Hyksos & Co.

Dieses Thema im Forum "Das Alte Ägypten" wurde erstellt von Ursus, 15. April 2017.

  1. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    Nachlesen heißt nicht, das erste Schlagwort aufzugreifen.Du weißt, dass ich in der Regel keine Autoritäten angebe, sondern den Inhalt im Auge habe.

    Zum Rest später.
     
  2. Ursus

    Ursus Neues Mitglied

    Ja, im Regelfall kommt etwas dazu, genauso besagte „Heilige Bücher“ im Laufe ihrer Langzeitentwicklung immer dicker und umfangreicher wurden, jeder Autor verfeinert den Lesestoff und „entdeckt Neues“.

    Im Vordergrund der Überlegung zum heute bekannten Gott JHWH’ stand wahrscheinlich eine bewusste Abgrenzung zu besagten Schasu- Jahu Beduinen (jhw), mit denen man nicht verglichen sein wollte.

    Einen Wendepunkt stellt die Militärgarnison in Elephantine, Gott Chnum: Neb-Qebehu, Djed-chet-neb-iret-nes, Chnum / Chenmu / Chenemu / hnmw (vergleiche Djehuti- Mose), er hat in seiner hieroglyphischen Schreibweise neben dem alten Ideogramm des alten Reiches seit dem neuen (N37, N35, N26) als Schreibung.

    Genauso taucht Apopis, als einstiger Hyksoskönig in Sargtexten der Unterweltsbücher des Neuen Reiches als Gott Apopis auf, einer gefährlich wütenden Schlange gegen Gott Ra. Altägyptische religiöse Geschichtspolitik, Verklärung.

    Gott Chnum in Verbindung Gott JHWH’ (im AT Buch Mose’ Kap. 37–50) dazu:

    ... Felsinschrift auf der Insel Sehel am ersten Nilkatarakt bei Assuan; erzählt von siebenjährigen Niedrig-Überschwemmungen und einer Hungersnot, die erst mit der Fürbitte der Priester beim Gott Chnum, dem Herrscher über die Nilquellen, endete. Die Inschrift stammt aus ptolemäischer Zeit und wurde von Priestern aus Propagandazwecken bewußt in die Djoser-Zeit vordatiert. ... aus: Ägyptologie Forum

    Hoffe das ist o.k., wenn ich das so reinkopiere.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Mai 2017
  3. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Den gibt es immer noch nicht!
    Und noch mal: Der ORTSname YWH, unvokalisiert, muss gar nichts mit dem GOTTESnamen JHWH zu tun haben. Ich erinnere noch mal an das Bsp. Hand/Hund. Nehmen wir mal an, unsere lateinische Schrift würde, wie die semitischen Schriften, eine Konsonantenschrift sein: Beide Worte würden HND lauten, man bräuchte den Kontext, um zu entscheiden, ob es sich um das Körperteil oder das Tier handelt. Hund und Hand sind beides Worte aus derselben Sprache.
    Jetzt haben wir hier aber zwei unterschiedliche Sprachen vorliegen, die keine enge Verwandtschaft zueinander haben.
     
  4. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Es gibt keinen "Regelfall".

    Wer eine Entwicklung sieht, möge diese belegen.

    Der älteste Beleg für den Gottesnamen JHWH, den ich kenne, ist die Mescha-Stele, ca. 840 v. Chr., also einige Jahrhunderte vor den Elephantine-Papyri.
     

    Anhänge:

  5. Ursus

    Ursus Neues Mitglied

    JHWH' als bibl. Gott nicht, das sehe ich genauso.

    Denn diese Felseninschrift, als sogenannte „Hungersnotinschrift“ bei Assuan der Ptolemäer ist bereits hellenistisch (beg. ab 332 v.), also weit nach besagter jüdischer Militärgarnison Elephantines (410/419 v.). Ergo kann es zur Zeit Elephantines noch keinen bibl. Mose mit seinem JHWH’ gegeben haben. Passt aber genau ins Zeitfenster des jüdisch- hellenistischen Romanautors Alexandrias, Artapanos (im 2. Jhd. v.), als Inspiration und Vorlage seiner apologetischen Missionserzählungen und Literaturwerk u.a. über „Mose’ als Romanfigur. In der Gesamtdarstellung erst viel später als "Tanach", etwa der Zeit der Falludscha- Periode (9./11. Jhd.n.), Familie Ben-Ascher, Tiberias, wie gesagt 5- Bücher Mose' ist in seiner Entwicklung Literaturgeschichte.

