Sachsen-Anhalt - römische Lager, Funde, Interessantes

Hier mal ein passendes Gegenstück dazu. Form und Größe stimmen gut überein. Datierung zwischen 0-200 n. Chr.
 

Anhänge

  • Screenshot_20231101-213256~2.png
    Screenshot_20231101-213256~2.png
    916,8 KB · Aufrufe: 105
Aken ll könnte möglich sein, das würde ich nicht ausschließen. Clavicula Tore weisen zumindest in die Zeit des Augustus.
 
Ich hoffe, dass noch ein paar datierungsfähige Funde gemacht werden. Welche Sensation, wenn Drusus hier versucht hätte, die Elbe zu überschreiten.
 
Just hat übrigens das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle einen Beitrag auf Youtube geschaltet. Titel: Entlang römischer Marschrouten. Herr Meller spekuliert in diesem Beitrag zu den Drusus Feldzügen und anderen. Altenzaun wäre der ideale Hafen für die römische Flotte und Münzspuren weisen den Weg von West nach Ost zur Elbe, gar im Tagesetappen Abstand. Hier im Forum hat man ja lange nichts mehr von Altenzaun gehört. Da es ja bisher keine Pressemitteilungen zu den jüngsten Grabungen am Elbknie gibt, könnte man fast annehmen, dass mit diesem vorbereitenden Beitrag die Sensation schon fast perfekt wird :). Man darf sicherlich gespannt sein.
 
Hier im Forum hat man ja lange nichts mehr von Altenzaun gehört. Da es ja bisher keine Pressemitteilungen zu den jüngsten Grabungen am Elbknie gibt, könnte man fast annehmen, dass mit diesem vorbereitenden Beitrag die Sensation schon fast perfekt wird
Die römische Bleiplombe aus dem Beitrag kommt aus Altenzaun.
Diese Münze ist auch sehr interessant:
 
Zuletzt bearbeitet:
@Zhane sehr interessante Karten!
- ui, sogar auf Wangerooge ein kleiner Fund (gibts zu dem genaueres?)
- war denn die Küstenlinie in der Antike ähnlich wie heute, oder müsste man auf weitere Funde im Watt zwischen den ostfriesischen Inseln hoffen?
- schade, dass die drei Karten an den Grenzen Niedersachsens stoppen.
 
Seltsam ist der eingetragene Weg zur Mulde im YT-Beitrag.(7:05) von Herrn Meller
3:25? Die mittlere Route?

Mir ist auf der niedersächsischen Karte eine OW- orientierte Punktreihe zwischen Steinhuder Meer und der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt aufgefallen. Ich befürchte das entspricht der A2
 
Wo war der Fundort so weit südlich an der Mulde? Ein uralter Übergang lag bei Raguhn-Kleckewitz. Hier wurde ein Regenbogenschüsselchen gefunden (Ostseite)
 
Just hat übrigens das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle einen Beitrag auf Youtube geschaltet. Titel: Entlang römischer Marschrouten. Herr Meller spekuliert in diesem Beitrag zu den Drusus Feldzügen und anderen. Altenzaun wäre der ideale Hafen für die römische Flotte und Münzspuren weisen den Weg von West nach Ost zur Elbe, gar im Tagesetappen Abstand. Hier im Forum hat man ja lange nichts mehr von Altenzaun gehört. Da es ja bisher keine Pressemitteilungen zu den jüngsten Grabungen am Elbknie gibt, könnte man fast annehmen, dass mit diesem vorbereitenden Beitrag die Sensation schon fast perfekt wird :). Man darf sicherlich gespannt sein.
Da hat der Harald jetzt wohl seine Informationskampagne begonnen. Stück für Stück werden wir jetzt weitere kleine Berichte zur römischen Geschichte Mitteldeutschlands erfahren, um so langsam aber sicher die Aufmerksamkeit auf Sachsen-Anhalt zu lenken. Und dann - einem Paukenschlag gleich - werden die drei römischen Marschlager der Öffentlichkeit präsentiert.
 
