K.u.K Armee unterlegen?

Dieses Thema im Forum "Der Erste Weltkrieg" wurde erstellt von Soralion, 17. Januar 2010.

  1. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Chaotische Aufmarschbedingungen und nicht geplante Zusammenstöße gab es zu Kriegsbeginn einige, teilweise auch mit hohen Verlusten verbunden, die jedoch nicht im völligen Desaster endeten.

    Wenn man diese Konstellation jedoch mit schlecht ausgebildeten Truppen verbindet und Offizieren die nach veralteten Vorstellungen agierten, hat man die perfekten Zutaten für eine Katastrophe.
     
  2. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Grundsätzlich gebe ich dir Recht. Ich weiss nicht mehr von wem der Spruch stammt: Die Unfähigkeit der Militärs der Entente, liess sich nur mit der Ihrer Widersacher der Mittelmächte vergleichen.

    Trotzdem war ein wichtiger Faktor bei den späteren Entwicklungen, dass alle Anderen in den ersten Beiden Kriegsjahren zumindest den einen oder anderen Erfolg aufweisen konnten, nur die Österreicher nicht.
     
  3. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Die Briten gingen hatten schon durchgehend Kaki-Uniformen. Die Deutschen hatten zumindest eine komplette Feldgraue Einkleidung. Eigentlich gingen nur noch Franzosen und Belgier im Bunten Tuch ins Feld.
     
  4. Legat

    Legat Aktives Mitglied

    Hatten die Belgier nicht auch Kaki?
     
  5. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

  6. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Um nochmals auf das Thema der Lehren aus der Mandschurei zu kommen: Viele Militärs haben aus diesem Krieg völlig falsche Schlüsse gezogen. In zahlreichen Texten wurde der japanische Erfolg auf deren Elan, Angriffsgeist und Todesverachtung zurückgeführt, dabei jedoch übersehen, dass nicht einmal diese einzelne drahtgesicherte MG-Stellungen einnehmen konnten.

    Andere haben aus solchen Beobachtungen, so wie aus denen des Burenkrieges, bei dem komplette Einheiten nur durch gezieltes Gewehrfeuer irregulärer Truppen aufgerieben wurden, schon die richtigen Schlüsse gezogen. Man befürchtete jedoch, dass man die Moral der Truppe irreparabel beschädigen würde, wenn man sich bei der Ausbildung damit befassen würde.
     
  7. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

  8. Legat

    Legat Aktives Mitglied

  9. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

  10. Legat

    Legat Aktives Mitglied

    Also doch wie die Franzosen. Na wenigstens hatten sie keine roten Hosen und roten Käppis :D
     
  11. Repo

    Repo Neues Mitglied


    Marmolata weiß ich jetzt nicht mal.
    Du kannst aber in Südtirol den Stellungen teilweise Kilometerweit folgen.

    Ähnlich in den Vogesen.

    Die touristische Aufarbeitung:rofl:ist in beiden Fällen gewährleistet:devil:
     
  12. Brushian

    Brushian Mitglied

    Ich glaube kaum, dass es Einsatz gegen Österreich gewesen wäre die jungen Burschen zu verraten.
    Princip und Co waren alle unter zwanzig und praktisch märtyrergleich.

    Japp.
    Der eigentliche Mann dahinter:
    Dragutin Dimitrijević – Wikipedia

    Das würde ich weniger behaupten, immerhin wurde Apis und seine Mitstreiter von serbischer Seite 1917 gerichtet.
    Die absolute Macht hatte er nicht, wie du das andeutest.
    Er hat ja auch gegen den König opponiert.
    Pasic hat sehr wohl über diplomatische Kanäle durchblicken lassen, dass der Kaiser nicht am Vidovdan nach Sarajevo kommen sollte, das hat man aber nicht ernst genommen.
     
  13. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Was auch noch zu erwähnen ist, ÖU hat sehr frühzeitig, ab 1905 die Artillerie auf "Kraft-Zug" umgestellt.
    An die Austro-Daimler benzinelektrischen-Protzen sei erinnert. Porsches erster Genie-Streich.