    [​IMG] [FONT=&amp]
    [/FONT](Felsinschrift auf der Insel Sehel am ersten Nilkatarakt bei Assuan, Quelle: Verner, M., Die Pyramiden; Hamburg 1998; Foto: naunakhte)

    Die Schasu- Jahu (jhw) sahen sich als Herren und Gott, aber den Herrentitel als Name der Personen gibt es genauso in Elephatine.
     
  6. Ursus

    Ursus Neues Mitglied

    Namen orientieren sich nach Orten und Gegebenheiten, z.B.: einer Kirche im Ort, als „die Kirchners“ ergo „Herr und Frau Kirchner“.
     
  7. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Noch mal für besonders sture Nichtakzeptierer von Sachverhalten:

    Du hast eine ÄGYPTISCHE ORTSbezeichnung Y-H-W, keine Vokale. Und du hast einen HEBRÄISCHEN bzw. ARAMÄISCHEN GOTTESnamen JHW(H), ebenfalls ohne Vokale bzw. in der jüdischen Tradition mit einer tabuisierten Aussprache.

    Um nicht immer das HND-Beispiel (Hund oder Hand?) zu bringen: Im Arabischen gibt es die Radikalfolge MDRS-ah (مدرسة). So wird man das Wort in den meisten Texten finden. Im Text ist natürlich klar, wie ich es lesen muss, isoliert dagegen nicht. Da kann es die Lehrerin (vokalisiert mudar-risah مُدَرِّسَة) sein oder auch die Koranschule (vokalisiert madrasah مَدْرَسَة).

    Und noch mal JHWH' (יהוהע) gibt es nicht!! Wir haben die Formen יהו und יהוה.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Mai 2017
  8. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Und das muss dann bei allen Namen so sein.
    "Ursus" leitet sich bestimmt von einem Warschauer Stadtteil her.
     
  9. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied


    Blödsinn.

    Das ist in dem hier verlinkten Zusammenhang doch kein "Herrentitel".
    :autsch:
     
  10. Ursus

    Ursus Neues Mitglied

    Hebräisch liest man von rechts nach links, deshalb das ’ als „J“ (10ter Buchstabe) zu Beginn des Wortes. In der deutschen Umschrift/Lautung eventuell als „J(a)hw(e)hj“(?) mitangehängt, darüber kann man streiten, Dein Argument halte ich für durchaus richtig.

    Auch die Brüder Grimm hatten mit Namen der Figuren ihren metonymischen Bedeutungswandel, dazu:

    ... Das Märchen vom "Rumpelstilzchen" fällt jedem spontan ein, weil hier eine Königin mit Abstammung aus der Unterschicht krampfhaft nach passenden Vornamen für einen herumhüpfenden Waldschrat sucht. Die Ergebnisse Rippenbiest, Hammelwade, Schnürbein, Kunz oder Rumpelstilzchen sind wohl weniger geeignet -Kaspar, Melchior, Balzer (Balthasar) gelten dagegen als annehmbare Vornamen aus diesem Märchen. ... Vornamen aus den Märchen der Gebrüder Grimm

    Die Grimms waren ebenso Germanisten und verfassten ein damals modernes Wörterbuch Wörterbuchnetz - Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm

    Wilhelm Köller, in seinem Werk „
    Sinnbilder für Sprache- Metaphorische Alternativen“ im Kapitel „Die Sprache als Geld“ (auf Seite 448):

    ... Dieses substanzorientierte Namensverständnis impliziert, dass derjenige der die Namen der Personen oder Sachen kennt, zugleich auch Macht über die damit verbundenen Phänomene gewinnt, was das Märchen vom Rumpelstilzchen sehr schön illustriert. .... Die mythische Anschauung der Sprache, die der philologischen überall voraus geht, ist durchgehend durch diese Indifferenz von Wort und Sache gekennzeichnet. Für sie ist im Namen jedes Dinges sein Wert beschlossen. An das Wort und seinen Besitz knüpfen sich unmittelbar magische Wirkungen. Wer sich des Namens bemächtigt und ihn zu gebrauchen weiß, der hat damit auch die Herrschaft über den Gegenstand gewonnen. ...

