Die Diskussion ist manchmal bis oft anstrengend, aber auch lehrreich.
Es geht um Beweisführung, Widerlegung und logische bzw. erlaubte Schlüsse.
@Bockstein möchte klare Beweise oder Kausalketten die er nachvollziehen kann. Die gibt es aber nicht immer. Und diese hohe Messlatte muss er dann an jede andere Fundstelle halten, bitteschön.
die Fundhäufigkeit war mein Problem.....bei einem Defileegefecht müßte mehr dabei rauskommen...
@El Quijote und andere erläutern immer wieder die Eingrenzung der Funde.
- Dass es in Kalkriese z.B. keinen Germanicus-zeitlichen Münzhorizont gibt. Dass aber die Definition dieses Münzhorizontes auch bestimmte Einschränkungen hat. Diese Einschränkungen müssen bewusst sein, berücksichtigt werden. Trotzdem sind die Schlüsse und Rückschlüsse erlaubt.
Für mich war damals die Begeisterung der sehr kenntnisreichen Redaktion des Wissenschaftsteils und des Feuilletons der FAZ spürbar: Archäologische Puzzlesteine fügten sich zu einem Mosaik, das in der Schönheit der Einzelfunde und in der bis dato unerhörten Fundbreite immer strahlender wurde.
Die hier im Forum, und erst recht in der wissenschaftlichen Diskussion erläuterten Vorbehalte widerlegen ja nicht die Schlussfolgerungen, sondern ermöglichen überhaupt erst belastbare Argumentationen.
Dass wir festen Boden unter den Füßen haben, ist eine Annahme. Bis ich 2014 mit dem Fahrrad im heimischen Wald, 800 m von zuhause, fast in ein 60 m tiefes Loch in einem Bergbaugebiet gefallen bin, in einen frischen Erdbruch. Die
archäologische Relativierung ist also: "Wir haben festen Boden unter den Füßen. Aber nicht immer..."