Bismarck schuld am 1. Wk?

Dieses Thema im Forum "Das Deutsche Kaiserreich" wurde erstellt von History4fun, 5. März 2010.

  1. Arne

    Arne Premiummitglied

    Klaus, es gab ab 1945 feste Blöcke, die im Endeffekt Jahrzehnte Frieden bedeuteten, weil jeder Angst vor der Stärke des anderen hatte. Das zeigt, daß Bündnisblöcke nicht zwangsläufig zum Krieg führen.
    Theoretisch hätte das auch 1914 so funktionieren sollen. Hat es aber nicht, weil zu viele Leute zu wenig über die Folgen nachgedacht haben.
     
  2. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    Napoleon III. hatte nach Königgrätz, in Friedenszeiten und mehrere Jahre vor der Auseinandersetzung mit Preußen, versucht ein Bündnis mit Österreich-Ungarn und Italien gegen Preußen zu schließen. Auch die Bemühungen das belgische Eisenbahnnetz unter französische Kontrolle zu bekommen, war klar gegen Preußen gerichtet gewesen.
     
  3. General Höhl

    General Höhl Gesperrt

    Wie bereits gesagt wurde.

    Eigentlich war dieses Bündnissystem zur Abschreckung dar um genau so einen Krieg zu verhindern. Da es aber davor noch nie einen Krieg in so einen Ausmaß gab hatte sich auch niemand überlegt was die Folgen sein könnten.

    1945 funktionierten diese Bündnissysteme dann doch recht gut aber nur weil man Erfahrungen aus dem 1. und 2. Weltkrieg gemacht hat.

    Aber man muss auch sagen manchmal hatte dieser Frieden doch arg gewackelt.
     
  4. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    Die Nato wurde 1949 und der Warschauer Pakt 1955 ins Leben grufen.

    Als Österreich-Ungarn und das Deutsche Reich im Jahre 1879 den Zweibund begründeten, hatte das Zarenreich zu jener Zeit keine Kenntnis davon. Wie sollte das Bündnis also auf Russland abschreckend wirken?

    Frankreich und Russland schlossen im Jahre 1892 eine Militärkonvention ab, die ebenfalls zunächst geheim war. Auch hier war die Entfaltung einer abschreckenden Wirkung wohl nicht möglich.

    Selbst als man Kenntnis bekam, das dort eine Vereinbarung existiert, darf wohl bezweifelt werden, das die einzelnen Abmachungen bekannt geworden sind.
     
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  5. Klaus

    Klaus Neues Mitglied

    Dazu möchte ich aber bemerken, dass im Kalten Krieg der Ausbruch eines "Heißen" Krieges mit der jeweils anderen Supermacht ein Fall war, den man absout ausschließen wollte.

    Dagegen glaube ich nicht, dass in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts der Krieg gegen eine andere Europäische Macht ein Tabu war, und dass es Bismarcks Ziel gewesen wäre, einen Krieg unmöglich zu machen, zumindest nicht für die eigene Seite.
     
  6. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    Die Kubakrise war schon eine "heisse" Krise und es hat wirklich nicht mehr viel gefehlt. Von daher würde mit den Begriff absolut zurückhaltend.

    Das hat ja auch niemand behauptet. Aber ich glaube nicht, das Bismarks Bündnispolitik ursächlich für die Bündnisblöcke am Vorabend des Ersten Weltkrieg vernatwortlich zeichnet. Übrigens hat auch Julius Andrassy sich bereits im Frühjahr 1872 um ein Block gegen Russland, unter Einschluß des Deutschen Reiches und Großbritannien, bemüht. Andrassy ging nämlich davon aus, das es innerhalt der nächsten zwei Jahre zu einem Krieg gegen das Zarenreich kommen würde. Er ließ bei seinen Ausführungen gegenüber Franz Joseph und den Kriegsminister und anderen Militärs aber offen, ob er von einen offensiven österreichischen Vorgehen ausging oder ob es defensiver Antur sein sollte.
     
  7. Iceman

    Iceman Mitglied


    Das Reich genügt sich selbst.

    Ich weiß, aber das war ja nicht Wilhelms II Ziel.
    Er war zur Hälfte Engländer und England war die Weltmacht.
    Er wollte Deutschland auch zur Weltmacht machen.

    Meiner Meinung nach sind nicht wir am Krieg schuld, denn
    sie waren es, die uns isolieren wollten uns keine Einheit gönnen wollten.

    Und diese Anti Deutschlandpolitik der anderen Mächte musste ja
    irgendwann mit Wilhelm II Wahn zusammentreffen.
    Wenn einer dieser Faktoren nicht gewesen wäre, dann wär
    es nicht in dieser Form zum Krieg gekommen.
     
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  8. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied



    Ist das ernsthaft deine Meinung?
     
  9. YoungArkas

    YoungArkas Neues Mitglied

    Welche Anti-Deutschland Politik? Deutschland hat Konfrontation mit GB gesucht und Frankreich isoliert, oder es zumindest bis W2 versucht. Mit dem Ende des Rückversicherungsvertrages begann man sich im Dreibund selbst zu isolieren.
     
  10. Iceman

    Iceman Mitglied

    Achtung ich rede vom 1 WK.
    Wie gesagt die beiden oben genannten Faktoren und der
    Zünder am Balkan der durch Österreich ausgelöst wurde.
     
  11. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Wer nicht?
     
  12. Zoki55

    Zoki55 Aktives Mitglied

    Man kann auch sagen der Balkan war die Ausrede loszulegen.
     
  13. Iceman

    Iceman Mitglied

    Die Balkankrise war eben der Zündstoff.
    Deutschland Politik und die Politik der anderen das richtige Mischungsverhältnis
    und Wilhelm II der Katalysator.
     
  14. Zoki55

    Zoki55 Aktives Mitglied

    Naja Deutschland hatte am Balkan kaum Interessen, dass gleiche gilt für GB und Frankreich.

    Dafür wollten die Deutschen Kolonien obwohl schon diejenigen die im Besitz des Reichs waren mit Minus geführt wurden.

    Wilhelm hat teilweise grade die Engländer bis aufs Blut provoziert siehe Burenaufstand, dass ist nicht unbedingt intelligent wenn man weiß dass man schon mit Frankreich im Klitsch liegt.
     

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