu lassen. Und dann hat Angreifer abwehren, so gut es geht, und auf Anweisungen warten. Vereinzelt und zum wirklichen Einzelkampf (bzw zum Kampf einer gegen mehrere) gezwungen sind die Römer erst, wenn alles rennen, rettet, flüchtet. Solange das (noch) nicht der Fal ist, werden sich Legionäre immer in Gruppen zum Kampf aufstellen, oder es zumindest versuchen. Das muss keine perfekte Formation sein, aber geschlossen zu bleiben und sich nicht trennen zu lassen ist das einzig sinnvolle, und das wussten die Legionäre.Was machen die Legionäre?
Genau weiß ich es natürlich nicht. Aber ich gehe von Angriffen in (recht) kleinen Gruppen aus, die die Römer nur aus der Ferne angreifen sollten, um sie zu schwächen und zu demoralisieren. Und von größeren Angriffen von genug Kämpfern, um an einer Stelle eine punktuelle Überlegenheit zu erreichen, soviel Schaden anzurichten wie möglich, und sich zurückzuziehen bevor die Römer genug Truppen von anderen Teilen des meilenlangen Zuges heranbringen konnten. Ja, in solchen Situationen können die Römer schlicht überrannt und abgeschlachtet werden, wenn den Germanen das mit der punktuellen Überlegenheit gelingt, aber auch da wird nicht mehr groß im Einzelkampf gefochten worden sein. Da kamen dann drei vier Germanen auf jeden Römer. Und irgendwann, davon gehe ich aus, wird es einen Generalangriff gegeben haben, bei dem der Zusammenhalt der Römer endgültig verloren ging, das "Hauptquartier" mit Adlern etc überrannt wurde, und es für die Römer endgültig vorbei war, da die Entkommenden ab da wirklich nur noch kleinere Gruppen ohne Zusammenhalt oder Kommunikationsmöglichkeiten waren.Wie also soll der Angriff auf den Zug stattgefunden haben sollen.
Aber die Details hängen von so vielen Momenten ab, die halt unklar sind. Waren die Germanen mehr oder weniger als die Römer?Wie zentralisiert war die Kommandostruktur der Germanen? Wie genau kannten die Germanen die rrömischen Pläne? Wie stark war die römische Reiterei, und wie stark die germanische? Davon hängt ab, wie erfolgversprechend der Rückzug zu Fuß ist. Wie offen war das Gelände? Dichter Wald und viel Unterholz machen die Verfolgung schwieriger, besonders für Reiter. Waren germanische Hilfstruppen übergelaufen, und hatten diese eine wichtige Rolle in Varus Armee, die dann nicht besetzt war?
Eine genaue Rekontruktion würde auf sehr vielen Variablen beruhen, und damit letztendlich nicht mehr als Spekulation. Die hat ihren Wert, denn es läuft immer auf Wahrscheinlichkeiten hinaus (wenn wir den Quellen vertrauen halt auf die Wahrscheinlichkeit, wie wahr die sind...), aber nur bis zu einem gewissen Grad, und der ist in dem Fall eher grobkörnig...