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So weit, so widerlich das ganze.
Und ich bitte an dieser Stelle nicht falsch verstanden zu werden. Wie gesagt, ich weiß dass du politisch nicht in Schlumpfhausen oder mit schlumpfhausen verwandten Ecken beheimatet bist.
Aber wenn du hier einseitig beklagst, dass die AfD da von Beführwortern aller anderen politischen Parteien in eine bestimmte Ecke gerückt wird und dass mehr oder weniger als eine unfaire politische Masche betrachtest, ohne dabei zu sehen, dass die AfD selbst versucht mit genau den gleichen Mitteln zu arbeiten und (siehe Frau Weidel) das mitunter auch mit NS-Bezug (den "Kommunismus"-Bezug bespielt die Partei ja ohnehin regelmäßig als politische Waffe), dann bist du meiner Meinung nach in dieser Beziehung dabei ihrem Opfernarrativ auf den Leim zu gehen.
Ich gehe vielleicht aus, ganz sicher aber nicht auf den Leim,
Was ich vor allem beklage, dass das alles so holzschnittartig ist, dass kein Mensch mehr diese Masche abkauft.
Leuten nicht die Hand zu geben, den Raum zu verlassen, wenn sie sprechen, Lautsprecher-Attacken, Boykottaufrufe, Ausschluss aus Vereinen, Ausschluss aus Kirchengemeinden, Kontenkündigungen, auch ein Parteiverbot,
so etwas wirkt auf die meisten Menschen extrem unsympathisch, selbst wenn man die Person oder Personengruppe ablehnt, muss so ein Verhalten eher zu Solidarisierung beitragen.
So ganz ist ja auch nicht der Vorwurf aus der Luft gegriffen, dass so etwas in keiner guten Tradition steht, dass es undemokratisch ist.
Das gleiche gilt auch für Gewalt und Selbstjustiz. Wenn Leute tatsächlich zusammengeschlagen werden, schwere Blessuren abbekommen und erheblich verletzt werden, wenn Sprengstoffanschläge auf Fahrzeuge stattfinden, wenn es sich um reale, dokumentierte Fälle handelt- Dann bleibt einem gar keine andere Wahl als anzuerkennen, dass jemand tatsächlich Opfer einer Körperverletzung wurde.
Auch so etwas wird natürlich keinen Wähler zurückgewinnen, muss eher zu Solidarisierung beitragen, weil kein Mensch solche Methoden verteidigen kann.
Da kann man sich schon fragen: Wie weit soll das noch gehen? Wie weit würden manche Leute gehen?
Ist gegen Nazis alles erlaubt? Wer ist auch ein Nazi?
In Gießen da ist ein Mob unter "Nazi raus!" Rufen auf Max Tichy und Paul Ronzheimer und ihr Team losgegangen, die ja nun wirklich keine Nazis sind, die ja auch jedes Recht hatten, ihre Arbeit als Journalisten zu machen. Viele der Angreifer waren vermummt, aber zum Schluss sind da auch brave Bürger mitgerannt, haben mitgemacht.