    Für die gebirgigen "eisenbahnarmen" Gegenden des Balkan hat die ÖU-Armee auch ein sehr modernes Transport-System in Form der "Landwehr-Züge" entwickelt, ebenfalls auf Benzin-elektrischer Basis. Ideengeber war der ÖU Major Landwehr, daher der Name.

    Es gab durchaus "Highligths".
    Aber die Serben, die Russen, die Italiener, die Rumänen, die Griechen.
    Auch da wurde eben die "Bett-Decke" zu kurz, und dann gibt es kalte Füße.:S
     
  14. Zoki55

    Zoki55 Aktives Mitglied

    Zwar ist es historisch ein wenig wichtig allerdings wäre zu erwähnen das Pasic aber auch Dragutinovic keine ethnischen Serben waren sondern Cincaren. Das serbisch cincarische Verhältniss war alles andere als gut in früheren Jahrhunderten, dann führen mehr oder weniger diese Leute die serbische Nationale Politik.

    Pasics schlechtes serbisch war legendär. In schlechter aussprache schlug er sogar Tito und das will was heißen.
     
  15. R.A.

    R.A. Neues Mitglied

    Ganz hervorragender Beitrag, volle Zustimmung!

    (Habe leider keine Bewertung mehr frei ...)
     
  16. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Dazu noch ein Nachtrag, basierend auf "Österreich-Ungarns letzter Krieg", Band 1.

    Tatsächlich wurde die 2. Armee im Rahmen der Mobilisierung der serbischen Front zugeteilt. Diese Transportbewegungen eines Teils der Armee waren bereits im Gange, als umdisponiert wurde. Die nicht verladenen Teile (etwa 50%) gingen direkt an die russische Front; die bereits unterwegs befindlichen Teile wurden aufgrund der Fahrpläne nicht umdirigiert, sondern verblieben weiter auf dem südlichen Kriegsschauplatz.

    Ende August 1914 versammelte sich die 2. Armee, zT noch aufgefüllt wegen der fehlenden Verbände) auf dem russischen Kriegsschauplatz.

    Zu dem Verlauf der Operationen - die großen öster.-ungarischen Verluste in der chlacht wurden oben angesprochen - gibt es folgende Beschreibung:
    Schlacht von Lemberg – Wikipedia
    Falsch ist dort mE die Angabe, dass Teile der 2. Armee vom Balkan eintrafen. Es handelt sich um die nicht abgefahrenen Teile der B-Staffel der 2. Armee.

    Der Wiki-Artikel gibt eine schlüssige Aufklärung über die operativen Hintergründe für die Verluste der k.u.k.-Armee in den ersten Kriegsmonaten.
     
  17. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    Der Kommandant der Festung Przemysl gebot unter anderem über 1000 Geschütze, davon war aber ein Drittel Kanonen des Musters 1861.
     
  18. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    Das waren 2., 5. und 6. Armee. Die 2.Armee hatte strikten Befehl nicht übe die Donau zu gehen, da sie am 18.August nach Galizien verlegt werden sollte.

    Die ursprünglichen Planungens sahen vor, das jeweils eine Armee aus Bosnien und Herzegowina und von Norden aus mit einer weiteren Armee gegen Serbien und Montenegro vorgegangen werden sollte.

    Die Lage wurde nach Abgang der 2.Armee für Potiorek nicht eben leichter, denn er hatte immerhin 900 Kilometer Front zu decken.

    Rauchensteiner, Österreich-Ungarn und der Erste Weltkrieg
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. April 2011
  19. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Das war aber immerhin schon ein gezogener 12 cm Hinterlader. Ähnliche Stücke dürften auch bei anderen Kriegsteilnehmern noch in beachtlichen Mengen vor allem in Festungsdienst benutzt worden sein.
    Daneben gab es Artillerie, die nur wenig moderner war wie z.B. die Französischen Kanonen System Bange oder einige britische schwere Kanonen auch noch ohne hidraulische Rohrrückholer. Die Franzosen haben sogar Mörser aus Napoleonischen Zeiten hervor geholt und verwendet. Richtig durchmodernisiert war zu Kriegsbeginn eigentlich nur die Feldartillerie der Hauptteilnehmer.
     

Diese Seite empfehlen