Danke. Ich dachte an eine noch südlichere Stelle. Die alte Bernburger Heerstraße geht als Hohe Straße durch Dessau-Süd zur Mulde und überquert diese zu den Ostmuldeländern
 
Da nach nun 5 Jahren immer noch keine offizielle Information über die Entdeckung der Römerlager bekannt wurde, sehe ich mich doch nochmal veranlasst zu ein paar Bemerkungen. Das o.g. Loblied auf berufene ehrenamtliche Helfer war überfällig. Aber es umfasst nlcht alle Akteure und lässt die nicht ausdrücklich berufenenen Helfer außen vor. Während ein Sondengänger natürlich an rein metallischen Funden interessiert ist, sind oft die Unlizensierten es, die die Palette mit sonstigen Funden und Befunden bereichern. Sie haben in der Regel keine Verpflichtungserklärung unterschrieben und können deshalb ihre Erkenntnisse problemlos auch privat vermarkten.
Berufenen Ehrenamtlichen wird das offenbar nicht ganz so leicht gemacht.
Wie ich der Diskussion entnahm, hatte @Hermundure Probleme damit. Jeder Entdecker einer solchen "kleinen Sensation" ist natürlich an einer zeitnahen Würdigung und Veröffentlichung interessiert. Er stellte deshalb seine Detektorfunde hier vor. Aber wenn er zum Beweis beispielsweise das Luftbild eines Ackerstücks ohne markante Ortsmerkmale ins Forum stellte, so hatte er wohl nicht geahnt, dass ein Ortskundiger die Örtlichkeit trotzdem erkennt. Daraus ist ihm kein Vorwurf zu machen.
Nun hat er sich verstimmt aus seiner ehrenamtlichen Tätigkeit und aus dem Forum zurückgezogen. Ich kann nur hoffen, dass seine Entdeckung nun trotzdem öffentlich genannt wird und er damit die nötige Anerkennung erfährt. Ich habe Verständnis für Zurückhaltungen bei schwerwiegenden Unklarheiten oder eventuell laufenden Qualifizierungsarbeiten. Waren wir im Vorjahr noch voller Hoffnung- fünf Jahre sind einfach zuviel. Die Römer waren zweifelsfrei hier an der Elbe, haben aber keine Steinbauten hinterlassen. Anders, als ein bekannter Lokalpatriot fabulierte. Wer und wann wird noch zu erkunden sein. Ich wünsche dazu den Mitarbeitern des Landesamtes und allen ehren- und nicht ehrenamtlichen Helfern viel Erfolg!
Nun ziehe auch ich mich wieder zurück. Die Römer sind daran unschuldig.
 
Da nach nun 5 Jahren immer noch keine offizielle Information über die Entdeckung der Römerlager bekannt wurde, sehe ich mich doch nochmal veranlasst zu ein paar Bemerkungen. Das o.g. Loblied auf berufene ehrenamtliche Helfer war überfällig. Aber es umfasst nlcht alle Akteure und lässt die nicht ausdrücklich berufenenen Helfer außen vor. Während ein Sondengänger natürlich an rein metallischen Funden interessiert ist, sind oft die Unlizensierten es, die die Palette mit sonstigen Funden und Befunden bereichern. Sie haben in der Regel keine Verpflichtungserklärung unterschrieben und können deshalb ihre Erkenntnisse problemlos auch privat vermarkten.
Berufenen Ehrenamtlichen wird das offenbar nicht ganz so leicht gemacht.
Wie ich der Diskussion entnahm, hatte @Hermundure Probleme damit. Jeder Entdecker einer solchen "kleinen Sensation" ist natürlich an einer zeitnahen Würdigung und Veröffentlichung interessiert. Er stellte deshalb seine Detektorfunde hier vor. Aber wenn er zum Beweis beispielsweise das Luftbild eines Ackerstücks ohne markante Ortsmerkmale ins Forum stellte, so hatte er wohl nicht geahnt, dass ein Ortskundiger die Örtlichkeit trotzdem erkennt. Daraus ist ihm kein Vorwurf zu machen.
Nun hat er sich verstimmt aus seiner ehrenamtlichen Tätigkeit und aus dem Forum zurückgezogen. Ich kann nur hoffen, dass seine Entdeckung nun trotzdem öffentlich genannt wird und er damit die nötige Anerkennung erfährt. Ich habe Verständnis für Zurückhaltungen bei schwerwiegenden Unklarheiten oder eventuell laufenden Qualifizierungsarbeiten. Waren wir im Vorjahr noch voller Hoffnung- fünf Jahre sind einfach zuviel. Die Römer waren zweifelsfrei hier an der Elbe, haben aber keine Steinbauten hinterlassen. Anders, als ein bekannter Lokalpatriot fabulierte. Wer und wann wird noch zu erkunden sein. Ich wünsche dazu den Mitarbeitern des Landesamtes und allen ehren- und nicht ehrenamtlichen Helfern viel Erfolg!
Nun ziehe auch ich mich wieder zurück. Die Römer sind daran unschuldig.
Um das mal gerade zu rücken:

