Sozialistengesetze

Dieses Thema im Forum "Das Deutsche Kaiserreich" wurde erstellt von Gisele, 11. April 2005.

  1. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Wie wärs mit ein paar Fakten über die Sozialdemokraten, ihre Ziele, Tätigkeit,...
    Von da aus ließ sich doch gut zu Reibungpunkten mit dem Staat überleiten lassen.
     
  2. liberale17

    liberale17 Neues Mitglied

    der anstieg der stimmen ist also nicht als umkehrung des effekts durch die sozialistengesetze resultiert?
    sondern der aufschwung wäre auch ohne sozialistengesetze gekommen.
    also kann man sagen: die sozigesetze haben den aufstieg der sozialdemokratie nicht gestoppt, aber auch nicht gefördert?
     
  3. thinktank

    thinktank Neues Mitglied

    Nichtmal im Ansatz.
     
  4. thinktank

    thinktank Neues Mitglied

    Diese Gesetze haben exakt das bewirkt wofür sie gemacht wurden. Um das 1890er und folgende Wahlergebnisse richtig zu werten muss man sich mit den Parteiprogramm, den Vorstellungen der führenden Sozialdemokraten und Marxisten zu jener Zeit befassen. Die Aussage, dass das Wahlergebnis sich verdreifacht hat, ist nicht ausreichend um etwas über diese Gesetze zu sagen, macht sich aber gut auf der SPD-Homepage.
     
  5. Arcimboldo

    Arcimboldo Aktives Mitglied

    Interessante neue Lesart :confused: begründe das mal :Wie ists zu erklären, daß die Sozialdemokratische Bewegung (SAP als Vorläufer der SPD) ausgerechnet in der fraglichen Zeitspanne bei den Reichstagswahlen dermaßen zugelegt hat .
    Hier gehts übriges nicht um Wahlergebnisse nach-sondern vor 1890 .
    Also zum Thema :Auswirkung der Sozialistengesetzgebung in seiner Laufzeit 1878-90 !
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Januar 2006
  6. thinktank

    thinktank Neues Mitglied

    Sorry das ich erst jetzt antworte ...die Zeit

    Zu sagen, die SPD habe ihr Ergenis von 1878-1890 verdreifacht ist in etwa genauso aussagekräftig wie zu sagen, die PDS habe ihr Wahlergebnis von 1990-2005 mehr als verdreifacht.

    Mach einfach mal eine Wahlanalyse der Reichstagswahlen. Du wirst sehen, dass sich die SPD keinesfalls besonders gut entwickelte. Ein Beispiel: Die Wahl von 1887. Bei dieser Wahl gingen ca. 1.750.000 mehr Menschen zur Wahl als noch 1884 - das waren um die 30% mehr. Die SPD konnte aber nur rund 200.000 Stimmen mehr als 1884 bekommen. Ihr Wahlergebnis steigerte sich nur um 0,4 Prozentpunkte - bei rasant steigender Wahlbeteiligung. Die SPD hat zwar zugelegt, aber nur sehr sehr unterproportional. Von 1877 - also dem Jahr vor den Sozialistengesetzen - bis 1887 hielt sich die SPD konstant. Es gab kaum eine nennenswerte Entwicklung. Und das soll für den starken Zulauf der SPD, für gestiegene Sympatien und ihren Widerstandsgeist sprechen? Ich glaube kaum, ich glaube kaum...

    Die SPD erfuhr ihren rasanten Aufschwung erst nach 1887 zu der 1890er Wahl. Man muss sich also fragen, was zwischen 1887 und 1890 geschah.

    Zum einen gab es einen Stimmungsumschwung hinsichtlich der SPD. Das Parlament wollte die Gesetze nicht mehr verlängern, der Kaiser wollte sie nicht mehr verlängern. Bereits 1888 konnten bekennende Sozialdemokraten als Rechtsanwalt arbeiten und Arbeiter und SPD-Genossen verteidigen/beraten. Das wäre mit einer konsequenten Durchsetzung der S.-gesetze bezüglich der Versammlungsverbote gar nicht möglich gewesen.

