Grab der Nofretete entdeckt?

Dieses Thema im Forum "Archäologie" wurde erstellt von Carolus, 11. August 2015.

  1. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    Die Archäologen betreten den Raum. Da - ein Pergament. Muss die Geschichte der Beschreibstoffe neu geschrieben werden? Nein: "Tolles Versteck für meine Beute. Nicht? Gruß Napoleon." ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. März 2016
  2. Opteryx

    Opteryx Aktives Mitglied

    Also ich habe mir mal den Scan angesehen, der auf dem Laptop gezeigt wird. Man könnte daraus maximal einen parallel zur Vorderwand existierenden Reflektor, also einen Sprung in den Kontinuität des Felsens erkennen. Alles Andere grenzt an Kaffeesatzleserei. Metallische Objekte ergeben deutlichere Echos. Organische Substanzen eigentlich überhaupt keine. Ohne Bohrung und Kamera ist da nichts zu machen.
    Es ist so ähnlich, wie beim Goldzug. Gestern wurde bekannt, dass die magnetischen Messungen der Uni keine ausreichenden Veränderungen nachweisen konnten. Ergebnis: möglicherweise ein Tunnel, aber kein Zug.
     
  3. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    In dem von Zeit Online, den Du gestern verlinkt hast.
     
  4. Nemetona

    Nemetona Neues Mitglied

    Es bleibt spannend.

    Ich wage mal einen Tipp, was man evt. hinter der Westwand finden könnte:

    Was fehlt bisher im Grab Tut-ench-Amuns, was eigentlich obligatorisch sein sollte?
    - Papyri, insbesondere das Totenbuch. Einen Pharao ohne Totenbuch zu bestatten war wohl ein No-Go.

    Und hinter der Nordwand? - Wer weiß?
    Ich halte ein weiteres Grab nicht für ausgeschlossen.

    Ich hoffe auf weitere spannende Meldungen aus KV 62.

    VG
    Nemetona
     
  5. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

    Welcher Laptop?:confused:

    Beziehst Du Dich auf die Scans auf der facebook-Seite des Ministry of Antiquities (s. Link in meinem Post von gestern)?


    Den Semenchkare finde ich da aber nich'.
     
  6. Matze007

    Matze007 Aktives Mitglied

    Wie sollte man bei der Öffnung eines solchen Hohlraums vorgehen ? Erstmal mit Stickstoff fluten, um Zerstörungen zu vermeiden ?
     
  7. Nemetona

    Nemetona Neues Mitglied

    Naja, in einem der Berichte der letzten Tage wurde ein Deutscher Spezialist für Bodenradar zititert, dass er mit der Zeit gelernt hat, die Signaturen von Metall und Nicht-Metall ziemlich gut zu unterscheiden. Er könne mittlerweile gut vorhersagen, aus welchem Stoff verborgene Funde/Befunde sind.
    Ich denke mal, dass die Japaner, die die Untersuchungen ausgewertet haben, auch entsprechende Erfahrungen haben und die Wahrscheinlichkeiten für den zu erwarteten Stoff gut kennen. Ich tippe mal, dass sich sonst kein ernsthafter Wissenschaftler soweit aus dem Fenster lehnen würde, das mit einiger Wahrscheinlichkeit vorherzusagen. (Ich schätze Eldamaty da als seriöser ein als seinen Vorgänger Zawi "Indiana Jones" Hawass.)

    @Matze007
    Ich schätze mal, dass genau das eine der Fragen ist, die aktuell bezüglich des weiteren Vorgehens diskutiert werden. Angesichts zu erwartender organischer Materialien (und evt. wie von mir getippt Papyri) muss eine Zerstörung durch plötzlichen Sauerstoffzufuhr verhindert oder zumindest minimiert werden.
    Ich schätzte mal, das ist eine logistische und technische Herausforderung.
     
  8. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    Auf der anderen Seite: Wenn da etwas deponiert ist, dürften wir doch wohl auch ohne Durchleuchtung Keramik, Metalle und Organisches Material erwarten. Oder?

    EDIT: Ein vergessenes Werkzeug, in dem noch der Stil steckt und eine heruntergefallene Öllampe oder so.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. März 2016
  9. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Hast Du bis unter das Video gescrollt?
     
  10. Opteryx

    Opteryx Aktives Mitglied

    Es geht um das Bild auf "Radar Scans in King Tut?s Tomb Suggest Hidden Chambers". Natürlich kann man auf dem Monitor keine Maße für Tiefe und Vorschub erkennen, aber es könnte sich um eine verschlossene Türöffnung handeln.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. März 2016
  11. Opteryx

    Opteryx Aktives Mitglied

    Also der Wissenschaftler für Bodenradar lehnt sich ein bisschen weit aus dem Fenster. Das Georadarbild enthält so viele unbekannte Einflüsse, dass man zwar einen metallischen von einem nichtmetallischen Reflektor unterscheiden kann, aber über letzteren nur dann eine Aussage treffen könnte, wenn seine Form und seine Entfernung genau bekannt sind. Für eine Grabkammer unbekannter Abmessung und für Gegenstände unbekannter Anzahl, Größe und Reflexionseigenschaften trifft das nicht zu. Dazu ist das Reflexionsverfahren nicht geeignet.
     