    https://books.google.at/books?id=GG...nepage&q=Rumpelstilzchen Begriffsname&f=false

    Der bibl. Jhwh, JHWH, Jhw, Jehova, Jahu, (usw.) ist genauso eine Märchen- bzw. Mythenfigur, Begriff oder Synonym für ein religiös- moralisches Anliegen wie bei den Brüdern Grimm. Es ist künstlerische Freiheit der Autoren in deren Schreibweisen begrifflich und jeweiliger Aussprache zu gestalten. Im Bedeutungswandel:

    ... ein schon vorhandenes Wort auch auf die zu benennende Sache anzuwenden z. B. Maus (Nagetier) → Maus (Computerzubehör) ... https://de.wikipedia.org/wiki/Bedeutungswandel

    Aber egal wie, zu Beginn steht die Nagetier- Maus onomasiologisch zur PC- Maus, daran geht kein Weg vorbei!

    So wandelten sich gebietsbegrifflich die „Jahu Schasu (jhw) Beduinen“ zum Gott Jahu- JHWH, genauso wie Araber in Arabien, Chinesen in China, usw. (mit deren Götter) beheimatet sind, denn wo sollte diese Gottheit JHWH (Jahu) denn sonst herkommen?
     
  11. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Willst du mir jetzt allen ernstes erzählen dass du an die lateinische Umschrift JHWH das hebräische Yod von יהוה angehängt hast? (=JHWH'). Sorry, aber da musst du früher aufstehen! Verarschen kann ich mich alleine besser!

    Nein, darüber kann man nicht streiten. Ein יהוהע gibt es nicht (das würde deiner "Transkription" (JHWH') entsprechen). Wenn man an יהוה ein yod anhängen würde (Wie du es jetzt neuerdings transkribierst, also JHWHJ, dann wäre das יהוהי. Eine solche Form ist mir nicht bekannt, ich will aber nicht ausschließen, dass sie theoretisch möglich sein könnte. Das zweite Jod wäre dann ein Possessivpronomen 1. Person Singular. Zumindest im biblischen Text wird dann aber eher Adon (Adonai) oder El (Eli) mit dem Possessivpronomen versehen. Z.B. in dem Namen Elijahu EL+J+JHW ("JHWH ist mein Gott").

    Du vermischt weiterhin munter Ethniennamen (Schasu) mit Ortsnamen (YHW, ägyptisch!!!) mit Gottesnamen (JHW(H), hebräisch!!!) in verschiedenen Sprachen und alles ohne die fraglichen Vokalisierungen in den verschiedenen Sprachen auch nur ansatzweise zu kennen.

    Deine Desviationen zu dem Grimms, Metonymien, Caesar und Octavian haben alle in der Sache nicht weitergeführt (aber das war ja wohl auch ihr Zweck) und waren ebenso unnötig wie unpassend und nebenbei nicht nachgefragt.

    KOpiert ist eben immer noch nicht kApiert!

    Da fällt mir etwas wunderschönes ein.
    Ich schreibe mal einen deutschen Satz in der Retranskribierung aus der hebräischen Schrift (also die Worte sind deutsch, die Buchstaben lateinisch, sollen aber die Wiedergabe soll simulieren, als seien sie hebräisch geschrieben und jetzt transkribiert worden)

    ʾr kprt ʾyn
    Šf


    er kapiert ein Schiff?
    er kopiert ein Schiff?
    er kapert ein Schiff?