    Zum anderen -und das halte ich für den wesentlichen Grund- war die programmatische Änderung der Partei ausschlaggebend für den 1890er Erfolg. Von 1878 bis kurz nach der 1887er Wahl fuhr die SPD einen Kuschelkurs mit dem bürgerlichen Lager. Das änderte sich dann aber und die Partei bekam eine klar marxistische Ausrichtung. Das sprach die große Arbeiterschaft an und verschaffte der SPD den eigentlichen Boom. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Punkt war die Änderung ihrer Rhetorik. Die SPD entfernte sich von ihrer militanten Sprache und trat nun nicht mehr für eine 'Revolution' sondern für eine 'revolutionäre Politik' ein. Das verschaffte der SPD auch Stimmen jenseits des Arbeiterlagers. Sie hat schlicht die Bildungsschichten mit angesprochen und wuchs so über ihre eigentliche Klientel hinaus.

    Man kann zwar sagen, dass die SPD von 1878-1890 ihr Ergebnis verdreifacht hat, doch es ist nur was die absoluten Zahlen angeht richtig und sagt nix über die Entwicklung der SPD zu jener Zeit. Bis kurz nach 1887 lag die SPD lethargisch am Boden und erst als man die Sozialistengesetze als zunehmend überflüssig ansah und sie lascher durchgesetzt wurden, kam die SPD aus den Löchern, gab sich ein neues Programm etc. und führte in zunehmend freundlicher werdender Umgebung den Wahlkampf zur 1890er Wahl bei der sie ihre Stimmen im Vergleich zur 1887er Wahl verdoppelte.

    Die Sozialistengesetze haben meiner Meinung nach gut gewirkt, denn außer den Stammwählern hatte die SPD von 1878-1887 keine weiteren Wähler, keine Entwicklung. Die Zeit vor 1887 zu betrachten ist daher falsch, denn die eigentliche gute Entwicklung der Wahlergebnisse fand erst nach 1887 statt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Januar 2006
  7. Saint-Just

    Saint-Just Neues Mitglied

    Beißt sich das nicht? auf der einen seite klar marxistische ausrichtung- auf der andern seite abschwächung der rhetorik und gewinnung der Bildungsschichten (zumal die im kaiserreich eher wenig sympathie für konsequenten marxismus hatten)?
    kann eine partei zugleich arbeiterpartei und volkspartei sein?

    ich frage mich, ob der erfolg nach wählerstimmen für die spd nicht in teilen sogar schädlich war ...
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Januar 2006
  8. thinktank

    thinktank Neues Mitglied

    sicher beißt sich das auf dem ersten blick aber man muss die umstände bedenken in dem das reich sich damals befand. von 1873-1879 gab es eine schwere wirtschaftskrise. es war wohl die schlimmste wirtschaftskrise die es bis zu der zeit je gab. erst ab 1895 wuchs die wirtschaft wieder kräftig. den 'höheren' bildungsschichten (bspw. angestellte) ging es während der 1880er sicher auch nicht gerade blendend und die haben dann einfach mal besser zugehört als die spd endlich ein theoretisch ausformuliertes fundament hatte und einen alternativen und vorallem durchdachten ausweg aus der krise bot.

    die spd hatte auch lange genug erfahrung mit den bürgerlichen, haben sie doch mit denen im reichstag zusammen gearbeitet usw. ich denk schon sie wußten wie man neue wähler anlockt und die alten dabei nicht verschreckt.
    zumal die spd einen konsequenten und lupenreinen marxismus ja auch gar nicht fordern konnte da man ja die wiederverschärfte durchsetzung der sozialistengesetze befürchten musste. die waren ja formal noch in kraft vor der 1890er wahl. ich glaub das erste wirklich offizielle marxistische parteiprogramm kam erst 1891 in erfurt.

    die spd hat sicher auch vom wegfall von lokalen kleinstparteien profitiert deren wähler meist kleinbürgertum war und dieses in den weniger bedrohlich formulierten sozialen forderungen eine neue politische heimat sahen.


    zu der frage ob man arbeiter- und zugleich volkspartei sein kann: damals gab es sicher mehr fabrik-, feld- und minenarbeiter als angestellte etc. gab halt weniger technik die die arbeit übernahm. im kaiserreich war eine arbeiterpartei ganz sicher auch eine volkspartei.
     
