dekumatland
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argumentum ad verecundiam hat mir nichts gesagt
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argumentum ad verecundiam hat mir nichts gesagt
@El Quijote das Etikett "Historiker" wird manchmal arg weit gefasst, besonders wenn es als Autoritätsargument eingesetzt wird... Man kann es doch sagen: jener Preiss, auf den sich @Bockstein bezog, zählt nicht zur Creme der aktuellen Forschung.wenn zwei Historiker unterschiedliche Positionen zu einem Sachverhalt hätten, dann stünde es halt unentschieden.
Ersteres – was in der Quelle steht – kann man objektiv prüfen. Zweiteres – wie die Quelle zu verstehen ist – ist Auslegungssache. Wenn Historiker A und B unterschiedlicher Ansicht sind, wird jeder (und ebenso ihre Anhänger) behaupten, der jeweils andere habe die Quelle nicht richtig verstanden, und ihm die Kompetenz absprechen.Wenn Historiker B Dinge behauptet, und schreibt, das stünde in Quelle XY - aber da steht es nicht - und wenn Historiker B eine zentrale Stelle in der Quelle XZ wortwörtlich liest, aber nicht versteht, was die Quelle XZ damit tatsächlich ausdrücken will, dann ist er nicht gleich kompetent mit Historiker A.
Ein weiterer Hinweis auf die Anwesenheit von Frauen war übrigens eine bronzene Haarnadel und Schmuckringe. Beschrieben in "Die Varusschlacht - Wendepunkt der Geschichte?", Hrsg. Rainer Wiegels, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart, 2007, ISBN 978-3-8062-1760-5.
Ich bin zwar nicht der Angesprochene, aber trotzdem: Die vielen Beutel mit Münzen, die hochwertigen Gegenstände aus dem Tross (u.a. Götterfigurinen, ein Bett etc., die Haarnadel einer Frau). Wenn der Tross oder das Lager angegriffen wird, dann ist die Schlacht in der Regel verloren.
Wie gerieten eher ungewöhnliche Funde wie eine Haarnadel, Teile von einem Bettgestell, von einem Grill oder Möbelbeschläge zwischen all die Rüstungs- und Waffenreste?
Man hat auch, bereits vor Jahren publiziert, auf dem Oberesch eine römische Haarnadel gefunden. Dies kann man in der Richtung sehen, dass bei dem in Kalkriese vernichteten Römerzug Frauen anwesend waren.
Angesichts der vielen Funde, die vermuten lassen, dass auf dem Oberesch Teile des Trosses in Kampfhandlungen verwickelt wurden, könnte die Entdeckung einer Haarnadel und mehrerer Fibeln, die üblicherweise zur Frauentracht gehören, eben dieses Szenario bestätigen. Ein bemerkenswertes Stück ist eine sogenannte Langton-Down-Fibel. Sie war in Augustus’ Zeiten modern und gehörte insbesondere in Gallien und den Rheinlanden zur Frauentracht. Ein weiteres aussagekräftiges Indiz kommt von den Anthropologen. In einer der Knochengruben fand sich inmitten all der männlichen Skelettteile ein weiblicher Beckenknochen ...
(PDF) Kalkriese und die Varusschlacht Geschichte - Forschung - Funde
Schröder verwirft die Deutung als Haarnadel und schreibt es sei tatsächlich ein bislang nicht als solcher erkannter Wundhaken.Das ist eben das, was mich irritiert hat. Ich meinte, es bei Rost gelesen zu haben, aber Rost und Derks haben ja im selben Haus gearbeitet, nämlich das Bestandteil von Frauentracht gefunden wurden. Daher irritiert mich die Aussage von Schröder, dass es keine Funde gebe, die auf Frauen hinwiesen. .