"unlizensierte Sondengänger", wie du es euphemistisch verschleiernd ausdrückst, sind Leute, die sich außerhalb des Gesetzes begeben und der Wissenschaft einen Bärendienst erweisen, denn ihre Funde sind einfach weg.
In der Regel läuft es so: Wenn du lizensierter Sondengänger bist und dich an die Regeln hältst (nur auf Ackerflächen suchen, nicht in Wäldern oder Wiesen), kannst du das meiste deiner Funde behalten. Du muss aber eben alles vorlegen. Es kann dann passieren, dass die mit der Archäologie betraute Behörde herausragende Funde* einbehält. Da kannst du sagen, dass du als Finder genannt werden oder anonym bleiben willst.

Was Hermundure gemacht hat, war andauerndes Theoretisieren bei fragwürdigem Umgang mit den schriftlichen Quellen (vulgo Rosinenpickerei). Kann man machen, da muss man aber eben auch entsprechend Kritik gefallen lassen. Harald Meller hat der Hermundure weitreichende Möglichleiten geboten - der durfte immerhin auch in einem vom Landesamt herausgegebenen Buch einen Kurzessay publizieren. Wir müssen hier wirklich nicht aus Krokodilstränen irgendwelche Opfermythen stricken!

Dass die Römer (nah) an der Elbe waren (Drusus, Tiberius, Ahenobarbus) war eigentlich immer unumstritten. Dass Maximinus Thrax oder Domitian an der Elbe waren, wurde früher für Propaganda gehalten, aber an dieser Zurückweisung als Propaganda ist zumindest bei Maximinus Thrax, bei dem scheinbar gesichert ist, dass der über die Weser hinaus war, kaum noch zu hören.


*das ist unabhängig vom Sachwert, der wissenschaftliche Wert ist von Belang. Z.B. Münzen, die nach 1871 geprägt wurden, darfst du in den meisten Bundesländern behalten. Die davor geprägt wurden, musst du vorlegen, weil sie etwas über Wirtschaftsbeziehungen aussagen könn(t)en.
 
"Während ein Sondengänger natürlich an rein metallischen Funden interessiert ist, sind oft die Unlizensierten es, die die Palette mit sonstigen Funden und Befunden bereichern."
Hier ist ausdrücklich nicht von "unlizensierten Sondengängern" sondern von unlizensierten Helfern die Rede. Als unsere AG noch existierte, waren das ein Dutzend Mitglieder, die zumeist unter Anleitung von Haupt- oder Ehrenamtlichen über die Felder liefen und Keramik, Feuersteinartefakte und Ziegelfragmente auflasen, wofür regelmäßige Schulungen erfolgten. Die Schulungen fanden in der AG statt. Natürlich wurden auch Verfärbungen und Unebenheiten im Gelände entdeckt und registriert. Es fanden also die berüchtigten "Nachforschungen" statt, über dessen Genehmigungspflicht nicht nur ich mich aufrege. Metallische Funde waren dabei ohne Technik rein zufällig und tatsächlich den Lizensierten überlassen.
Hermundures Verhalten schmälert nicht seine Leistung.
 
Zurück
Oben