Guanchen

Dieses Thema im Forum "Sonstiges im Altertum" wurde erstellt von heinz, 14. März 2004.

  1. Mfelix

    Mfelix Mitglied

    Sorry,habe es von hier Quelle:https://www.megalithic.co.uk/article.php?sid=17926
    Du hast recht vor 2.500 Jahren,war die Gegend wohl so spährlich besiedelt ,dass Weinanbau garnicht betrieben wurde oder vlt.garnicht gekannt wurde.
    Die Übersetzung ist also vereinfacht dargestellt ,man hat auch den Eindruck das sie in die Flüsse auch hineinfahren anstatt ,wie man liest vorbeifährt ,grosse Flüsse zumindest.
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

  3. Mfelix

    Mfelix Mitglied

    Eine Schäfertracht auf Hierro könnte auf die Phönizier zurückgehen ,man betrachte doch die Form der Kopfbedeckung. Eine spanische Tradition ist auszuschließen,da es keinen Vergleich auf dem europäischen Festland gibt. Eine nordafrikanische ist wahrscheinlich das es Ähnlichkeit mit dem Burnus gibt oder wie anfangs erwähnt ist es möglich ,dass es punischen Ursprungs ist.Denn schaut man sich Abbildungen von Melkart an wird er auch mit konischer Haube abgebildet.




    Bildquelle:"Die Guanchen,Ihr Überleben und ihre Nachkommen;Jose Luis Concepcion,Juli 2016,Tenerife
     

    Anhänge:

    Zuletzt bearbeitet: 5. Juni 2019
  4. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Die "Haube" die Melkqart trägt, ist die Atef-Krone oder vielleicht auch die Weiße Krone des Südens, eine Insignie, keine "normale" Kopfbedeckung. Die phönizische Kultur ist sehr stark von der ägyptischen Kultur beeinflusst.

    Mal abgesehen davon, dass auszuschließen wäre, dass du sämtliche Trachten Spaniens kenntest: Die Montera cónica, so heißt diese Kopfbedeckung, ist besonders in Kantabrien verbreitet.

    Hinzu kommt, dass die Kleidung der Guanchen aus Fellen und Leder bestand und nicht aus verarbeitetem Textil.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Juni 2019
  5. Pardela_cenicienta

    Pardela_cenicienta Neues Mitglied

    Guanchen sind Hirten, technisch auf - hochspezialisiertem, einer metall-losen Umwelt angepasstem Niveau. Definitiv keine Fischer. Genetisch nachgewiesen verwandt mit einer nordwestafrikanischen Bevölkerung, die ebenfalls Hirten in steinzeitlicher Tradition waren.
    Auf La Palma mit einer hohen Bevölkerungsdichte fast aus dem Stand heraus, zugleich mit einer Stammesorganisation die allen 13 (?) Stämmen das Überleben ohne Übernutzung der Resourcen und ohne erdrückende Dominanz eines Stammes ermöglichte.
    Und dann haben wir ein Volk von Seefahrern und Händlern, die auf dem Ozean navigieren konnten, und die, wie im Periplus wunderbar beschrieben, Siedler aus Nordwestafrika in großem Stil in neue Regionen brachten.
    Das passt.
    Natürlich wäre auch eine, historisch nicht belegte, zwangsweise Umsiedlung von Stämmen durch die Römer möglich, die so etwas auch z.B. in Germanien erfolgreich praktizierten.
    Abwarten ob man eines Tages auf den Kanaren archäologische Reste aus behauenen oder gemörtelten Steinen findet. Etwas was ich in einer festen Faktorei erwarte, wenn auch die Phönizier durchaus "Handel vom Schiff aus" betrieben. Die einheimischen Hirtenhütten aus der Guanchenzeit, cabanas, die man immer noch leicht findet, hatten nur grob gesetzte Steine.
    Ich sehe zwei Kulturen, die sich auch sicherlich auch ethnisch unterschieden: Hirten und Seefahrer.
     
  6. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Leonardo Torriani behauptete, dass die Einwohner Gran Canarias aus Drachenbäumen Boote bauten, die sie ruderten oder segelten, diese teilweise sogar nutzten, um gegen die Tinerfeños oder Lanzaroteños Raubzüge zu veranstalten. Problematik dieser Quelle: Er schrieb sie ca. 200 Jahre nach Abschluss der Eroberungen (1496): 1590.

    Aber letztlich ist es egal, in welchem Zustand die französischen, portugiesischen, genovesischen kastilischen und aragonesischen Eroberer die Altkanarier vorfanden: Diese lebten damals bereits seit 2000 Jahren oder sogar länger (es gibt Hinweise auf Besiedlung seit ca. 1000 v. Chr. auf den Kanaren) auf den Inseln. Vereinzelte Schriftzeugnisse belegen, dass sie zeitweise mindestens Kontakt mit der lybio-berberischen Kultur hatten. Wie sie dorthin kamen, ob als Siedlungsprojekt, auf der Flucht vor anderen Berbern, Puniern, Römern oder Hunger, freundlich oder unfreundlich deportiert, das besagt alles nichts über ihren Zustand bis 1402. Ungebrauchte Kenntnisse sterben mit der letzten Generation, die sei benötigte, aus. Vielleicht wurde irgendwann die Seefahrt tabuisiert, z.B. weil die Leute merkten, dass die für den Bootsbau notwendigen Bäume nicht in der Geschwindigkeit nachwuchsen, wie benötigt. Und irgendwann war dann der letzte tot, der noch Boote hätte bauen können und der Rest wusste nur noch "Baum X darf ich nicht fällen", ohne den Grund dahinter zu kennen.
     
  7. Mfelix

    Mfelix Mitglied

    Vielleicht sind die Guanchen auch sowas wie eine Hippie-Generation,die nicht mit den Fortschrittdrang der anderen Berberstämmen zu tun haben wollten und die Inseln als Refugium erklärten.

    Ausser dem Pyramidenbau und dem alten Glauben hat man alles andere wohl abgelehnt was auf einen Expansionsdrang hervorrufen könnte.

    Der obige Gedanke fusst auf die These das die ägyptische Kultur auf eine Vorgängerkultur aufgebaut ist.
     
  8. Pardela_cenicienta

    Pardela_cenicienta Neues Mitglied

    Die Steinpyramiden sind klein, aus unbehauenen Steinen. Es gibt auf La Palma meines Wissens nur eine (oberhalb von Los Cancajos, in Breña Baja) die alt sein könnte.

    Die Felszeichnungen (eher -ritzungen) sind interessanter, passen aber sehr stark auch nach Nordwestafrika (La Zarza erinnert an die beiden verlorengegangenen Steine mit Wellenmustern im Steinkreis von Mzoura).
    Die Höhlenmalereien (z.B. rot-weisse Dreiecke) auf Gran Canaria sind wiederum denen der marokkanischen und mauretanischen Atlantikküste ähnlich.
     

Diese Seite empfehlen