Sepiola
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Im Ernst?Wobei aber nichts gegen eine römische Nachnutzung älterer Wallanlagen in guter strategischer Lage spricht.
Wo haben denn die Römer sich nachweislich damit begnügt, sich in bronzezeitlichen Wallanlagen einzunisten?
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Im Ernst?Wobei aber nichts gegen eine römische Nachnutzung älterer Wallanlagen in guter strategischer Lage spricht.
Bring doch bitte mal ein paar Beispiele für bronzezeitliche Wälle mit römischen Palisaden.Sicherlich überall dort
Very unlikely. Ich erinnere noch einmal daran, dass Thietmar ein mittelalterlicher Mönch und Bischof war, kein neuzeitlicher Archäologe.So, wie Heinrich vorhandene Substanz nutzte, hätten ja auch die Römer den bronzezeitlichen Wall genutzt haben können. Thietmar fand damals vielleicht noch konkrete Hinweise, die heute archäologisch nicht mehr nachweisbar sind.
Nun, es muss nicht gerade die Schrifttafel gewesen sein, die, wie Pflug vermutete, noch vorhanden war und aus der Thietmar entnommen haben könnte, dass, (ein Ti kassiert) Caesar der Erbauer war. Aber es könnte andere gegenständliche, schriftliche oder mündliche Überbleibsel gegeben haben.
Thietmar war mit klassischen Autoren gut vertraut; er verfasste Passagen seines Werkes in Hexametern und zitiert sinngemäß oder wörtlich aus Vergil, Horaz, Lucan usw.Über diese Variante habe ich auch nachgedacht, dann hätte Thietmar allerdings sehr gut sein klassisches Latein gelernt.
Damit lässt sich wohl kaum die Südgrenze des von den Chatten kontrollierten Gebiets bestimmen.Die Chatten und Cherusker stehen in Beziehung (siehe Flavus) zueinander.
Deine Meinung weicht hier, wie in vielen anderen Fällen, von den Angaben der historischen Quellen ab. Diese kennen keine Hermunduren an der Saale.Die Salzschlacht kann aber meiner Meinung nach nur an der (thüringischen) Saale stattgefunden haben.
Genausowenig wie die Quellen Chatten am Kocher kennen.Deine Meinung weicht hier, wie in vielen anderen Fällen, von den Angaben der historischen Quellen ab. Diese kennen keine Hermunduren an der Saale.
Genausowenig wie die Quellen Chatten am Kocher kennen.
Da das heutige Thüringen zwischen den von Tacitus erwähnten Siedlungsgebieten "östlich der Elbe" und "an der Grenze zu Rätien" liegt, würde ich die Hermunduren auch dort vermuten. Die Werra wäre mein Favorit für die Schlacht am Salzfluß - die (Kali)Salze dort sind heute noch von Bedeutung. Aber das bleibt natürlich eine Vermutung.Aus taciteischer Sicht grenzte das Dekumatland an das Gebiet der Chatten, Rätien grenzte an das Gebiet der Hermunduren, wo würdest Du die chattisch-hermundurische Grenze ansetzen?
Tacitus erwähnt keine Hermunduren "östlich der Elbe". Das waren Strabon und Velleius, die ca. 100 Jahre vor Tacitus schrieben.Da das heutige Thüringen zwischen den von Tacitus erwähnten Siedlungsgebieten "östlich der Elbe"
Wenn man also Strabon und Velleius hinzuzieht, käme man also u.U. mitTacitus erwähnt keine Hermunduren "östlich der Elbe". Das waren Strabon und Velleius, die ca. 100 Jahre vor Tacitus schrieben.
?besten Willen (...) nach Thüringen.
Es gibt in Sachsen-Anhalt über 66 slawische Wallanlagen, ein Großteil davon zwischen Saale und Elbe. Manche Anlagen ähneln in ihrer Form weit mehr den römischen, als die Merseburger. Warum sollte sich Thietmar ohne nähere Begründung gerade für diese entschieden haben, wenn es keine zusätzlichen Hinweise (Mauerwerk?) gab?Erinnern wir uns: Thietmar etymologisiert Merseburg falsch als Mars-Burg. Im Mittelalter war Alter eine wichtige Größe. Desto älter, desto bedeutender. Deshalb hat man Xanten (und anderen Orten) eine trojanische Herkunft angedichtet, Trier die Herkunft von einem fiktiven assyrischen Prinzen Trebetas und die Welfen hat man versucht mit Catilina in einen Verwandtschaftsgrad zu setzen (catulus, Hündchen, Welpe). Es war einfach im Mittelalter "in" Dinge als römisch oder älter zu deklarieren. Älter = bedeutsamer. Für Thietmar als Bischof einer gerade mal 200 Jahre alten Stadt war das kaum tragbar, wenn er sich mit Köln, Trier oder Passau verglich. Eine Gründung Caesars würde seine Stadt älter als Köln, Passau und andere echte Römerstädte machen. Das und nur das ist der Grund, warum Thietmar - ob er das nun selber glaubte oder nicht - Merseburg zu einer römischen Gründung erklärte.
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