1939 - Der Krieg der viele Väter hatte

Schon richtig, aber 1944/1945 hatte die Luftwaffe im Gegensatz zu den alliierten Luftstreitkräften ja kaum noch Kapazitäten effektiv gegen das Feindesland zu operieren.
aber 1944/1945 hätten die Westalliierten da kaum noch zu fürchten gehabt das entsprechend retour zu bekommen und trotzdem ließen sie von diesen Waffen die Finger.

Das heißt ein gewisses Maß an grundsätzlichen Skrupeln scheint da bei der Luftkriegsführung durchaus noch vorhanden gewesen zu sein, trotz der von beiden Seiten betriebenen Konzeption mit dem Luftkrieg auch die Moral der jeweiligen Zivilbevölkerung auf der anderen Seite zu treffen.
Bei B und C Waffen muß nicht zwingend eine große Menge ausgebracht werden um entsprechende Wirkung zu erzielen. Soweit mir bekannt waren die Kampfstoffe/Giftgase des neuen Typs ( Tabun-Sarin-Soman) bei Kriegsgegnern des "Dritten Reiches" weder vorhanden noch in der Entwicklung!?
44/45 war die Niederlage des DRs. sicher. Der Einsatz von B und C Waffen im Prinzip also auch unnötig und eher kontraproduktiv.
 
44/45 war die Niederlage des DRs. sicher. Der Einsatz von B und C Waffen im Prinzip also auch unnötig und eher kontraproduktiv.
So argumentiert war auch der Einsatz von Nuklearwaffen gegen Japan nicht wirklich plausibel und wäre gegen Deutschland nicht plausibel gewesen.
Mit der im Hinblick auf Japan präsentierten Argumentation, dass Leben der eigenen Soldaten möglichst schonen und den Kieg abkürzen zu wollen, wäre es durchaus nicht unplausibel gewesen, auf B/C - Waffen sofern sie vorhanden waren zurück zu greifen, jedenfalls Anfang 1944 vor der Normandie-Invasion.
Die Gefahr deutscher Bombenangriffe größeren Stils gegen die britischen Inseln waren Bereits Anfang 1944 vor der Normandie-Invasion minimal und mit B/C-Waffen wäre sicherlich die Rüstung in West- und Norddeutschland nochmal effektiver zu treffen gewesen, wenn man auch das Zeug auf die Industriebetriebe geworfen hätte.

Geht aber allmählich vom Thema weg, sollten wir, wenn Interesse besteht das weiter zu diskutieren vielleicht anderswo hin verlegen.
 
Gegen chemische Waffen gab es große Vorbehalte, va wegen den Erfahrungen aus dem 1. Wk. und darauf beruhenden, dystopischen Vorstellugen aus den Zwischenkriegszeit, was ein großer, mit chemischen Waffen ausgefochtener Krieg bedeuten könnte. Das war bei der Atombombe noch nicht der Fall. Diese Waffe war neu, und insbesonders die Auswirkungen der Radioaktivität waren noch nicht im öffentlichen Bewusstsein angelangt. Da wars erstmal eine (zugegebenermaßen sehr, sehr) große Explosion. Die Horrorbilder einer verstrahlten Erde, die alle aus den Kalten Kriegs-Generationen vor Augen haben, gab es im Massenbewusstsein noch nicht, die einer verseuchten Erde schon.
 
Du weist doch ganz genau dass unter der 'Europe first' Doktrin der 26 United Nations ein solcher Gedanke - 1945 A-Bombe ueber Deutschland - nie in Betracht gezogen wurde,
Es war wohl so, dass genau diese Frage diskutiert wurde.
Und auch darüber was passieren würde, sollte die Bombe nicht explodieren.

Ich denke aber wir sollten das vielleicht wo anders fortführen.
Zu Beginn des 2. Weltkriegs schaut die nukleare Pandora grad mal ein ganz klein wenig aus Büchse.
Hat also keinen erkennbaren Einfluss auf die Entstehung-

.. hier oder da?
 
Ich lehne eigentlich jede "Was-wäre-wenn"-Diskussion ab. Aber ich denke dass die Alliierten eine Risikoabwägung hatten, trotz der Gewissheit den Gegner konventionell zu besiegen.

Man wusste vor allem, dass die deutsche Luftwaffe auch 1944/45 jederzeit jeden Punkt in Großbritannien oder Frankreich treffen konnte.

Die Flugzeuge Arado 234 und Me 262 hatten hohe Reichweite und Geschwindigkeit, waren im Anflug nicht abzufangen und stellten somit trotz guter britischer Radarerkennung ein nicht zu kalkulierendes Risiko dar.

Bei den Raketenwaffen war noch bis März 1945 Großbritannien von den Niederlanden aus erreichbar, eine mehrstufige Rakete noch höherer Reichweite war zumindest technisch denkbar.

Am 2.12.1943 erfolgte der deutsche Luftangriff auf den alliierten Hafen Bari, bei dem große Mengen von Giftgas aus alliierten Schiffen freigesetzt wurden. Dieser Angriff kann aus alliierter Sicht als klares deutsches Signal verstanden worden sein, ein deutscher Giftgasangriff erfolgte nicht.

Gerade das Nicht-Einsetzen und Nicht-Androhen von Angriffen mit den ja doch vorhandenen B- und C-Waffen machte diesen Gegner Deutschland so gefährlich, es musste immer mit einem Zweitschlag gerechnet werden, eine atomare Bedrohung war zumindest zu befürchten.

Auch bei den Atombombenangriffen auf Hiroshima und Nagasaki waren es Einzelflugzeuge die erfolgreich eingesetzt wurden, die Alliierten hätten mit gleichartiger Einsatztaktik auch bei eventuellen deutschen Vergeltungsangriffen gerechnet.

Japan hingegen konnte 1944 das amerikanische Festland nicht mehr erreichen.
 
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