Marienerscheinungen

Maria erschien doch immer auf freiem Feld, außer Haus.
Wer kann von Hausbesuchen Marias berichten?
In Medugorje soll es zu Erscheinungen in geschlossenen Räumen gekommen sein, einmal gar in einem Auto.
Marienerscheinungen in Međugorje – Wikipedia

Im Artikel gibt es ein weiteres Alternativwort für Erscheinung: Schauung. Würde ich zwar selbst nicht benutzen, aber kann man in Betracht ziehen, wenn einem Erscheinung nicht gefällt.
 
In Medugorje soll es zu Erscheinungen in geschlossenen Räumen gekommen sein, einmal gar in einem Auto.
Marienerscheinungen in Međugorje – Wikipedia

Im Artikel gibt es ein weiteres Alternativwort für Erscheinung: Schauung. Würde ich zwar selbst nicht benutzen, aber kann man in Betracht ziehen, wenn einem Erscheinung nicht gefällt.
Ja, Medjugorje scheint ja auch in anderen Aspekten nicht ganz hasenrein zu sein. :)

Schauung hat auch etwas Feierliches.
 
...man sollte nicht so viel Aufhebens wegen Marienerscheinungen machen, denn selbst wenn sich diese noch mehren sollten, stiften sie keine neue Religion. Das musste mal gesagt sein, denn: am heutigen Tag ist Jahrestag der Moroni-Erscheinung des Herrn Smith - siehe Tageskalender ;)
 
"Marienerscheinung" ist ganz sicher der neutralere Begriff.

Ich, der ich die Stille und Schönheit bayrischer Kirchen des Barock und auch der Gegenreformation liebe, werde bei der saarländischen "Volksfrömmigkeit" allerdings zum calvinistischen Kirchen- und Bilderstürmer, der hölzerne Marienbilder und -statuen auch unter dem Gesichtspunkt des Brennwertes betrachtet.
Was hast du gegen das Saarland?
 
Würde das nicht bedeuten, dass Maria selbst heimgesucht wurde?
Wie bei Mariä Verkündigung?
Mariä Verkündigung wird am 25. März gefeiert, das ist die Begegnung der künftigen Gottesmutter mit dem Engel Gabriel. Mariä Heimsuchung - mittlerweile am 2. Juli, also etwas überraschend nach der Geburt des Täufers begangen - ist die traditionelle Bezeichnung für die Begegnung der beiden schwangeren Verwandten Elisabeth und Maria. Letztere sucht ihre deutlich ältere Angehörige zuhause im Bergland Judäas auf (daher der Name). Als wunderbares Zeichen wird genannt, dass Johannes beim Gruß Mariens vor Freude im Leib der Mutter hüpft, woraufhin Elisabeth sie selig preist und Maria, vom Heiligen Geist erfüllt, das Magnificat anstimmt.

Für die spätere Marienfrömmigkeit spielte diese Begegnung eine große Rolle, aber mit Erscheinungen hat sie nichts zu tun. Maria macht sich wie jeder Mensch auf den Weg und betritt auch ganz normal das Haus des Zacharias und der Elisabeth.
 
Mariä Verkündigung wird am 25. März gefeiert, das ist die Begegnung der künftigen Gottesmutter mit dem Engel Gabriel. Mariä Heimsuchung - mittlerweile am 2. Juli, also etwas überraschend nach der Geburt des Täufers begangen - ist die traditionelle Bezeichnung für die Begegnung der beiden schwangeren Verwandten Elisabeth und Maria. Letztere sucht ihre deutlich ältere Angehörige zuhause im Bergland Judäas auf (daher der Name). Als wunderbares Zeichen wird genannt, dass Johannes beim Gruß Mariens vor Freude im Leib der Mutter hüpft, woraufhin Elisabeth sie selig preist und Maria, vom Heiligen Geist erfüllt, das Magnificat anstimmt.

Für die spätere Marienfrömmigkeit spielte diese Begegnung eine große Rolle, aber mit Erscheinungen hat sie nichts zu tun. Maria macht sich wie jeder Mensch auf den Weg und betritt auch ganz normal das Haus des Zacharias und der Elisabeth.
Ja, jetzt erinnere ich mich wieder an Marias Besuch bei ihrer Mutter!
Schön, wie auch in deutschen Texten der lateinische Genitiv gebraucht wird.
Siehe auch Mariä Himmelfahrt
 
Hm, trotz sarkastischer Vormeldung (#19) etwas ernster der folgende Versuch:

Wenn man Marienerscheinungen" in einem History-Forum diskutieren möchte, bieten sich mMn folgende Fragestellungen vorerst an:

1. Theologienahe
Eine monotheistische Religion - die mit einer dreifaltigen Gottheit eigentlich ohnehin schon die Schwierigkeit hat, den Ein-Gott-Rahmen nicht zu sprengen - schafft sich zusätzlich noch eine weitere verehrungswürdige (fast oder Ganz-) Deität.
"Wozu?", reizt es zu fragen, was ist der "Mehrwert" dieser zusätzlichen spirituellen Figur ? Welche historischen Umstände haben dazu beigetragen, daß sich diese Lehrmeinung (unumstritten war sie ja nicht) letztlich durchgesetzt und gehalten hat ? Ist/war der Glaube an die "Gottesmutter" eine notwendige Wiederkehr der heidnischen "Mutter- und Fruchtbarkeitsgöttinnen" ?

2. MarienverehrerInnen
Stellen diejenigen innerhalb der (röm-kath oder orthodoxen) Kirche, die die Marienverehrung besonders hochhalten, eine innerhalb ihrer Glaubensgemeinschaft spezifische Gruppe dar: Sind sie konservativer/liberaler/mystischer als diejenigen, die Maria nicht bei jeder Gelegenheit auf ihrem Schild führen ? Hat sich das im Zeitverlauf geändert oder ist das gleichgeblieben ? Haben (besondere) Marienverehrer eine Agenda ? Und wenn ja: Welche ?

3. SeherInnen
Aus mir bekannten (nicht sehr zahlreichen) Marienerscheinungen habe ich den Eindruck gewonnen, die "Sehenden" seien vorwiegend Kinder, Halbwüchsige und Frauen aus einem vorwiegend ruralen Umfeld. Ist dieser Eindruck richtig, gibt es dazu Statistiken ? Und wenn ja: Wie kann man sich diesen Umstand erklären (theologisch oder rational) ? Und wenn er falsch ist: Wem erscheint Maria dann überwiegend ?

4. MittlerInnen
Wenn meine Annahme unter 3. richtig war, dann sind "Sehende" vorwiegend Personen mit einem nicht sehr hohen sozialen Status, denen normalerweise häufig wenig oder gar nichts geglaubt wird. Wie gelangt dann ihre private "Erscheinung" überhaupt in die christliche Öffentlichkeit ? Wie schaffen es diese Menschen ihre privat gemachten Wahrnehmungen überhaupt zu publizieren ? Hilft da jemand, oder ist auch das ein "Wunder"?

Nur mal als Anregung für eine fruchtbarere Diskussion. Bisher wars ja eher "mau".
 
In polytheistischen Religionen gibt es auch Göttinnen.
vielleicht erfüllt Maria den Wunsch nach einer Göttin.
 
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