Neue archäologische Entdeckungen

Dieses Thema im Forum "Archäologie" wurde erstellt von Carolus, 4. August 2017.

  1. El Quijote

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  2. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

    Und zu dem Thema ein kurzer Artikel aus der deutschsprachigen Presse:

    Farbenfrohe römische Fresken bei Ausgrabungen in Verona entdeckt
     
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  3. Xander

    Xander Aktives Mitglied

    Im Tiber? Die E-Scooter der Antike! :rolleyes:
     
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  4. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

    Und jetzt in das antike Vindobona, das heutige Wien*:

    Reste des Südtores des Römerlagers Vindobona entdeckt

    * Ich habe gerade nachgelesen, dass der heutige Name Wien sich nicht direkt von Vindobona ableitet, sondern von dem Namen des Flusses Wien. Allerdings scheint sich im Namen Wieden, eines Bezirks in Wien, der lateinische Namen tradiert zu haben. Witzigerweise gab es allerdings in der Antike tatsächlich eine Stadt namens Vienna, das heutige Vienne, südlich von Lyon in Frankreich.
     
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  5. Erich

    Erich Aktives Mitglied

    Neue Funde bei Stonehenge:
    Stonehenge: Riesige Schächte entdeckt - Wissen - SZ.de (sueddeutsche.de)
     
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  6. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

  7. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

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  8. schwedenmann

    schwedenmann Aktives Mitglied

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  9. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Manche Paläoanthropologen kritisieren ja, dass bei jedem Fossil gleich eine neue Art Mensch deklariert wird und weisen daraufhin, dass ja auch z.B. nicht bei jedem Homo Sapiens Sapiens der Schädel genau gleich aussähe.
    Ich will damit nicht sagen, dass der "Dragon Man" - ein wohl eher sensationsheischender denn wissenschaftlich sinnvoller Name - nicht eine eigene Menschenart sei, dazu habe ich bei weitem keine Kompetenz. Aber man muss bei diesen sensationsheischenden Berichten "Neue Menschenart entdeckt" wohl doch eher kritisch distanziert abwarten.
    So ist etwa die Menschenart Homo antecessor, die unter spanischen Anthropologen (Fundort: eine Doline in der Sierra de Atapuerca) als Missing Link zwischen H. ergaster und H. heidelbergiensis gilt, in ihrer Existenz umstritten. Nicht die Funde, sondern die Einordnung als eigene Menschenart.
     
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  10. schwedenmann

    schwedenmann Aktives Mitglied

    Hallo

    Ältestes Pestopfer in Europa entdeckt.

    Laut neuesten Untersuchungen,hat man in Lettland,in einem neolischen Grab den "Patienten-Null" der Pest in Europa gefunden.

    5,000-year-old man was 'oldest plague victim'

    mfg
    schwedenmann
     
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  11. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Aus einem Spiegelartikel entnehme ich folgendes:

    Sie nennen ihn Drachenmensch, »Homo longi«, benannt nach dem geografischen Namen Long Jiang für die Provinz des Fundorts.
    Long ist der chinesische Drache
    龍 oder 龙
    Die Fundprovinz 江縣 / 江县
    Somit ist auch die Bezeichnung Drachenmensch nur eine nach dem Namen der Provinz und der Vorwurf des Sensationsheischens ist wohl zurückzunehmen.
    Allerdings sagt der Spiegelartikel auch folgendes:

    Sie gehen sogar so weit, von einer neuen Menschenart zu sprechen. Doch daran gibt es Zweifel.
    Im Spiegel wird der oben liegen gelassene Faden weiter untern wieder aufgegriffen:

    Diese Einschätzung [es handele sich um eine neue Menschenart Homo longi/Drachenmensch] werde für Diskussionen sorgen, sagt Jean-Jacques Hublin vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Die Klassifizierung stößt bei ihm auf wenig Verständnis: »Sie steht im Widerspruch zu allem, was wir in den letzten zehn Jahren in der Anthropologie gelernt haben.« Zwar gebe es noch keinen Zugang zu allen Untersuchungsergebnissen, aber anhand der veröffentlichten Studien gehe er davon aus, dass es sich beim Harbin-Menschen, wie bei vielen anderen Hominenfunden aus China, um einen Denisova-Menschen handelt. [...] Der Denisova-Mensch wird als Schwestergruppe der Neandertaler bezeichnet, auf eine Einordnung als eigene Menschenart haben die Entdecker seinerzeit verzichtet.
     
  12. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

  13. Eumolp

    Eumolp Aktives Mitglied

  14. Lukullus

    Lukullus Aktives Mitglied

    Der weite Teile Mitteleuropas beeinflussende vulkanische Krawumms des Lacher Sees ist mittels Baumringanalysen und Radiokarbonmessungen derselben um 126 Jahre auf 13077 BP vorverlegt worden, und lässt sich nun auch mit Eisbohrkernmessungen aus Grönland in Einklang bringen.

    Ausbruch des Laacher-See-Vulkans neu datiert
     
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  15. Apvar

    Apvar Premiummitglied

  16. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

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  17. Lukullus

    Lukullus Aktives Mitglied

    Und wiederum von der Uni Göttingen noch was Gewichtiges die Bronzezeit betreffend:

    "Die Forscher schlussfolgern, dass die Entstehung von genauen Gewichtssystemen das Ergebnis eines globalen Netzwerks gewesen sein muss, das sich von unten nach oben regulierte. *

    "Weighing technology was invented around 3000 BCE between Mesopotamia and Egypt and became widely adopted in Western Eurasia within ∼2,000 y. (...) Our results urge a revaluation of the role of individual commercial initiatives in the formation of the first integrated market in Western Eurasia." **


    *Eine Übersicht:
    Wie in der Bronzezeit regulierende Märkte entstanden

    **und der Fachartikel selbst:
    Bronze Age weight systems as a measure of market integration in Western Eurasia
     
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  18. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

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  19. Lukullus

    Lukullus Aktives Mitglied

    Für das keltische (Frauen-)Grab nahe der Heuneburg, das 2020 via Blockbergung zur weiteren Untersuchung nach Ludwigsburg verbracht wurde, liegen erste Ergebnisse vor, die u.a. darauf hindeuten, dass das Grab recht zeitnah zur Grablegung ausgeplündert worden sein dürfte.
    Erste Ergebnisse zum Keltengrab von der Heuneburg
     
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  20. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

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