Bockstein
Aktives Mitglied
ich schaue mal nach: Falls ich meine Wortwahl habe einfließen lassen, entschuldige ich mich in aller Form.@Bockstein schreibt Wolters tatsächlich irgendwo von römische Heere in die Enge treiben?
Folge dem Video um zu sehen, wie unsere Website als Web-App auf dem Startbildschirm installiert werden kann.
Anmerkung: Diese Funktion ist in einigen Browsern möglicherweise nicht verfügbar.
ich schaue mal nach: Falls ich meine Wortwahl habe einfließen lassen, entschuldige ich mich in aller Form.@Bockstein schreibt Wolters tatsächlich irgendwo von römische Heere in die Enge treiben?
Eine eventuelle Problematik der Versorgung mit Lebensmitteln der germanischen Krieger wird sich wohl nur ergeben, wenn eine sehr große Zahl länger als kurze Zeit ( 2-3 Wochen) die Gegend "kahlfrisst".@Mi
@Mittelalterlager,,
vermutlich hatten sie keinen Tross wie die Römer.
Aber meine Vorstellung geht davon aus, daß sich die germanen im eigenen Land befanden und das die Römer nur die Gebiete besaßen, die sie sich unterworfen hatten. Das heißt, "zuhause" ist ein Gebiet, das von germanischen Stämmen umringt ist.
Das in Betracht stehende Gebiet umfaßt grob 80 km WO und 80 km NS. Bekannt ist auch, daß Germanien gut bevölkert war.
Ich schließe aus dem Umstand, daß immer mehr Germanen(vermutlich Angehörige von Stämmen, die nicht ursprünglich am Kampfgeschehen beteiligt waren ), zu dem Kampfgeschehen stießen, keine großen Anmarschwege gehabt haben, demzufolge die Versorgung mit Waffen und Lebensmitteln nicht das Problem der Germanen, sondern der Römer war.
Und die Wegeführung: war für Germanen nicht ungünstig, sie wohnten dort.
(eine oder mehrere Legionen irgendwo hin treiben, muss man erst einmal hinkriegen, eine Kleinigkeit oder Selbstverständlichkeit ist das sicher nicht)
genau das meinte ich. Die Germanen werden weniger Lebensmittel-bzw Waffenknappheit gehabt haben.Eine eventuelle Problematik der Versorgung mit Lebensmitteln der germanischen Krieger wird sich wohl nur ergeben, wenn eine sehr große Zahl länger als kurze Zeit ( 2-3 Wochen) die Gegend "kahlfrisst".
Für die Varusaktion sehe ich das Problem erst einmal nicht. Diese recht kurze Zeit wird das Land die Versorgung vermutlich tragen können.
Waren die germanischen Heere tatsächlich so gut und ausreichend bewaffnet wie die römischen Legionen? Bislang habe ich für den Zeitraum, um den es hier geht (vereinfacht augustäische Zeit), immer anderes gelesen: sie waren weder so professionell organisiert noch so stark gerüstet/bewaffnet. Und Waffenknappheit bei den römischen Heeren wäre mir auch neu. Da ihre (also der Germanen) Gesellschaften zu dieser Zeit auch oft genug von Subsistenzwirtschaft lebten, dürften sie in Sachen Truppenversorgung und Logistik eigentlich nicht besonders begünstigt gewesen sein.Doie germanen werden weniger Lebensmittel-bzw Waffenknappheit gehabt haben.
Du übergehst aber die Problematik, wie dieser Druck überhaupt längere Zeit aufercht zu erhalten ist.Blödsinn ist das nicht.Man kann es auch anders ausdrücken:Unter Druck ist Lebensmittelaufnahme gestört oder kaum möglich.
und insbesondere das aktive treiben ist sehr missverständlich gebraucht - aber das ist ja nun geklärt.Das von mirbenutzte Wort "Enge" ist hier mißverständlich gebraucht.
Das wird so nicht funktionieren, weil dafür die Schlacht zu kurz war und die Kommunikationswege zu lang waren.Ich schließe aus dem Umstand, daß immer mehr Germanen(vermutlich Angehörige von Stämmen, die nicht ursprünglich am Kampfgeschehen beteiligt waren ), zu dem Kampfgeschehen stießen, keine großen Anmarschwege gehabt haben, demzufolge die Versorgung mit Waffen und Lebensmitteln nicht das Problem der Germanen, sondern der Römer war.
Der Druck war bei Varus und Caecina über mehrere Tage gegeben.Du übergehst aber die Problematik, wie dieser Druck überhaupt längere Zeit aufercht zu erhalten ist.
Denn sie ist ja nicht einseitig. Um ein römisches dauerhaft Heer in Schach zu halten, bedurfte es einer ähnlich starken, bzw. sehr wahrscheinlich einer durchaus stärkeren Gegenmacht, aber auch die muss natürlich versorgt werden.