Soldaten durften nicht heiraten, hatten aber trotzdem oft eine Frau (mit der sie eben nicht verheiratet waren) und Kinder. Und ja, natürlich war im Tross alles vorhanden, was sich die Soldaten so wünschten.vielleicht war als running gag ein laufendes Bordell dabei. Meine ich nicht spassig. Wäre eine Erklärung. Oder sollten die Soldaten alles ausschwitzen?
Kann ich Deiner Antwort entnehmen, daß Deiner Meinung nach Frauen im Tross waren?Etwa in der Art, daß die Soldatenfauen in den canabae blieben, während der Lustgewinn auf 2 Beinen bei dem Tross war?Soldaten durften nicht heiraten, hatten aber trotzdem oft eine Frau (mit der sie eben nicht verheiratet waren) und Kinder. Und ja, natürlich war im Tross alles vorhanden, was sich die Soldaten so wünschten.
Das habe ich nicht geschrieben. Lies doch noch mal nach.Kann ich Deiner Antwort entnehmen, daß Deiner Meinung nach Frauen im Tross waren?Etwa in der Art, daß die Soldatenfauen in den canabae blieben, während der Lustgewinn auf 2 Beinen bei dem Tross war?
Du bist schon wieder beim Römerlager KalkrieseDanke......eine weitere Frage.Ein 3Legionenlager wurde errichtet.Wo blieben die Auxilien?Istdiese Lagerbezeichnung lediglich ein Ausdruck für die
Abmessungen?Wurden die Auxilien nicht innerhalb der äußeren Umgrenzung des Lagers untergebracht?
Ein sehr langer Heerzug,wobei die ersten das Lager Stunden vorher erreichten und mit dem Bau begannen. Am Ende des Dramas finden sich Artefakte der 19. Legion. Kann man daraus schließen
a)daß bisher keine Artefakte der 17. und 18. Legion gefunden wurden?
Wir haben dazu keine Angaben, das sind keine seriös zu beantwortenden Fragen.b)daß die 19. Legion während des Marsches die Vorhut bildete und zuletzt vernichtet wurde?
c)daß die 17. und 18. Legion während des Marsches vernichtet wurde?
Gab es Buntmetall nur bei der 19. Legion?Wahrscheinlich nicht. Nur hat man andere Buntmetallspuren (legierungen)gefunden, konnte sie aber nicht zuordnen?
Wahrgenommen vielleicht, aber das war für die Gesamtsituation nicht wichtig. Und für das literarisch zugespitzte Gegensatzpaar des ersten und des letzten Lagers hätte ich es auch weggelassen.2)Wenn Tacitus literarische Konstrukte entwickelte, um einen gegensatz zu erzeugen:Hat er dann die Existenz des 1. Lagers am Ende des 1. Marschtages nicht wahrgenommen?
Die Auxilien waren im Innenbereich an den äußeren Lagerbegrenzungen.Kann man nachlesen.Betrifft nicht nur Varus.Wir haben doch gar kein Lager, das als Marschlager Varus zuzuordnen ist (Dangstetten ist ein anderer Zeithorizont, eine andere Situation)!
Wie sollen wir da vergleichen? Und wie und woher wissen, ob Varus seine Auxiliartruppen inner- oder außerhalb des Lagers hatte ("Jungs, Esel und Pferde will ich heute abend nicht riechen!"), ob das Lager im flachen Grund in Spielkartenform, oder 5-eckig auf einem kleinen Plateau gebaut wurde, ob es Titulum oder Clacicula hatte?
Ja, man hat auch Buntmetallspuren die man nicht mit Dangstetten korrelieren kann, und die man vielleicht irgendwann mit sicher identifizierten Buntmetallen anderer Legionen korrelieren kann. Das ist Wunsch und wäre ein Glücksfall.
Aber, schon die bisherigen Funde in Kalkriese waren ein Glücksfall, ein Geschenk.
Wahrgenommen vielleicht, aber das war für die Gesamtsituation nicht wichtig. Und für das literarisch zugespitzte Gegensatzpaar des ersten und des letzten Lagers hätte ich es auch weggelassen.
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