  9. Saint-Just

    Saint-Just Neues Mitglied

    genau da sehe ich das problem: marx hat sich meines wissens nach 1871 als politisches modell auf die pariser kommune bezogen. von bürgerlicher demokratie hielt er ... nicht allzuviel (diplomatisch formuliert).

    man konnte sich theoretisch vielleicht stringenter auf marx berufen als vorher .. praktisch wurde er aber mit der zunehmende ausrichtung auf die parlamentarische arbeit (und dem damit verbundenen legalistischen denken) bedeutungsloser als vorher .. viele wähler an sich zu binden und ein klares inhaltliches konzept scheinen mir da zielkonflikte zu sein: je eindeutiger man sich festlegt, desto eher werden potentielle wähler abgeschreckt ... folge war eine spezifisch sozialdemokratische Schizophrenie: die SPD war nicht das, was sie glaubte zu sein- eine marxistische Partei.

    vielleicht auch nur das erste, das marx nicht in grund und boden verrissen hat (aufgrund postmortaler unpässlichkeit) :)

    die gedanken von marx (abschaffung des eigentums z.B.) sollen für das kleinbürgertum, weniger "bedrohlich" gewesen sein? Ich seh da eigentlich eher eine der quellen für den aufkommenden antisemitismus (das krisensituation einerseits, ein kleinbürgertum, das mit marxistischen alternativen nichts anfangen kann andrerseits- ergo: kapitalismus gut, wenn es nicht die "zinsknechtschaft" gäbe ...)

    hm, ich hab bis jetzt keine gute bevölkerungsstatistik gefunden, glaube mich aber zu erinnern, dass proletarier nach definition von marx im kaiserreich noch eine minderheit waren (wenn auch eine große) ... das letzte wort hat hier die statistik.
     
  10. FranziH

    FranziH Neues Mitglied

    Reaktionen auf Bismarcks Sozialistengesetz

    Hallo Leute.

    Ich muss nächste Woche ein Referat halten über das Sozialistengesetz Bismarcks.
    Als Unterpunkt möchte ich hier unter anderem auch aufgreifen: "Reaktionen auf das Sozialistengesetz"

    Wie haben denn die Sozialdemokraten darauf reagiert? Oder andere politische Strömungen...?!?!?

    Wie würdet ihr das Referat am besten einleiten? Ich habe mir überlegt, dass ich einfach kurz erkläre, wie die SAP zustande gekommen ist und welche Ziele diese Partei hatte:


    [FONT=&quot]Vorgeschichte:[/FONT][FONT=&quot]
    Vor 1871:
    reformorientierter Allgemeiner Deutscher Arbeiterverein (23. Mai 1863)
    revolutionär-sozialistische Sozialdemokratische Arbeiterpartei (8.August 1869)
    --> [/FONT][FONT=&quot]1875 Vereinigung zur Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP)
    --> [/FONT][FONT=&quot] parteipolitische Interessenvertretung der Arbeiterbewegung
    --> [/FONT][FONT=&quot]Verbesserung der sozialen Lage der Arbeiterklasse + Überwindung der gegebenen sozialen und politisch undemokratischen Herrschaftsstrukturen
    --> [/FONT][FONT=&quot]Verstaatlichung der Produktionsmittel, gerechte Entlohnung

    1871: Gründung des Deutschen Reiches (konstitutionelle Monarchie)



    dann würde ich kurz!! erwähnen:

    [/FONT][FONT=&quot]Otto von Bismarck[/FONT][FONT=&quot]
    - Reichskanzler, konservativ eingestellt.
    - Freund des monarchischen Prinzip, lehne demokratische Ideen ab
    - SAP = „Reichsfeind“[/FONT]


    Reicht doch, oder? Soll ja kein Referat über Bismarck werden!



    Joa, und dann würde ich dazu kommen, wie es denn zu dem Sozialistengesetz gekommen ist:

    [FONT=&quot]Anlass:[/FONT][FONT=&quot]
    Zwei Attentatversuche von Max Hödel und Dr. Karl Eduard Nobiling am 11.Mai und 2.Juni 1879 auf Kaiser Wilhelm I..Bismarck ließ wahrheitswidrig verbreiten, dass Nobling ein Sozialdemokrat sei (eigentlich Gegner der SAP).