Und angenommen, ein römisches und ein nichtrömisches Heer fesselten sich gegenseitig so, dass die Römer nicht ungestört Wasser fassen können, müsste daraus resultieren, dass ihre Gegner das sehr wahrscheinlich auch nicht gekonnt hätten.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Wir müssen wirklich zwischen Wasser und anderen Lebensmitteln unterscheiden.
Ein römisches Heer so zu fesseln und zu bedrohnen, dass es sich nicht ohne weiteres aufteilen und die nähere bis mittlere Umgebung nach Getreide oder sonstigem Essbarem abgrasen kann, dass mag funktionieren, hat halt aber nur Bedeutung, wenn die Römer ihren Tross verloren haben.
Aber Wasser zu fassen ist ungleich einfacher. Wenn irgendwo ein Fließgewässer in unmittelbarer Nähe ist, dauert es pro Mann vielleicht eine halbe oder eine Minute mal eben einen Schlauch voll Wasser aus dem Bach oder Fluss zu schöpfen, um damit den Tag oder den kommenden Tag über versorgt zu sein.
Wie willst du jemanden mit antiken Waffen dauerhaft davon abhalten? Spätestens wenn die Dunkelheit anbricht und du den Fluss oder Bach nicht mehr weiter übersehen kannst, als dass du werfen kannst, wird der Feind eine Stelle finden, wo er Wasser entnehmen kann und wenn dabei einige Stunden Dunkelheit genutzt werden können, lässt sich damit auch eine größere Truppe versorgen.
Mit modernen Waffen sähe das anders aus. Da könnte man mit ein paar Dutzend Scharfschützen und Nachtsichtgeräten etc. relativ große Abschnitte eines Flusses oder Bachs in einer Weise abdecken, dass da niemand rann käme ohne sich erheblicher Lebensgefahr auszusetzen, aber nicht mit antiken Waffen und ohne Gerät zur Beobachtung.
Was Varus betrifft, wahrscheinlich eher nicht konstant und nicht auf die vollständige römische Streitmacht, sondern nur auf Teile davon.Der Druck war bei Varus und Caecina über mehrere Tage gegeben.
Ja, die Drucksituation auf die römische Streitmacht vielleicht, aber nicht auf ihre Wasserversorgung, denn dazu hätte er eine sehr gute und Präzise Wettervorhersage benötigt."wenn irgendwo ein Fließgewässer in unmittelbarer Nähe ist".............da sage ich mir ganz einfach, daß Arminius diese Drucksituationen vorher genau geplant hat.
Das klingt aber oben ganz anders. Da sind die Römer nicht diejenigen, die ein Weltreich errichtet haben, das in der augusteischen Zeit von Ärmelkanal bis an den Saum der Sahara und vom Euphrat bis zum Atlantik reichte, sondern die "stets" getriebenen. Um ein Weltreich zu errichten musst du aber die Summe der Schlachten gewinnen. Eine verlorene Schlacht ist vielleicht nicht die Katastrophe - wenn Tiberius und Germanicus in Germanien nach der Varusschlacht erfolgreicher gewesen wären, wäre diese vielleicht heute eine absolute Randnotiz, die nur spezialisierten Althistorikern überhaupt ein Begriff wäre - aber den Krieg muss du am Ende gewinnen. Dass ich Wolters gelesen habe, ist schon ein paar (ca. 15) Jahre her, aber so, wie du ihn wiedergibst, muss man sich halt wundern, dass die Römer jemals aus Latium herausgefunden haben. Varus und Caecina an den pontes longi hatten keine Chance das germanische Heer zu umgehen, ggf. gilt das auch für die Schlacht , die anderen Schlachten stellen sich aber doch anders dar. Klar haben die Germanen Germanicus bei Idistaviso dazu gebracht, über die Weser zu kommen, aber er hätte die Schlacht nicht annehmen müssen. Und die Germanen konnten in Idistaviso ihren Vorteil nicht nutzen.Die Römer haben Schlachten verloren und Schlachten gewonnen, aus welchen Gründen auch immer. Hier geht es darum, wie Römer in speziellen Situationen verloren haben, nicht darum, wie die Römer ein Weltreich errichteten.
Es wird allgemein davon ausgegangen, dass es eine gewisse Metallarmut gab, also Schwerter z.B. ein Luxusartikel waren, Rüstungen und Helme kaum vorhanden. Es wird eher davon ausgegangen, dass sie eine Spieß hatten, der uns in römischen Quellen als Frame (framea) entgegentritt. Allerdings berichtet Tacitus, dass Germanicus 15 n. Chr. römische Ausrüstung bei Segestes fand und für das Jahr 17, dass sowohl die Truppen Marbods als auch Arminius' nicht nur römischer Disziplin folgten, sondern auch römisch gerüstet in die Schlacht zogen. Es ist immer ein ziehen, warum sich auf Fundplätzen, die ein Schlachtgeschehen darstellen hauptsächlich römische und wenig germanische Gegenstände finden und die Antworten gehen in beide Richtungen: a) der germanische Fundniederschlag ist wegen der hauptsächlich organischen Ausrüstung viel geringer und b) die Germanen sind z.B. im Falle der Varusschlacht als vermutlich aus den Auxiliartruppen kommend, einfach von den Römern kaum zu unterscheiden.Waren die germanischen Heere tatsächlich so gut und ausreichend bewaffnet wie die römischen Legionen? Bislang habe ich für den Zeitraum, um den es hier geht (vereinfacht augustäische Zeit), immer anderes gelesen: sie waren weder so professionell organisiert noch so stark gerüstet/bewaffnet. Und Waffenknappheit bei den römischen Heeren wäre mir auch neu. Da ihre (also der Germanen) Gesellschaften zu dieser Zeit auch oft genug von Subsistenzwirtschaft lebten, dürften sie in Sachen Truppenversorgung und Logistik eigentlich nicht besonders begünstigt gewesen sein.
