Da die Christen kein Schneeglöckchen über dem Altar haben…...
Jesus war wegen Pessach in Jerusalem. Darum steht der christliche Computist vor der komplexe Aufgabe Sonne, Mond und Wochentage zu synchronisieren und es muss noch im Frühjahr wegen Pessach liegen. Deshalb wandert Ostern nicht durch das Jahr wie der Ramadan.
Verkleidung? Die Larven und Kostüme der alemannische Fastnacht sind fast noch die niedliche Version des Perchtenlaufs in den Alpen. Da muss man nicht extra die Kelten bemühen….. Therianthropen finden wir von der ersten narrativen Malerei vor 54k Jahren in Sundaland bis zum 15k Jahre jüngeren Löwenmenschen der jungpaläolithischen Kunst. Diese jungpaläolithische Mischwesen kann man als Götter, Totem, Schamanen, Priester usw. interpretieren. Da es mit hoher Wahrscheinlichkeit keine solche Mischwesen gab, muss man davon Ausgehen das es Menschen sind die sich verkleiden. Sie schlüpfen in eine Rolle, in eine Figur. Sie sind jetzt kein Bestandteil des Alltages mehr…. Sie nehmen Kontakt zu einer anderen Welt auf, als Vermittler, als Vertreter der anderen Welt in deiner, oder gar zu dem Naturgott oder Naturgeist selber, oder zu dem Tier das er darstellt. Ob wie bei EQ zu den Kanaren und dem Tausch der Rollen von Ziegen und Hirten, bis zu LARP Festen und der Furry Szene in all ihren Spielarten. Und der Gedanken an einen Naturgott, Schöpfung steht noch nicht mal am Anfang, vorher muss man erkennen das man sterblich ist. Wenn ich sterblich bin? Wohin gehe ich, was mache ich hier und woher komme ich?
Man kann heidnische Feste tolerieren und sogar ganz praktisch integrieren und sogar was ganz neues schaffen. Ein strenger Katholizismus und mesoamerikanische Kulturen erschaffen das immaterielles Welterbe Día de Muertos. Huh! Skelette tanzen durch die Straßen… Erinnert doch irgendwie an den Totentanz, oder? Memneto mori. Chronos tötet Eros. Vanitas. Sogar das Buch Kohelet funktioniert auch ohne Jesus, Bibel oder Rabbi.
Und das fasten? In vielen Kulturen wird gefastet, aber längst nicht in allen. Meist geht es dabei um Selbstkontrolle, Askese und manchmal auch um spirituelle Erfahrungen – nur eben je nach Kultur anders betont.