Neue archäologische Entdeckungen

Ein Fund aus dem Jahr 1999 lässt sich nun besser einordnen. Auf der Insel Bryher (Scilly Inseln im Südwesten Großbritanniens) wurde ein Grab aus dem 1. Jahrhundert vuZ gefunden. Die Knochen waren so stark abgebaut, dass man nur noch anhand der Funde das Grab interpretieren konnte. Jedoch war die Fundausstattung

  • Schwert aus Eisen
  • Spiegel aus Bronze
  • Holzschild mit Kupferbeschlägen
  • Kupferfibel
  • Schmuckring
  • Reste eines Schaffells
ungewöhnlich. Ein Schwert wird als männliche Grabbeigabe interpretiert. Dagegen ist ein Spiegel nach allgemeiner Auffassung die Grabbeigabe einer Frau. Es wurde spekuliert, ob es sich um ein Doppelgrab von einem Mann und einer Frau handelt. Dies wurde aber verworfen.

Nun hat man dank von Peptiden aus den Zähnen der begrabenen Person mit 96% Wahrscheinlichkeit das Geschlecht bestimmen können. Peptide sind Proteine, die auch in den Zähnen vorkommen. Deren Bauplan stehen entweder auf dem X-Geschlechts-Chromosom oder dem Y-Chromosomen. Da man keine Peptide nach dem Y-Chromosomen gefunden hat, konnte man nun eine Geschlechtszuordnung vornehmen. Bis zu diesem Artikel hatte ich von Peptiden noch nie etwas gehört. Das Grab gehört wohl einer Frau. Und da sie ein Schwert besass, dürfte sie wohl auch eine Kriegerin gewesen sein.

https://www.derstandard.de/story/30...re-altes-grab-mit-schwert-und-spiegel-geloest

Der Standard aus Österreich bringt eigentlich immer sehr gute Berichte zu historischen und archäologischen Themen.
 
Das glatte Gegenteil von Archäologie hat über Jahre hinweg ein Mitarbeiter des British Museum betrieben: Er soll bis zu 2.000 Stücke aus dem Magazin, die teils bis zu 4.000 Jahre alt wahren – darunter Gold und Juwelen – gestohlen und wahrscheinlich verkauft haben; unter anderem wurden Fundstücke aus der Römerzeit mit einem Wert von £50.000 für £40 auf ebay angeboten. Zahlreiche Objekte wurden überdies beschädigt. Der Schaden beläuft sich auf zig Millionen Pfund. Das Museum hätte dem Dieb aufgrund externer Hinweise schon vor drei Jahren auf die Spur kommen können. (Quelle)

:mad: Unfassbare Inkompetenz des Museums.
 
Cäsars Brücke in Vulkaneifel gefunden?

Die Überschrift und auch die Aussage des Archäologen im Video, dass das Caesars Brücke sei, die nicht am Rhein zu suchen sei, sondern in der Eifel bei Duppach, finde ich ein wenig irritierend.

Zwar wird es sich nicht um eine der Brücken über den Rhein handeln, die von Caesar im Bellum gallicum erwähnt wurden (dazu liegt der Fundort zu weit vom Rhein entfernt), aber das Datum 53 vor Christus lässt natürlich automatisch an einen Zusammenhang mit den Feldzügen von Caesar denken. Die Tatsache, dass von Caesar auch woanders Brücken gebaut worden sind, heißt ja nicht dass es die Brücke über den Rhein nicht gegeben hat.
 
Woraus man so exakt auf 53 v. Chr. schließt, wird leider nicht erwähnt. Mit der Radio-Carbon-Methode bekäme man doch nur einen Näherungswert, dann könnte die Brücke auch noch ein paar Jahrzehnte später entstanden sein.
 
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