  12. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

    Ach so, Du beziehst Duich wohl auf den Link zu National Geographic:

    Schau mal auf die Facebook-Seite des ägyptischen Ministeriums:

    rechts unter Post vom 17: März 12:27

    https://www.facebook.com/Ministry-of-Antiquities-336764893195328/

    Da sind 6 Fotos eingestellt. Falls Du vom Fache bist, kannst Du ja einen fachlichen Blick darauf werfen.

    Ich habe mit der Suchfunktion nach Semenchkare gesucht, aber in dem Artikel steht Smenkhkare. Wahrscheinlich hat man eine Agenturmeldung aus dem Englischen übernommen, aber nicht beachtet, dass Name dieses Pharao (oder dieser Pharaonin) im Deutschen anders geschrieben wird. Aber jetzt weiß ich, was Du meinst.:winke:
     
  13. Nergal

    Nergal Aktives Mitglied

    Faszinierend!
    Ich denke mal die werden als erstes ein kleines Loch bohren und mit einer Endoskopkamera reinsehen, ob da überhaupt was ist.
    So etwas dürfte wohl in bälde zu erwarten sein.
     
  14. Opteryx

    Opteryx Aktives Mitglied

    Meine Erfahrungen beschränken sich auf Messungen im normalen Boden, mit metallischen oder dielektrischen Reflektoren. In Königsgräbern und deren Verhalten kenne ich mich natürlich nicht aus. Aus deinem Link werde ich leider wegen fehlender Anmeldung immer wieder herausgeworfen, wenn ich weiter will. Ich kann an Hand der Fotos der Scans nur sehr grob vermuten, dass man mit einer Frequenz um 400 bis 500 Mhz gearbeitet hat, was bedeutet, dass die Reichweite nur wenige Meter beträgt und die Auflösung nur Objekte oder sonstige Inhomogenitäten größer als 20 bis 30 cm erfasst. Die Qualität der Scans ist ziemlich mäßig. Der erste schwarz-weiße dürfte eine Ausschnitsvergrößerung aus dem zweiten sein. Unter mitteleuropäischen Verhältnissen hätte ich den als relativ starken punktförmigen Reflektor gedeutet, der am oberen Scheitelpunkt lokalisiert ist und unterhalb die typischen Hyperbeln durch Mehrfachechos bildet. Da er über die gesamte Breite der Wand betrachtet, nur sehr kurz ist, würde ich ihn nicht als Öffnung oder Hohlraum deuten, sondern als Metallkörper, der entweder im Kalkstein steckt oder an einer leider nicht erkennbaren Wandinnenseite steht oder hängt. Von einem Hohlraum sehe ich nichts. Auch nicht von der Hinterwand einer eventuellen Kammer. Tut mir leid, aber bei den fehlenden Randdaten bleibt mir wirklich keine andere Aussage.
    Das Georadar ist an sich eine feine Sache, nur mit der Interpretation hapert es oft. Jetzt wurde übrigens bei e....com eine sehr preiswerte Antenne angeboten, aber der Verkäufer will no ship to germany. Da ich das schon mehrfach las- kennt jemand den Grund dafür? Deutscher Zoll?
    Gruß
     
  15. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

    die neueste Neuigkeit ist, dass es nichts neues gibt::pfeif:


    Tutanchamun: Pharaonen-Grab gibt weiter Rätsel auf - SPIEGEL ONLINE
     
  16. Nergal

    Nergal Aktives Mitglied

    btw.:Was war eigentlich das letzte wirklich bedeutende und mit reichen Grabbeigaben gefüllte Pharaonengrab das zuletzt unbeschadet geöffnet wurde?
     
  17. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    Bisher keines. Auch in dem von Tutenchamun waren ja Räuber, die aber vertrieben wurden.
     
  18. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

  19. Opteryx

    Opteryx Aktives Mitglied

    Die dürfte auch nötig sein. Denn in den fünf oder sechs veröffentlichten Scans ist gerade mal ein einziger bedeutsamer lokaler Reflektor erkennbar. Das will natürlich nichts besagen. Es fehlen aber meiner Meinung nach eindeutige Signale von der Wandinnenseite und der gegenüber liegenden Wand. Und die müsste es bei den erheblichen Unterschieden von Raum-Luft und Gestein geben, so etwa, wie auf dem Scan am gezeigten Laptop die sich ändernde waagerechte Linie im oberen Bildbereich. Lassen wir uns einfach mal überraschen!
     
  20. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

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