    Ich würde kurz auf den Inhalt eingehen:

    [/FONT][FONT=&quot]Inhalt:[/FONT][FONT=&quot]
    - Sozialistische Vereine, Versammlungen und Druckschriften konnten polizeilich verboten werden, wenn "die sittlichen, religiösen und politischen Grundlagen von Staat und Gesellschaft untergraben" würden
    - Verbot sozialdemokratischer Zusammenschlüsse, sozialistischen Gewerkschaften, des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins und der internationalen Gewerkschaften
    - Regierung hatte die Möglichkeit sozialistische Zeitungen und Zeitschriften zu verbieten
    - Agitatoren konnten ausgewiesen werden
    - Die Partei selbst wurde nicht verboten („nur“ all ihre Unterorganisationen)

    [/FONT]
    Dann würde ich gerne zu den Reaktionen kommen!


    Wer hilft mir :S

    Liebe grüße
    Franzi


    zusatz: War das Sozialistengesetz denn jetzt eher ein Erfolg oder eher ein Misserfolg? Hat es denn irgendjemanden was gebracht? Ich habe gelesen, dass trotz des Sozialistengesetzes die Stimmen für die Sozialisten stiegen!... warum? Ich dachte, dass es Bismarcks Plan war die Sozialisten zu schwächen, da sie für ihn eine Bedrohung für den Nationalstaat waren.

    HÄÄÄH:confused::confused::confused:
    [FONT=&quot]
    [/FONT]
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Februar 2006
  11. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Die Gliederung macht auf mich einen soliden Eindruck. Besonders die Idee Bismarck und die SPD kurz vorzustellen find ich gut. Reaktionen kenn ich keine.
    Hast du den Thread schonmal gelesen, der könnte interessante Gedanken für dich enthalten http://www.geschichtsforum.de/showthread.php?t=8786
     
  12. FranziH

    FranziH Neues Mitglied

    Hallo...

    Danke für die Antwort. Gut, dann lass ich den Punkt "reaktionen" halt weg.
    Aber wie haben denn die Sozialdemokraten darauf reagiert? Haben die sich nicht dagegen gewehrt? Wohl nicht, oder? sie wären ja sonst aus dem Kaiserreich ausgewiesen worden! Oder sehe ich das falsch? Den Link, den du mir dort geschickt hast, kannte ich schon :)... alles schon gelesen. Danke aber trotzdem :)


    http://www.uni-bonn.de/~uzs1ca/sozialistengesetz.jpg

    Wie kann man diese Karikatur denn interpretieren? Würde nämlich noch gerne eine Karikatur mit ins Referat einbringen... finde jedoch nur diesen, womit ich leider nicht ganz so viel anfangen kann, wie ich es gerne wöllte.
    Was ist denn mit "auflösung" gemeint? Oo... die Auflösung des Reichstages? Wieso wäre das für die Herren (rechts im Bild) schlecht? Wären die dann nicht mehr im Reichtag?
    Sorry, für die dummen fragen. aber ich bin nicht so der Mensch, der viel über die Geschichte und Politik weiß! Ich bin eher ein Naturwissenschaftlicher Mensch, der sich mit Biologie und Chemie beschäftigt.

