Bei B und C Waffen muß nicht zwingend eine große Menge ausgebracht werden um entsprechende Wirkung zu erzielen.
Ja.
Soweit mir bekannt waren die Kampfstoffe/Giftgase des neuen Typs ( Tabun-Sarin-Soman) bei Kriegsgegnern des "Dritten Reiches" weder vorhanden noch in der Entwicklung!?
Du wirst Recht haben. Der Hauptfokus damals lag in der Tat beim billigem Senfgas. Das vorhandene Zeitfenster fuer Forschung, Entwicklung und vor allem Gegenmassnahmen war fuer Tabun-Sarin-Soman einfach nicht vorhanden.
Experimente liefen in Canada, U.S.A. und UK.
Um es vorweg zu nehmen: Waehrend des WK II liess Churchill eine Warnung an das Hitlerregime verlauten, sinngemaess; "Should the Hun deploy chemical weapons, all holds are off, we then will *drench* German cities with poison gas!"
Mit 'we' waren auch die U.S.A. gemeint. Nun ist es so, dass GB nur geringfuegige Produktsonskapazitaeten von hauptsaechlich Senfgas gehabt hatte. Doch um Deutschland mit dem Giftgas 'uebergiessen' zu koennen, bedurfte es tausende Tonnen davon in Reserve. Ergo Bari. [1]Wir haben ueber das Senfgas-Desaster in Bari gesprochen: dies war nur eine der Lieferungen fuer GB im Fall es muesste seine Drohung wahr machen. Und in der Tat, obwohl DEU groessere Mengen Giftgase gehabt hatte, es wurde nie eingesetzt. Ueber das 'Warum' kann man nur spekulieren. Doch hitler muss von der Warnung gewusst haben.
"Experimente liefen in Canada"
Auch Canada fummelte an der Wirkung von Senfgas und anderen Gasen herum. Es unterhielt top secret Labors dafuer und unternahm life Versuche an 2,000 bis 3,000 nichtsahnende Freiwillige in
Suffield im Sueden von Alberta nahe bei Medicine Hat, mit oft verheerenden, lebenslangen Folgen. [2] Jene Versuchskaninchen wurden in der Tat mit Senfgas 'uebergossen' , dann in Panzer und Trucks gesteckt, Strecken rennen lassen usw usw. alles very top secret, oft mit lebenslaenglich verheerenden gesunheitlichen Folgen und z.T. bis heute noch hush hush. [3]
"Experimente liefen in UK."
Waehrend des Zweiten Weltkriegs entwickelten die Royal Engineers in Porton Down militaery grade Anthraxsporen . Die Anthrax-Experimente wurden auf der Insel Gruinard vor der Kueste Schottlands durchgefuehrt. Bis vor wenigen Jahren noch war Gruinard 'off limit' fuer non-military Personal gewesen.
1930 ratifizierte Großbritannien das Genfer Protokoll von 1925 mit seinem Caveat, [5]dass den Einsatz chemischer Waffen nur als Vergeltungsmaßnahme erlaubte. [4] Ergo Churchill's caveat in seiner Drohung. Bis 1938 hatte sich die internationale politische Landschaft so zugespitzt, dass das britische Kriegskabinett Forschung und Entwicklung im Bereich der offensiven chemischen Kriegsführung sowie die Produktion von Kriegsreserven an chemischen Kampfstoffen durch die chemische Industrie genehmigte. Dazu gehoerte auch die Durchfuehrung von Versuchen zur chemischen Kriegsführung, also neben der vertuschten kanadischen Experimente auch die an Soldaten der britisch-indischen Armee, bekannt als die Rawalpindi-Experimente um die Auswirkungen von Senfgas zu testen.
[1] Die ganzen Geschehen in Bari mit seinen Verantwortlichen; den statistischen Verlustkategorin in Bari selber (@ 2,000) und im Hafen, der deutsche Geheimdienst usw usw, wurde damals fuer 99 Jahre versiegelt. Ist also noch immer in Kraft und unter unverletzbarem Verschluss. Zwar ist das meiste bekannt, jedoch eben nicht 'Alles'.
"Experimente liefen in U.S.A."
[2] Toxic Exposures: Mustard Gas and the Health Consequences of World War II in the United States (Critical Issues in Health and Medicine)
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a.co
[3]
Complaints Concerning Chemical Agent Testing During World War II—Report - Canada.ca
[4]
GENEVA PROTOCOL
[5] b - to cease to be binding in regard to any enemy States whose armed forces or allies do not observe provisions.
c - to cease to be binding as regards use of chemical agents with respect to any enemy State whose armed forces or allies do not observe provisions.