    Den ersten Auflösungsversuch könnte man verstehen, "er versteht, wie das Schiff funktioniert", ist aber unidiomatisch und damit wohl als falsche Lesung zu verwerfen.
    Beide weiteren Lesungen wären möglich und wir hätten es in beiden Fällen wohl auch mit Formen von Piraterie zu tun, wobei der eine Pirat sich an einem Enterseil über die Reling schwingt, bevor sein Holzbein auf dem Deck klopfende Geräusche macht und sein Schulterpapagei ihn immer vor Angreifern warnt, die in seinem durch die Augenklappe toten Winkel auftauchen, wohingegen der andere Pirat - zumindest in unserer Klischeevorstellung - ein hornbebrillter Asiate aus dem Reich der Mitte ist, womöglich mit einem weißen Kittel, der ein Praktikum in einer Werft macht.


    Was ist der Sinn der Übung? Dir noch mal vor Augen zu führen, dass Konsonantenfolgen eben nicht alles sind. Ob das nun Hund und Hand sind, madrasa und mudarrisa oder eben kopieren, kapieren und kapern (Kapern sind im Übrigen sehr lecker, die werden aber nicht gekapert) oder andere Beispiele, vor allem, wenn es dann noch über Sprachgrenzen munter hinweg geht.
     
  12. Ursus

    Ursus Neues Mitglied

    Doch.

    Alles hat seine Wurzeln, zuerst die Menschen einer Region, erst dann deren Götter. Zuerst stand die römische Person Iulius Caesar mit den Römern in der Republik, erst später wurde er zum monarchischen Gott, beendet die Republik und gründet damit die Caesaren- Dynastie. Sein (Zieh-)Sohn Augustus wird als Gottessohn erster amtierender 'kaisar und Pontiefex Maximus der Kirche Rom, erst viel später erfinden Autoren neutestamentarische Götter postum seiner Zeit, rückwirkend, nicht vorher.

    Du machst dasselbe was Theologen mitunter versuchen, die Erfindung vor den Erfinder zu stellen. Die Brüder Grimm leiteten ab und konstruierten Figuren, aber erst viel später, genauso wie Autoren Heiliger Bücher einen Gottes Jahu (JHWH) ableiteten, konstruierten und in ein Zeitfenster rückdatieren.

    Die reale Zeitachse ergibt: Region, Menschen - deren Gottheit
    So ergibt sich: Gebiet der Jahu- Schasu (jhw), die Jahu- Schasu (jhw) - Gottheit Jahu (JHWH)

    Nur Märchen der Bibel können die Zeit umdrehen, eine Gottheit vor deren Erfinder stellen.
     
  13. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    Mal schauen.

    Deutschland - Deutschländer - Deutschegott

    Wik - Wikinger - Wikgott

    Gotland - Goten - Gott

    Tja, tut mir leid, nur 2 von drei funktionieren.

    Damit ist die Lex Ursi widerlegt.
     
  14. Ursus

    Ursus Neues Mitglied

    @Riothamus, so weit her ist das nicht.

    Jan Assmann, den ich sehr schätze und (fast) alles von ihm gelesen habe, erläuterte in einem seiner Bücher, frei dem Sinn nach: „die Bibel sei Wander- und Rucksackmärchen, wo man sie aufschlägt ist Heimat... „ Nur gibt es weder in China noch Lateinamerika einen Berg Ararat, bzw. Horeb, oder Berg Sinai, von wo aus Mose’ Jhwh’s Gesetze empfing. Auslegung und Wahl des Berges Ararat liegt wahrscheinlich an assyrischen Zuwanderern, also ein kosmopolitisches Momentum, das finde ich für damalige Verhältnisse wieder sehr modern.

    Bei den Brüdern Grimm verirren sich Hänsel und Gretel „im Wald“ gemeint sind weder das Amazonasgebiet Südamerikas noch chinesische Tropen, nicht mal die Wälder Frankreichs, impliziert wird der Bayerische Wald, auch wenn die Brüder Grimm aus Hanau, dem Rheingebiet stammen, aber egal wie, deren Märchen spielen in Deutschland.

    Selbstverständlich war das Anliegen biblischer Autoren multikulturell verbindlich zu vermitteln, möglichst breitgefächert anzusprechen, z.B. brachten erst reformatorische Autoren in ihrer Darstellung Zimmerleute in die holzarme Region Palästina, weil im Europa der Neuzeit diese Berufsgruppe sehr stark vertreten war.