    Würde mich über weitere Antworten freuen!
    LG, Franzi


    PS:
    Habe noch was im Internet gefunden:
    [FONT=&quot]Die Reaktion der Sozialdemokraten[/FONT][FONT=&quot]
    Die SAP im Reichstag setzte sich gegen das Sozialistengesetz nicht zur Wehr.
    Sie beteiligte sich an den Debatten über den Gesetzentwurf nicht. Am 23. Mai ließ man durch Wilhelm Liebknecht eine gemeinsame Erklärung verlesen:
    “...Wir erachten es mit unserer Würde nicht vereinbar, an der Diskussion des dem Reichstage heute vorliegenden Ausnahmegesetzes teilzunehmen und werden uns durch keine Provokationen, von welcher Seite sie auch kommen mögen, in diesem Beschluss erschüttern lassen. Wohl aber werden wir uns an der Abstimmung beteiligen, weil wir es für unsere Pflicht halten, zur Verhütung eines beispiellosen Attentats auf die Volksfreiheit das Unsrige beizutragen, indem wir unsere Stimmen in die Waagschale werfen. Falle die Entscheidung des Reichstags aus wie sie wolle - die deutsche Sozialdemokratie, an Kampf und Verfolgungen gewöhnt, bückt weiteren Kämpfen und Verfolgungen mit jener zuversichtlichen Ruhe entgegen, die das Bewusstsein einer guten und unbesiegbaren Sache verleiht."[/FONT]
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Februar 2006
  13. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    nicht gut. (insbesondere, da du ja jetzt etwas dazu hast). Ich hatte nicht vor dich von diesem Punkt abzubringen
    Ich vermute die Auflösung der Partei.
    Geschichte ist auch nur die Fortsetzung der Biologie.... (menschliche Evolution):cool:
     
  14. FranziH

    FranziH Neues Mitglied

    Wer sind denn die Herren rechts im Bild überhaupt? Sind das irgendwelche bekannten Gesichter? Es sind aber Sozialdemokraten, oder nicht?
    was könnte man in diese Karikatur denn noch alles hineininterpretieren?
     
  15. Ashigaru

    Ashigaru Premiummitglied

    Der mit dem Vollbart könnte Wilhelm Liebknecht sein. Bei dem kleinen mit der Brille habe ich keine Ahnung - Bebel ist es wohl nicht. Die anderen im Hintergrund haben nicht so ausgeprägt gezeichnete Gesichter, ich bezweifle, dass das reale Figuren sind.
     
  16. Mercy

    Mercy unvergessen

    Das ist der Centrumsführer Ludwig Windthorst.
     
  17. FranziH

    FranziH Neues Mitglied

    Ja, wenn das der Zentrumsführer ist...
    dann sind das rechts nicht alle Sozialdemokraten!?!?!
    Das heißt, dass Bismarck den Parteien sagt: "entweder ihr stimmt den Sozialistengesetz zu, oder ..." ja, oder was? wird der reichstag aufgelöst?
    Das hat er doch auch gemacht, oder? weil er ja einmal nicht genug stimmen dafür bekam? *grad net weiß*
     
  18. Mercy

    Mercy unvergessen

    Bismarck stellte die Mehrheitsführer im Reichstag, Windthorst und Rudolf von Bennigsen (Bild?) von den Nationalliberalen vor die Wahl: Zustimmung zum Gesetz oder Auflösung des Reichstags. Die Personen im Hintergrund kann ich nicht identifizieren.
     
  19. Ashigaru

    Ashigaru Premiummitglied

  20. FranziH

    FranziH Neues Mitglied

    Das waren also Nationalliberale.
    Die hatten doch aber das Gesetz abgelehnt (also... beim ersten Versuch bismarcks das Sozialistengesetz einzuführen)... das war nach dem 1.Attentat auf den Kaiser.
    Beim zweiten Attentat auf den Kaiser (ausgeführt von Nobiling) ließ Bismarck verbreiten, dass Nobiling ein Sozialdemokrat sei. Es kam zur Massenhyterie ... nicht nur bei den Konservativ eingestellten Parteien sonder auch bei den bürgerlichen Parteien. Die Nationalliberalen boten sich an, dem Ausnahmegesetz über die parlamentarischen Hürden zu helfen. Aber Bismarck wollte ja mehr: Er löste den Reichstag auf. Dann gab es Neuwahlen.

    "Für die Wahlzeit verhängt Bismarck ein "System des weißen Schreckens", mit dem das Bürgertum vollends um seine Sinne und zu schmählichsten Bekundungen seiner Loyalität gegenüber dem Regime gebracht wird."
    Kann mir das mal einer kurz erklären? was ist das "System des weißen Schreckens"? Was brachte die Bürger dazu, die Nationalliberalen zu wählen, so dass das Gesetz is Kraft gesetzt werden konnte?

    (oder hab ich da jeztt was falsch verstanden)
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Februar 2006

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