Nein überhaupt nicht, das waren die reinsten Unschuldsengel schon immer , frag mal in Litauen nach. 1,2 Millionen deutsche Flüchtlinge in Friedenszeiten zeigen andere Bilder.
Was haben denn die Auseinandersetzungen zwischen Polen und Litauen mit der deutschen Agression gegen Polen zu tun?
Ach ja , die Unschuldsengel haben sich auch noch bei der Zerschlagung der CSR mitbeteiligt, natürlich was das Gebiet sehr klein deshalb auch Nullkommanix*lach* , für die Unbelehrbaren.
Übrigens nachdem Hitler sie ausdrücklich dazu eingeladen hatte und die Überlassung Westpreußens, die angedachte Rolle als Vasall des NS-Reiches und den gewünschten gemeinsamen Krieg gegen die Sowjetuinion hatte Hitler in den 1930er Jahren Polen mehrfach mit Verschiebung von Teilen der Westukraine an den polnischen Staat schmackhaft zu machen versucht, wie wir nicht vergessen wollen.
Es zieht von dem her nicht, Polens durchaus auch expansionistische Politik zwischen den Weltkriegen heran zu ziehen um Warschau den schwarzen Peter zuzuschieben, denn Hitler hat ja nicht etwa versucht Deutschland gegen polnische Expansion zu schützen, sondern polnische Expansionswünsche gezielt eingesetzt um Polen (und übrigens auch Ungarn) als Juniorpartner für seine außenpolitischen Vorhaben zu ködern.
Er war also im Grundsatz überhaupt nicht gegen ein expansives Polen, sondern versuchte das für seinen "Lebensraum-Krieg" einzuspannen, zummindest bis sich nach der vollständigen Zerstörung der CSR endgültig zeigte, dass Warschau dafür nicht zu haben war.
Nur sah das die damalige Bevölkerung ganz anders, waren bestimmt alle von der Propaganda völlig unbelehrbar geworden.
Ein Glück das ich mir noch Zeitgenossen anhören durfte, aus den Westpreußischen Gebieten.
Nein, die deutschsprachige Bevölkerung in Westpreußen hatte einfach zum Teil ein Interesse wieder nach Deutschland zu kommen, weil das Leben unter polnischer Herrschaft für sie natürlich unangenehmer war als im deutschen Kaiserreich.
- Probleme sich wegen der polnischen Amtssprache in Behördenangelegenheiten verständlich zu machen oder bei Rechtsstreitigkeiten den eigenen Standpunkt im Alleingang vernünftig vertreten zu können (hier erleben die deutschsprachigen Einwohner Westpreußens halt dass, was im Kaiserreich die westpreußischen Polen und Kaschuben erlebt hatten, nämlich dass Minderheit in einem Nationalstaat sein, nicht immer angenehm ist, zumal anders als die Warschauer Regierung die lokale Bevölkerung und lokalen Autoritäten da zum Teil noch alte Rechnungen aus der "Kulturkampfzeit" in Preußen zu begleichen hatten).
- Im Kaiserreich gehörte Westpreußen zu den strukturell und wirtschaftlich abgehängten Gebieten, auf die Rücksicht genommen und in deren Interesse zum Teil auch Handels- und Wirtschaftspolitik betrieben wurde (Agrarzölle). In der 2. Polnischen Republik, war das eine der wirtschaftlich stärkeren Provinzen, die entsprechend fiskalisch stärker belastet wurde. Vom Zuschussgebiet zu einem Gebiet zu werden, aus dem fiskalisch Ressourcen eher abgezogen werden (wobei für den Ausbau von Gdynia wohl auch einiges in den Norden der Region ging), war sicherlich nicht angenehm.
Das die Situation der deutschsprachigen Minderheit in Polen nicht so erfreulich war, wie sie es gern gehabt hätte, belegt aber keine wie auch immer geartete außenpolitische Agressionsabsicht Polens gegenüber Deutschland anno 1939.
Das ist und bleibt ein Hirngespinst/Rechtfertigungsrhetorik.