    Letztendlich kann man nur von ältesten Funden jeweiliger Epoche ausgehen, einer sprachlich- sinnergebenden Begriffsherkunft dieses „jhw“ aber außer den Jahu (jhw)- Beduinen finde ich nichts.

    Versuche gerade die Bekleidung, den Rock der Schasu- Jahu https://de.wikipedia.org/wiki/Schasu#/media/File:Shasu.png aufzufalten um es mit dem Tallit zu vergleichen, deren ähnlich- dunkle Streifen auf weißem Hintergrund mit den typischen Zizis am Saum, denn weder Ägypter, Syrier noch andere trugen das.

    Im Ägyptischen bedeutet zizi (zjzj) fangen, einfangen, mit einem Vogelnetz, kann da jemand einen Bezug zu den Zizi am Tallit erklären? - und welche Bedeutung haben die Zizi am Tallit?
     
  15. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Nö. Ich mache darauf aufmerksam, dass du stur einen Orts- und einen Gottesnamen, die in zwei unterschiedlichen Sprachen mit denselben Konsonanten überliefert sind, in einen Topf wirfst. Die Probleme die daraus folggn, habe ich dir an
    Hand/Hund
    Kapern/kapieren/kopieren
    madrasa/mudarrisa
    etc. zu vermitteln versucht. Deine Herleitung ist schlicht unseriös. Ich habe nicht viel Ahnung von der Semitistik, aber ich habe wegen eines meiner Studienfächer ein wenig Arabisch gelernt. Dann habe ich, nachdem ich zunächst autodidaktisch mir die hebräische Schrift angeeigent hatte, allerdings erst nach meinem Studium, vor drei Jahren, einen Althebräischkurs gemacht und das fakultätsinterne Hebraicum erworben, danach habe ich noch einen Neuhebräischkurs begonnen aber aus Zeitgründen abgebrochen. Ich habe also rudimentäre Grundkenntnisse der semitischen Sprachen und diese reichen vollkommen aus, um zu erkennen, dass du gar keine Kenntnis der semitischen Sprachen hast. Du versuchst aber in deinen Beiträgen immer den Anschein zu geben, als hättest du Kenntnis dieser Sprachen. Wenn ich dann noch deine Links sehe und sehe, dass du teilweise den Inhalt der Links gar nicht verstanden hast (z.B. den Link, in dem du die Verwandtschaft von Hebräisch und Ägyptisch bewiesen sehen wolltest, dabei ging es um die Aussprache einer Hieroglyphe, welche der Verfasser u.a. anhand des hebräischen Lehnwortschatzes im Ägyptischen und des ägyptischen Lehnwortschatzes im Hebräischen ermittelte) dann frage ich mich, wie gut wohl deine Kenntnisse des Altägyptischen sind. Die kann ich definitiv nicht einschätzen, da ich keinerlei Ahnung von dieser Sprache habe. Aber ich kann Analogien bilden.

    Nein, nicht Gebiet der "Jahu-Schasu" sondern Y_H_W, Gebiet der Schasu.

    Darum ging es in der Argumentation nie. Versuche, das ganze jetzt auf eine religionsbefangene Ebene zu ziehen, gehen fehl. Es gibt einen ägyptischen Ortsnamen YHW und es gibt einen semitischen Gottesnamen JHW(H). Du behauptest zwischen beiden einen Zusammenhang. Beleg? Einzig und allein die Konsonantenfolge. In zwei verschiedenen Sprachen. Es geht um keine Zeitachse oder dergleichen. Es geht auch nicht um Theologie. Es geht einzig und allein um Geschichte bzw. Etymologie.
     
  16. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    @Ursus: Wenn Du von der Etymologie nichts hältst, deren Argumente El Quijote so geduldig vorführt, solltest Du wenigstens mein(e) Gegenbeispiel(e) akzeptieren. Erkennst Du Gegenbeispiele nicht an, verlässt Du die Grundlagen jeglicher wissenschaftlicher Diskussion. Bringt jemand ein nicht von der Hand zu weisendes Gegenbeispiel, kannst Du versuchen zu zeigen, dass es eine von der Regel beschriebene Ausnahme ist.

