Kalkriese als Ort der Varusschlacht zweifelhaft

Wie erzeugst Du bei Weglassen eines Lagers ein gegensätzliches Paar??
Wir sprachen vom "Weglassen" eines Lagers zwischendurch, zwischen dem wohlgeordneten Werk der Hände dreier Legionen und dem letzten Lager. Das ist Literatur, mehr nicht.


Wie erzeugst Du bei Weglassen eines Lagers ein gegensätzliches Paar??
Es werden drei bis vier Lager gewesen sein, Tacitus erwähnt nur zwei.

Und wir haben in Kalkriese und Umgebung archäologisch bislang überhaupt kein Lager nachgewiesen, nur den Ort einer Schlacht.
 
Und jetzt die Kernfrage:Wie hat man die 19. identifiziert?War es eine Methode, die bei keiner anderen Legion als Identifikation wirksam gewesen wäre?Wenn ich Bunrmetall finde:Habe ich dann im Kopf, es kann nur die 19. sein?
Diese Methode ist bei jeder anderen Legion anwendbar, sofern Du das Buntmetallprofil bzw. das Muster der Isotopenverteilung der Buntmetalle dieser einen Legion eindeutig bestimmen kannst.

Also:
  • Wo genau war die 17. Legion stationiert (und nur sie allein), welche Metallfunde sind eindeutig und ausschließlich ihr zuzuordnen?
  • Und erst dann: Stimmt dieses Profil mit den Funden von Kalkriese überein?
Es gibt ganz sicher in den Kisten illegaler Sondengänger oder in irgendwelchen Schubladen der Museen Metall der 17. oder 18. Legion, aber man kann es nicht zuordnen.

Nur wenn @Leyhe beim Umgraben seines ostwestfälischen Gartens einen Dachziegel mit Stempel "LEG XVII" und einige Schließen oder Schildbeschläge findet, können wir das Profil dieser Buntmetallisotopen dem Namen einer Legion zuordnen.
 
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Nur für mich:
Ich finde Metall, erlaube mir den Schluß, es köönne nur von den 3 Legionen stammen; schaue nach, wo eine der Legionen stationiert war, besorge mir aus aus dem Stationsort Metallproben und vergleiche.

Darauf muß man erstmal kommen.

Dann wäre auch die Vorgehensweise richtig, die Stationsorte der 17. und 18. Legion nach Metallproben abzusuchen und vergleichen, wobei nur 1 Legion für sich allein identifiziert werden darf(wie Du oben geschrieben hast...keine Mischorte.

Macht man das oder gibt sich damit zufrieden, daß die beiden Legionen sowie damals anwesend waren?
 
Das macht man, wenn man einen sicher zugeordneten Standort hat. Und sehr viel Geld dazu, das ist aufwendig.

Aber merkst Du, wie mich dieses Nachweisverfahren begeistert hat? Es war der goldene Gral...

Wir haben jetzt in der Schweiz etwas mehr Material der römischen Legionen der Alpenfeldzüge. Das bietet interessante Ansätze:
  • Es gab Legionen wie die 19. Legion, die schon Tiberius bei den Alpenfeldzügen begleitet hatten, aber deren Buntmetallsignatur mit dem Untergang des Varus endete.
  • Es gab Legionen, die vor 9 n. Chr. nicht in Germanien stationiert waren, aber deren Metall sich an einem (noch zu identifizierenden) Schlachtort oder in einem der Lager der Jahre 14 bis 16 n. Chr. finden lassen könnte.
 
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