Neue archäologische Entdeckungen

und etwas aus der römischen Schweiz:

Erstmals seit fast 100 Jahren sind auf Zuger Boden wieder Reste großer römischer Steingebäude entdeckt worden. Fachleute des Amts für Denkmalpflege und Archäologie fanden Anfang Jahr im Kiesabbaugebiet Äbnetwald bei Cham-Oberwil Mauerreste, die zu einem eindrücklichen Gebäudekomplex gehören. Die Entdeckung ist für den Kanton Zug eine archäologische Sensation und wird wichtige Erkenntnisse über die Römer in der voralpinen Zentralschweiz liefern.​


Archäologischer Jahrhundertfund im Chamer Äbnetwald entdeckt

und aus dem römischen Mainz:

Mainzer Ludwigstraße: Römische Schätze hautnah
 
An Monty Python mußte ich auch denken. Die Sohlen der Sandalen kamen mir merkwürdig bekannt vor. Vor Jahren gab es eine Mode mit Sommerschuhen (ob's die Mode immer noch gibt, ist mir unbekannt, mittlerweile scheinen Badelatschen außerhalb von Schwimmbad/Sauna und teilweise auch noch mit Pelzbesatz in Mode gekommen zu sein).

Die Sohle der ursprgl. aus mediterranen Gefilden stammenden Espadrilles – Wikipedia sieht der der Sandalen aus der Höhle sehr ähnlich.
 
P.S. Was sind diese buckles im Artikel eigentlich ?
Gürtelschmuck ? Schnallen ?
Kann vieles bedeuten, von Fibeln, Gürtel-, Schuhschnallen, Haarspangen, bis hin zu Broschen und Anhängern; im Englischen mit Vorliebe verwendet für unbestimmbare ›Kleidungsbeschläge‹.

Maglor meinte kürzlich im Thread Zierscheibe?:
Solche Gegenstände werden vom Archäologen als "durchbrochene Zierscheibe" bezeichnet.
was man wohl, abgesehen von »durchbrochen«, auch hier sagen kann.
 
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In Blocklava eingeschlossene menschliche Knochen auf der kanarischen Insel La Palma

Nicht neu, aber völlig unbeachtet: in einer Ausstellung in der Casa Salazar in Santa Cruz de La Palma Berichte über eine Ausgrabung in einer Begräbnisanlage auf La Palma, in einer Siedlung in einem Vulkankrater knapp über dem Meer, im Distrikt Tigalate (einer der 11 Distrikte der Guanchen dort).

Zum einen, Brandbestattung. Das war mir neu, ich hatte immer die Bestattung auf Liegen in Grabhöhlen in Erinnerungen, mit Mumifizierung.

Zum anderen, Knochen (Phalangen) von Katzen in vorhispanischer Befundlage: auch das ist mir neu, Katzen als Haustiere der Guanchen dort.

Das Interessante: 1963 gefundene menschliche Knochen als Einschlüsse in Lava. Auch nichts Unerwartetes, ein Friedhof der von Lava verschüttet wird, was sonst? Was aber verblüffend ist: Dort war gar kein historischer Vulkanausbruch gewesen.

Jetzt kam durch geologische Analysen nach 2017 heraus, dass die Lava aus einem Lavasee in den Bergen stammt, die Lavabrocken mit den Knochen sekundär in diese Begräbnisstätte verbracht wurden.
Es dürfte sich nicht um Opfer eines Vulkanausbruchs handeln, denn so gefährlich sind die Vulkane auf La Palma nicht, als dass jemand da verschüttet wird, es sei denn man bricht in einem scheinbar sicherem Lavafeld ein und landet in der flüssigen Lava (mir ist nur das Gummi der Bergschuhe geschmolzen, die Guanchen waren sicherlich vorsichtiger).

Es wird sich also a.e. um eine sekundäre Umbettung aus einer von der Lava im 9. oder 10. Jahrhundert verschütteten Begräbnisstätte handeln.

Tras el enigma: ¿Cómo llegaron estos huesos humanos a los bloques de lava?

Arqueólogos y vulcanólogos estudian restos humanos incrustados en lava en La Palma
 
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Er gilt als Begründer des mittelalterlichen deutschen Imperiums – Kaiser Otto der Große steht im Fokus neuer Funde in Sachsen-Anhalt: Archäologen haben im Bereich der Klosterruine Memleben Hinweise auf den genauen Standort des Herrschersitzes entdeckt, in dem Otto I. im Jahre 973 starb. Zudem fanden sie die Überreste eines Bauelements im Kreuzgang der einstigen Klosterkirche, bei dem es sich möglicherweise um den Ruheort des Herzens des verehrten Herrschers handelt. Weitere Untersuchungsergebnisse könnten demnach nun zu spannenden Entdeckungen führen.
Einem kaiserlichen Herz auf der Spur
 
In der Gemeinde Giugliano in Kampanien wurde eine römische Grabkammer entdeckt. Giugliano ist in der Nähe von Neapel. Die Kammer war wohl ca. 400 Jahre in Benutzung. Danach wurde sie verschlossen und nicht mehr betreten. In Benutzung war sie wohl in der späten Republik bis in die späte Kaiserzeit. Besonders wird in den Medien eine Abbildung des Höllenhundes Cerberus gezeigt. Ich persönlich finde diesen Fund herausragend.

https://de.euronews.com/kultur/2023...t-beeindruckenden-fresken-in-italien-entdeckt
 
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