Naja, wenn wir mal davon ausgehen, dass der Überfall auf Varus Streitmacht nicht spontan war, sondern zumindest Tage bis Wochen Vorlaufzeit hatte, um das zu organisieren, dann werden diejenigen die nicht von Anfang an bei der Schlacht erschienen und sich erstmal fernhielten, ihre Gründe dafür gehabt haben.für das Auftauchen weiterer Germanen war die Schlacht zu kurz und die Kommunikationswege zu lang?
ja, von beiden Positionen hab ich auch schon gelesen - für letzteres spricht vielleicht indirekt, dass es später eine Art Waffenembargo gegeben haben soll (keine römische Bewaffnung ins Barbaricum verkaufen) Dennoch glaube ich nicht, dass zu Augustus Zeit die Hälfte oder gar mehr noch als die Hälfte der germanischen Truppen römisch (a la Auxiliartruppen) ausgerüstet gewesen ist (aber wie gesagt, es ist nur glauben) Vertritt nicht Timpe die extreme Position, dass die Varusschlacht eine Meuterei der Auxiliartruppen gewesen sei? Da müsste es ja fast genauso viele germanische Auxiliarkrieger wie römische Legionäre (mindestens 3 Legionen) gegeben haben, was mir unwahrscheinlich vorkommt.Es ist immer ein ziehen, warum sich auf Fundplätzen, die ein Schlachtgeschehen darstellen hauptsächlich römische und wenig germanische Gegenstände finden und die Antworten gehen in beide Richtungen: a) der germanische Fundniederschlag ist wegen der hauptsächlich organischen Ausrüstung viel geringer und b) die Germanen sind z.B. im Falle der Varusschlacht als vermutlich aus den Auxiliartruppen kommend, einfach von den Römern kaum zu unterscheiden.
wie das oben geklungen hat, hat Wolters geschrieben; er hat hier ein Detail der Schwäche betonen wollen.Das klingt aber oben ganz anders. Da sind die Römer nicht diejenigen, die ein Weltreich errichtet haben, das in der augusteischen Zeit von Ärmelkanal bis an den Saum der Sahara und vom Euphrat bis zum Atlantik reichte, sondern die "stets" getriebenen. Um ein Weltreich zu errichten musst du aber die Summe der Schlachten gewinnen. Eine verlorene Schlacht ist vielleicht nicht die Katastrophe - wenn Tiberius und Germanicus in Germanien nach der Varusschlacht erfolgreicher gewesen wären, wäre diese vielleicht heute eine absolute Randnotiz, die nur spezialisierten Althistorikern überhaupt ein Begriff wäre - aber den Krieg muss du am Ende gewinnen. Dass ich Wolters gelesen habe, ist schon ein paar (ca. 15) Jahre her, aber so, wie du ihn wiedergibst, muss man sich halt wundern, dass die Römer jemals aus Latium herausgefunden haben. Varus und Caecina an den pontes longi hatten keine Chance das germanische Heer zu umgehen, ggf. gilt das auch für die Schlacht , die anderen Schlachten stellen sich aber doch anders dar. Klar haben die Germanen Germanicus bei Idistaviso dazu gebracht, über die Weser zu kommen, aber er hätte die Schlacht nicht annehmen müssen. Und die Germanen konnten in Idistaviso ihren Vorteil nicht nutzen.
hattest du den jetzt doch nicht falsch wiedergegeben? Was genau hat der denn nun geschrieben? (ich kann das erst nächste Woche nachsehen, bin nicht daheim)wie das oben geklungen hat, hat Wolters geschrieben; er hat hier ein Detail der Schwäche betonen wollen.
Dann muß ich mich aber fragen, wie Wolters zu dieser Aussage kommt!!!beides zwang das römische Heer stets, die Schlacht auch an ungünstigen Stellen anzunehmen, statt das Heil im Rückzug oder in einer raumgreifendenUmgehung des Feindes zu suchen.
Wir verwenden essentielle Cookies, damit diese Website funktioniert, und optionale Cookies, um den Komfort bei der Nutzung zu verbessern.
Siehe weitere Informationen und konfiguriere deine Einstellungen