    (Das die Beispiele albern wirken, liegt m.E. an der zu widerlegenden Theorie, jedenfalls nicht an einer Irrelevanz der Beispiele, auch wenn ich mir den kleinen Scherz gegönnt habe statt von 'Teut' von 'Deutschegott' zu schreiben.)
     
  17. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    =)=):red:=)
     
  18. Ursus

    Ursus Neues Mitglied

    @El Quijote,

    der Altorientalist H. Niehr in seinem Werk „Analecta – Ba’ alsamen - Studien zu Herkunft, Geschichte und Rezeptionsgeschichte eines phönizischen Gottes“ definert Jahu genauso, yhw als Gott Jahu, dazu:

    ... Stellenweise wurde Jahu nur mit dem Titel “Ih“ >der Gott< versehen. Mit diesem, Titel werden auch Khnum, der ägyptische Hauptgott der Insel Elephantine, sowie z.B. auch die Götter Ptah und Isis bezeichnet. Des weiteren findet sich die Formel yhw “Ih“ (zy) byb byrt’ (>Jahu, der Gott, [der] in der Festung Jeb [ist]<) die auch als yhw “Ih“ sknyb brt’ (>Jahu, der Gott der wohnt in der Festung Jeb<) zu lesen ist. ... >der Gott bzw. der Herr des Himmels<. Dass hiermit Jahu gemeint ist, ergibt sich implizit durch die Kontexte, explizit dort, wo die Formulierung yhw “Ih“ smy’ (>Jahu Gott des Himmels<; TAD A 4.715//4.8.14 (erg) auftritt.

    Es gibt demnach in den Elephantine- Texten drei unterschiedliche Modi des Sprechens vom Gott Jahu, die sich als >der Gott bzw. der Herr des Himmels<, >der Gott< und >der Gott, der in der Festung Jeb ist/wohnt< ausgeprägt finden. ... Dies zeigt sich deutlich in der Petition an den persischen Gouverneur Bagohi. In der Grußformel des Briefes, bei der Erwähnung des Fastens und des Verdienstes des Baghoi vor Jahu wird Jahu als >der Gott< bzw. >der Herr des Himmels< genannt (TAD A 4.7,2.15.27-28//4.8,2.14.26-27). ...


    [​IMG]
    „Analecta – Ba’ alsamen - Studien zu Herkunft, Geschichte und Rezeptionsgeschichte eines phönizischen Gottes“ Seite 194.

    Der Beweis dabei, dass Jahu genauso ägyptischer Gott Chnum (Khnum), ägyptischer Gott Ptah oder ägyptischer Herr ist, immer gleicher Schreibung.
     
  19. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Wenn Du wenigstens die lateinischen Buchstaben richtig abschreiben könntest...
    Da steht nicht “Ih“ (Anführungszeichen-I-H-Anführungszeichen), sondern die Transkription von אלהא (Aleph-Lamed-He-Aleph), geschrieben als 'lh' "Apostroph"-L-H-"Apostroph"!

    Siehe auch:
    Wie oft willst Du noch beweisen, dass Du keine Ahnung von dem hast, was Du kopierst?


    EDIT (mit Dank an El Quijote): das ganz korrekte Zeichen für den "Apostroph" wäre
    ʾ, also: ʾlhʾ...




     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Mai 2017
  20. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Man sieht sowohl -ʔ-, -ʾ- als auch -ˀ- als Transliterationszeichen für Aleph/Alif, ich würde -ʾ- bevorzugen, wobei ich jetzt mal zur besseren Veranschaulichung -ʔ-benutze: ʔLHʔ - im Anlaut steht -ʔ-für jeden beliebigen Vokal (es sei denn, es ist ein Halbvokal oder ein aufgrund der Lautumgebung als û ausgesprochenes we ('und'; also 'und' wird eigentlich we gesprochen, in besonderen Fällen aber û.). Im Falle von ʔLHʔ lautet dieser Vokal "e". Im Wort lautet Aleph meist (nach dem Vokalzeichen Patach) â: Zu lesen ist also nicht "Ihhhh....!" sondern Elahâ.

    Weil ich mittlerweile alles für möglich halte:

    ʔ≠?
     

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